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Was sind Cookies?

Noch vor einigen Jahren wurden Cookies primär dafür benutzt, um die Anzahl der Besucher einer Webseite zu zählen. Mittlerweile gibt es für Cookies viele verschiedene Anwendungsgebiete.

09.09.2016 10:00 | 1:02 Min | © Glutamat

Heutzutage erkennt man Ihren  Browser  mithilfe dieser Dateien und schneidet die angebotenen Inhalte persönlich auf Sie und Ihre Gewohnheiten zu. Das ist auch der Grund, warum man immer wieder gebeten wird, auf bestimmten Webseiten der Nutzung von Cookies zuzustimmen. Als Begründung wird vielfach angegeben, nur so könne man die eigenen Produkte und die angebotenen Inhalte der Webseiten verbessern.

Nicht aus dem Backofen, aber sehr clever

Mit gebackenen Plätzchen haben die namensgleichen Cookies nichts gemeinsam. Dies sind kleine Textdateien, die ungefragt auf dem Browser Ihres Rechners abgelegt und später von dort geladen werden. Wahrscheinlich werden sich schon viele darüber gewundert haben, wie es kommt, dass sie beim Betreten eines Online-Shops persönlich begrüßt werden. Der Grund dafür ist einfach: Cookies können sogar Ihre verschlüsselten Anmeldedaten beinhalten. Sofern ein gültiges Cookie vorliegt, ist der erneute Anmeldevorgang nicht mehr nötig. Nur wenn Sie den Browser wechseln, Cookies blockieren oder löschen, müssen Sie sich aber erneut anmelden.

Lightbeam sorgt für Klarheit

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Zu böswilligen Zwecken können die Textdateien hingegen nicht genutzt werden.  Hacker  könnten sie zwar auslesen, sie aber nicht aktivieren oder Ihren Computer damit übernehmen. Mit dem Firefox Add-on  Lightbeam  kann man sich sehr gut ansehen, welche Webseiten Cookies zur Überwachung ihrer Besucher einsetzen. Schnell werden auch Cookies von Drittanbietern sichtbar, deren Webseite gar nicht besucht wurde. Auf einen Blick wird deutlich, welche Anbieter bei der Beschattung der Surfer zusammenarbeiten.

Neuartige Cookies lassen uns nicht mehr in Ruhe

Da es für die Anwender einfach ist, die alt hergebrachten Cookies zu blockieren oder zu löschen, lassen sich die Hersteller immer wieder etwas Neues einfallen. Bei den ewigen Cookies werden die individuellen Eigenschaften eines Computers und aller installierten Zusätze zum Browser getestet. Die amerikanische Bürgerrechtsorganisation EFF  bietet einen Test  an, ob auch Ihr Computer eindeutig zugeordnet werden kann. Bisher gelang dies bis auf wenige Ausnahmen. Wird diese Technik eingesetzt, spielt es keine Rolle mehr, ob Sie Ihre Cookies gelöscht oder blockiert haben. Der Betreiber kann trotzdem erkennen, dass Sie und niemand anderes dort verweilt, um Ihnen die Werbung und die Inhalte anzubieten, die am besten zu Ihrem Nutzungsverhalten und Ihren Vorlieben passen.

Erstmals vor vier Jahren wurden auf Basis des Web-Standards HTML5 vom polnischen Sicherheitsforscher Samy Kamkar sogenannte Supercookies vorgeführt. Supercookies sind aufgrund der vielen gesammelten Informationen sehr viel größer. Zudem lassen sie sich auf bis zu zehn Orten zeitgleich abspeichern, was das Löschen erschwert. Sie sind nur dann inaktiv, sofern sie überall erfolgreich gelöscht wurden. Bleiben sie nur an einer Stelle erhalten, können alle noch verfügbaren Daten rekonstruiert werden. Auch die US-amerikanische Firma KISSmetrics hat eigene „ewige“ Cookies entwickelt. Die ersten Tracking-Firmen wurden in den USA bereits wegen ihres aggressiven Vorgehens angeklagt. Trotzdem ist zu befürchten, dass die neuartigen Cookies auch bei uns schon bald eingeführt werden.

Das Problem

Für Anfänger ist es schwer, sich vor diesen Cookies zu schützen oder diese vom eigenen Computer zu entfernen. Gefragt ist auch der Gesetzgeber, der aber bei der rasanten technischen Entwicklung nicht mit der Anpassung der juristischen Vorgaben nachkommt.

Kurzfassung:

Cookies & Co.: Sicherheit beim Surfen

Wer hat heutzutage noch einen Überblick darüber, welche Daten wann und vor allem von welchen Internetseiten gespeichert werden? Bei der vielen Zeit, die man im Internet verbringt, ist es nicht verwunderlich, dass einige unserer ganz privaten Informationen gespeichert werden, ohne, dass wir es merken. Sicher ist euch schon aufgefallen, dass „das Internet“ sich offenbar alles merkt und auch alles weiß. Eben noch habt ihr in einem Onlineshop nach einem bestimmten Buch oder einem Paar Schuhen geschaut, schon schlagen euch Werbeanzeigen in den sozialen Medien Bücher und Schuhe vor. Auch unsere Login-Daten müssen wir nicht jedes Mal erneut eingeben, denn die kann sich der Browser merken. Eigentlich ist das praktisch, denn der Browser passt sich quasi unseren Vorlieben und Wünschen an. Doch es bleibt dabei, dass da jede Menge Daten gespeichert werden, ohne, dass wir dazu ein bewusstes Einverständnis geben.

Cookies speichern Informationen

Schuld an den Datenmengen, die das Internet in unserem Browser speichert, sind kleine Dateien, die Cookies genannt werden. Was genau die machen und wie man sich vor unerwünschter Datenspeicherung zumindest teilweise schützen kann, verraten wir euch im Video. Das Argument vieler Webseiten-Betreiber lautet, dass das Surfen im Netz nur mit solchen Informationen durch Cookies für euch personalisiert und angenehmer gestaltet werden kann. Das stimmt zwar, doch man kann auch im Internet unterwegs sein, ohne allzu große Spuren zu hinterlassen.

Surfen ohne Cookies, geht das?

In vielen Fällen werdet ihr vom Browser gefragt, ob ihr das Speichern von Cookies akzeptieren wollt. Wenn ihr das verneint, könnt ihr im Normalfall wie gehabt weitersurfen. Nur merkt sich der Browser dann eben nicht eure Daten und ihr müsst alle Informationen bei jedem Besuch neu eintippen. Auch, wenn es nie 100%ige Sicherheit gibt, kann man das Speichern von Cookies auch komplett ausschalten. Näheres dazu erfahrt ihr ebenfalls im Video.

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