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Was ist Instagram?

400 Millionen Nutzer teilen über den Online-Dienst Bilder und Videos mit der Öffentlichkeit. Wenige haben dabei im Blick, wer alles auf ihre Aufnahmen zugreift und welche Folgen ein unbedachter Upload haben kann.

22.04.2016 10:00 | 1:06 Min | © Sat.1

Instagram ist eine der größten sozialen Plattformen weltweit. Insgesamt 400 Millionen User – darunter über 9 Millionen Deutsche – nutzen den Online-Dienst monatlich. Anders als beispielsweise  Facebook  dient der Service ausschließlich dem Austausch von Bildern und Videos.

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Dabei ist der Funktionsumfang der Plattform auf den ersten Blick überschaubar. Öffnet ein Nutzer die unter anderem für Android- und Apple-Geräte verfügbare App zum ersten Mal, muss er sich zunächst registrieren. Dies kann unter anderem durch Angabe eines Facebook-Profils sein. Nach Abschluss dieses Schrittes kann der Besucher auswählen, für die Beiträge welcher Personen aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis er sich besonders interessiert. Danach öffnet sich die sogenannte Timeline. Eine für gewöhnlich unendlich lange Liste von Bildern und Videos in chronologischer Reihenfolge, die die ausgewählten Personen wiederum über die Instagram-App veröffentlicht haben.

Instagram als digitales Poesiealbum

Bereits seit Gründung der Plattform sind alle Bilder quadratisch angelegt. Dies soll den Eindruck von Dia-Aufnahmen erwecken. Eine weitere Besonderheit von Instagram sind die sogenannten Filter. Die Farbwirkung einer Aufnahme kann vor der Veröffentlichung auf verschiedene Art und Weise verändert werden. Gebräuchlich ist beispielsweise die Erstellung von Schwarz-Weiß-Porträts oder die Manipulation der Farbtemperatur um eine harmonischere Wirkung zu erzielen. Hochgeladene Inhalte können wie auf Social-Media-Plattformen üblich, von jedem Nutzer kommentiert werden. Auch bei Instagram ist die Verwendung sogenannter Hashtags (z. B. #winter, #sommer) gebräuchlich.

Menschen des öffentlichen Lebens und die, die sich dafür halten, nutzen Instagram um mit ihren Fans zu kommunizieren. Wer den Benutzernamen einer Person kennt, kann deren Profil besuchen und die von ihm geteilten Inhalte sehen. Aufnahmen aus dem vermeintlichen Privatleben bekannter Hollywood-Größen verzeichnen nicht selten mehrere Millionen Aufrufe.

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Wer sein Profil nicht beschränkt, verliert schnell den Überblick

Als Privatnutzer sollte man sich der Risiken bewusst sein, die die aktive Nutzung eines solchen Online-Dienstes mit sich bringt. Veröffentlichte Bilder können von Besuchern gespeichert werden. Damit besteht die Gefahr, dass Aufnahmen auch nach deren Löschung in den Händen unbekannter Dritten sind. Die Weisheit "das Internet vergisst nichts" gilt auch für Instagram.

Der Kreis an Personen, die Zugriff auf die eigenen Uploads haben, kann aus diesem Grund beschränkt werden. Die Privatsphäreeinstellungen von Instagram lassen es beispielsweise zu, dass Personen zunächst eine Anfrage stellen müssen, um die Bilder einer Person sehen zu dürfen. Auf diesem Weg kann der Zahl der Personen, die Einsicht auf Bilder aus dem privaten Umfeld haben, eingeschränkt werden.

Inhalte auf Instagram sind nicht für jedes Alter geeignet

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Eltern, deren Kinder mit dem Smartphone auf Instagram unterwegs sind, sollten sich im Klaren über die umstrittenen Jugendschutzrichtlinien des Dienstes sein. Instagram vertritt die Ansicht, dass die Darstellung von Nacktheit und Erotik in aller Form gestattet ist, insofern keine Brustwarzen zu sehen sind. Dies führt nicht nur zu einem großen Spielraum bei der Verbreitung nicht jugendfreier Inhalte, sondern beschäftigte in der Vergangenheit auch die Weltöffentlichkeit. Während sich Pornodarstellerinnen auf der Plattform in anstößigen Posen zeigen dürfen, wurden die Bilder von Brustkrebspatientinnen gelöscht, was im Mai 2014 für Aufregung sorgte. Eltern sollten folglich ein Auge darauf haben, welche Aufnahmen ihr Kind ins Netz hochlädt und die Bilder welcher Personen es sich ansieht.

Experte: Julian Wolf, onlinefacts.de

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