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Was ist Facebook?

Facebook ist ein Onlinedienst, mit dem Menschen im Internet in Kontakt miteinander treten können. Mit mehr als einer Milliarde Nutzern ist er der größte Anbieter unter den so genannten "Social Media".

10.05.2016 10:00 | 1:17 Min | © Sat.1

Was ist Facebook und wie funktioniert es?

Facebook gehört zu den sozialen Medien, was bedeutet, dass bei diesem Internetdienst vor allem der Kontakt und die Interaktion mit anderen Personen im Mittelpunkt stehen. Um am Geschehen auf Facebook teilzuhaben, meldet man sich mit einer E-Mail-Adresse an und erhält eine eigene Profilseite, auf der man Informationen über sich preisgibt. Die Richtlinien untersagen es, sich mit einer Fantasiebezeichnung anzumelden, deshalb nutzt man Facebook in der Regel unter seinem echten Namen. Weitere persönliche Angaben sind freigestellt.

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Jeder kann selbst entscheiden, was und wie viel er über sich verraten möchte: zum Beispiel den Wohnort, Hobbys und Interessen, Lieblingsmusik, -bücher, -filme oder -schauspieler. Sobald man „Freundschaften“ mit anderen Nutzern eingeht, haben diese Facebook-Kontakte Zugriff auf die persönlichen Details und weitere Inhalte, die auf der Profilseite zu sehen sind. Das können Fotos sein oder Links zu Internetseiten, die man anderen Nutzern zeigen möchte.

Facebook bietet die Möglichkeit zu entscheiden, welche Inhalte der Profilseite für welche Nutzergruppen zu sehen sind und welche unsichtbar bleiben sollen. Im Groben sind die verschiedenen Sichtbarkeitseinstellungen „öffentlich“ (also sichtbar für jeden Facebook-Nutzer, auch ohne, dass man die Nutzerkonten miteinander verknüpft hat), „sichtbar für Freunde“ und „sichtbar für eine vom Nutzer definierte Auswahl von Kontakten“.

Wesentliche weitere Funktionen auf Facebook sind: die Möglichkeit, Direktnachrichten über den Dienst zu verschicken, Statusmeldungen zu veröffentlichen, zu Veranstaltungen einzuladen, Gruppen zu bestimmten Themen oder Interessen beizutreten, sogenannte „Fanseiten“ bzw. „Fanpages“ zu einem bestimmten Thema zu erstellen und dort passende Inhalte zu präsentieren und als Interessent („Fan“) die Aktualisierungen dieser Seiten zu verfolgen. Fanseiten zu betreiben ist besonders interessant für Unternehmen, Künstler, Vereine und Interessengemeinschaften aller Art, um so ihre Anliegen einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren. Voraussetzung, um eine Facebook-Seite zu erstellen und zu pflegen, ist immer ein Nutzerkonto, das mit einem persönlichen Profil verknüpft ist.

Die Geschichte von Facebook

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Facebook in seiner heutigen Form entstand 2004. Als wichtigster Kopf hinter dem Unternehmen gilt der US-Amerikaner Mark Zuckerberg. Ursprünglich nutzten Studenten den Dienst, der als Erstes für Angehörige der Universität Harvard angeboten wurde. Dort sollte Facebook als eine Art virtuelle Version der gedruckten Jahrbücher dienen. Schon bald trat die Plattform aber den weltweiten Siegeszug an. Seit 2012 ist das Unternehmen an der Börse notiert. Mitte des Jahres 2015 meldete die Presse, dass erstmalig mehr als eine Milliarde Nutzer am Tag auf Facebook aktiv waren – das hat noch kein anderer Social-Media-Dienst bislang annähernd erreicht.

Worauf ist zu achten? 

Die größte Sorge bei der Nutzung von Facebook gilt dem  Datenschutz . Das Unternehmen selbst sammelt jede Menge persönlicher Daten, und immer wieder wird daher die Warnung laut, ihm nicht zu viele persönliche Daten zur Verfügung zu stellen. In seinen Nutzungsbedingungen erklärt Facebook, dass ein Nutzer des Dienstes dem Unternehmen die Rechte an allen Inhalten überträgt, die er hochlädt oder erstellt. Wer also zum Beispiel Fotos auf seiner Profilseite zeigt, stimmt dabei automatisch zu, dass Facebook mit ihnen umgehen darf, als sei es sein eigenes Foto.

Nicht nur das umfassende Datensammeln des Anbieters selbst sollte den Nutzern zu denken geben: Man darf nicht vergessen, dass alle möglichen Menschen möglicherweise mitlesen und mehr über einen erfahren können, als man gerne möchte. Wer private Fotos zeigt, seine Meinung ungeschminkt preisgibt, über andere Personen lästert und herzieht oder den eigenen Aufenthaltsort verrät, muss bedenken, dass vielleicht der Chef oder der Nachbar das sehen können – und möglicherweise auch genau die Person, über die man sich lustig gemacht hat.

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Kinderschützer warnen auch immer wieder davor, Bilder von Minderjährigen auf Facebook und ähnlichen sozialen Medien zu zeigen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es Kindern eines Tages unangenehm sein wird, sie in verschiedenen Situationen im Internet „bewundern“ zu können. Es könnte sie in der Schule oder am Arbeitsplatz zum Opfer von Spott oder  Mobbing  machen, wenn Fremde ihre Baby- oder Kleinkindbilder finden können.

Einen vorschnell hochgeladenen Inhalt einfach wieder zu löschen, ist gar nicht unbedingt eine abschließende Lösung: Schließlich hat man Facebook die Rechte an allen Inhalten übertragen, sobald man einen Inhalt auf die Plattform stellt. Und nur, weil man ein Foto wieder von der Profilseite löscht, heißt das noch lange nicht, dass das Unternehmen es auch von seinen Servern löscht.

Die Frage bei der Nutzung von Facebook sollte vor jeder Aktion lauten: Werde ich auch in 10 Jahren noch gut damit leben können, dass ich dieses Foto / diesen Link / diesen Kommentar / diese Meinung im Internet geteilt habe? Erst wenn man diese Frage ganz sicher mit „Ja“ beantworten kann, sollte man sich zur Veröffentlichung des Inhalts entschließen.

Experte: Martin Römhild, onlinefacts.de

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