Ratgeber

Was ist ein Plug-in?

Plug-ins sind kleine Software-Helfer, mit denen man sich Videos im Internet ansehen oder Spiele spielen kann. Aber vorsichtig: Immer wieder nutzen Hacker Sicherheitslücken, um Schäden anzurichten.

Experte: Karl Grünberg, onlinefacts.de
Was_ist_ein_Plug-in

Ohne das Plug-in würde das Internet, wie wir es heute kennen, nicht funktionieren. Ein Beispiel: Wer sich ein Video auf einer Videoplattform oder im Online-Angebot eines Fernsehsenders anschauen möchte, klickt auf das Videofeld und los geht’s. So einfach ist es für den Nutzer. Im Hintergrund aber läuft ein kleiner Software-Helfer und das ist das Plug-in.

Auf Deutsch heißt Plug-in „anschließen“ oder umständlicher: „Erweiterungsmodul“. Das Plug-in sorgt dafür, dass das Video auf der Webseite angezeigt werden kann. Denn eigentlich haben Webseite und Video unterschiedliche Formate. Damit das eine Format nun in dem anderen dargestellt oder abgespielt werden kann, braucht es diese Erweiterung. Für Videoplattformen ist das zum Beispiel oft der Adobe Flash- oder Quicktime-Player. Das Plug-in ist eine elegante Lösung um aufwendige Anwendungen, wie etwa ein Videoplayer, smart in eine Webseite zu integrieren.

Ein anderes Plug-in, das häufig verwendet wird, hilft bei PDF-Dokumenten: Wenn man solch ein Dokument im Internet ansehen möchte, weil man einen Text lesen oder ein Online-Formular ausfüllen muss, hilft zum Beispiel der Adobe Acrobat Reader. Die Liste lässt sich weit fortsetzen: Livehören von Radioprogrammen, das Online-Spiel, Chat- und Social-Media-Anwendung. Überall helfen Plug-ins weiter und in der Regel sind sie kostenlos und leicht zu installieren.

Plug-ins leiden unter Sicherheitslücken

Es ist wie fast überall im Internet – es lauern auch Gefahren. Hacker haben Sicherheitslücken entdeckt und versuchen auf diesem Weg Schad - oder Spy -Software auf den Rechner des Nutzers zu schleusen.

Also aufgepasst – das gilt bei Plug-ins sowie eigentlich bei jeglicher Nutzung des Internets. Vielleicht hilft der Vergleich mit der eigenen Wohnung, in der man sich wohlfühlt, sich entspannt, aber auch alle seine wichtigen Zeugnisse und Wertsachen aufbewahrt. Man würde niemals auf die Idee kommen, die Tür aufzulassen, damit jeder einfach hereinspazieren und sich umsehen kann. 

Was man gegen die Gefahr tun kann

Oft melden sie sich von selber, wenn sie ein Update benötigen. Doch sollte man regelmäßig überprüfen, ob die Plug-ins, die man in seinem Browser installiert hat, auch aktuell sind. Außerdem ist es wichtig, sich die Plug-ins und Sicherheitsupdates nur auf den Originalseiten der Hersteller herunterzuladen, damit man nicht einer gefälschten, womöglich infizierten Version aufsitzt. 

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