Ratgeber

Was ist ein Hacker?

Hacker besitzen tiefe Grundlagenkenntnisse im Bereich der IT. Mit diesem Wissen dringen sie in EDV-Anlagen ein, um entweder Daten zu stehlen oder schwere Verwüstungen anzurichten.

Experte: Andreas Hecht, onlinefacts.de
Was_ist_ein_Hacker

Zum Ende der 1950er Jahre entstand der Begriff Hacker. Er galt einer sehr experimentierfreudigen Gruppe von Menschen, die sehr innovativ und kreativ mit Technik umgegangen sind, um die Grenzen des Machbaren zu erkunden. Die Leitfigur der Anfangszeit, Wau Holland, formulierte das Hackersein so: "Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann."

Es gibt nicht nur "den Hacker"

Wenige Jahre später verdankte die Menschheit dieser Gruppe von Menschen das Internet und die ersten PCs. Die Hacker begannen sich nun mit den neuen Möglichkeiten zu beschäftigen und dadurch schritt die technische Entwicklung rasant voran.

Die im Zuge der technischen Entwicklung in den 1980er entstandene Szene aus dem Bereich der Computersicherheit prägte das öffentliche Verständnis vom Hackerbegriff. Als sich das Internet Anfang der 1990er Jahren zu verbreiten begann, spaltete sie sich auf. Die einen sahen es als große Herausforderung an, in die Computersysteme einzubrechen, um Sicherheitslücken im System publik zu machen und für die zügige Schließung dieser zu sorgen. Sie handelten im guten Glauben und richteten niemals Schaden an.

Der andere Teil der Szene umging unbefugt die Sicherheitsbarrieren, nutze Lücken in EDV-Anlagen oder Programmen aus, um Daten zu stehlen oder Verwüstungen anzurichten. Der Begriff »Hacker« bezeichnet heute in der öffentlichen Wahrnehmung einen Computer-Kriminellen. Doch etliche sehr versierte Hacker sind heute bei Computer-Sicherheitsfirmen angestellt und gehen im Kundenauftrag ihren Ambitionen nach.

 

So können Hacker Ihnen schaden

Kriminelle Hacker nutzen ihre Kenntnisse für böswillige Zwecke. Es gibt viele Szenarien, wie ein Hacker Schaden zufügen kann. Beliebt ist das Ausspionieren von Zugangsdaten von Bank-Accounts, PayPal-Benutzerkonten etc. Sie bekommen eine E-Mail vom Hacker zugesandt, die einer offiziellen E-Mail täuschend ähnlich sieht. Darin wird man aufgefordert, eine Webseite zu besuchen, um dort Benutzernamen und Passwörter einzugeben. Auch die Webseite ist eine Fälschung und der Hacker kommt so an sämtliche wichtige Daten. Im Anschluss kann er dann Transaktionen mit dem PayPal- oder Bankkonto ausführen und Sie um Ihr Geld bringen.

Eine weitere Möglichkeit sieht einen Einbruch in den PC vor, um diesen dann aus der Ferne steuern zu können. Der Hacker kommt hierbei über eine Schadsoftware in das System, die zumeist über einen Link aus einer E-Mail heruntergeladen wird. Solche E-Mails können auch von Freunden und Kollegen kommen, die zuvor gehackt worden sind. Der Sinn darin ist, ein sogenanntes Botnet aufzubauen, welches nach dem Aufbau auch gerne gewinnbringend weiterverkauft wird.

 

So kann man sich schützen

Trauen Sie keiner E-Mail und klicken Sie niemals auf einen Link und Anhang. Ihre Bank und auch PayPal werden Sie niemals dazu auffordern, irgendwo Zugangs- oder Pin- / Tan-Daten einzugeben. Gehen Sie direkt auf die betreffende Webseite und überprüfen Sie dort alles auf Richtigkeit. Sorgen Sie außerdem stets für eine aktuelle Antiviren-Software auf dem PC.

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