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Welcher Browser ist der beste?

Browser unterliegen einem harten Wettkampf – sie werden ständig weiterentwickelt. Da jeder User andere Bedürfnisse hat, wird er für sich einen, für sich passenden Favoriten auswählen.

10.05.2016 10:00 | 2:00 Min | © Sat.1

Harsche Kritik an Google Chrome

Dr. Thilo Weichert, der Landesbeauftragte für den  Datenschutz  in Schleswig-Holstein, rät klar vom Einsatz des Browsers Google Chrome ab. Dabei ist er bei weitem nicht der einzige Experte. Viele Datenschützer bemängeln, dass Chrome zu viele Daten erfasst und an die Google-Server übermittelt. Der Suchmaschinenanbieter hat zwischenzeitlich diverse Überwachungsfunktionen abgeschaltet. So sammelwütig wie früher, ist Chrome schon lange nicht mehr. Die Skepsis ist dennoch bei vielen geblieben.

Das ist sehr schade, denn das Programm hat wirklich viel zu bieten und ist für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar. Vor allem merkt man, dass der Browser vor wenigen Jahren komplett neu entwickelt wurde. Bei zahlreichen Vergleichstests hat die Software die Konkurrenz immer wieder abgehängt. Keiner ist bei der Bedienung und beim Laden von Webseiten so schnell wie er.

Aufzeichnen von Nutzeraktivitäten unterbinden

Die Sammelleidenschaft von Google kann ausgetrickst werden. Benutzer von Mac OS X und Windows können bei Datenschutzbedenken den Nachbau Iron verwenden. Im Gegensatz zum Original zeichnet dieser grundsätzlich keine Nutzeraktivitäten auf. Der Umfang des Programms ist der gleiche, Iron bleibt aber stumm – an die Google-Server wird nichts geschickt. Einziger Nachteil:  Updates  werden nicht automatisch installiert. Bei Sicherheitslücken muss man selbst eine neue Version aufspielen, sobald diese verfügbar ist.

Vier Jahre Vorsprung

Was anspruchsvolle Nutzer auf Dauer vermissen, sind die vielen Erweiterungen, die es beispielsweise für den Mozilla Firefox gibt. Für den Browser gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt. Tausende Add-ons decken beim Firefox jedes noch so ausgefallene Interesse ab. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Programmierer vier Jahre Vorsprung haben. Während der erste Firefox 2004 auf den Markt kam, brachte Google seinen Browser erst im Jahr 2008 in Umlauf. Doch die Anzahl der Erweiterungen für Chrome wächst stetig an, dieser Wettbewerbsnachteil dürfte schon bald der Vergangenheit angehören.

Der unangefochtene Spitzenreiter

Nicht ohne Grund ist Firefox hierzulande seit langem Marktführer. Trotz zahlreicher Updates und Verbesserungen ist der Browser noch immer zu träge. Nutzer, die viele Plug-ins installieren, tragen zusätzlich zu Geschwindkeitseinbußen bei. Zudem kommt es hin und wieder zu Abstürzen. Sowohl Firefox als auch Chrome bieten den größtmöglichen Schutz gegen  Schadsoftware  und  Hackerangriffe .

Die Konkurrenz ist beim Thema Ausstattung weit abgeschlagen. Gemessen an der Anzahl der Themes zur Festlegung eines individuellen Aussehens und aller weiteren Erweiterungen ist der Firefox unangefochten der Spitzenreiter unter den Browsern.

Fazit: Wer Interesse an sehr speziellen Erweiterungen hat, ist hier genau richtig. Einzige Voraussetzung ist, dass man sich nicht daran stört, wenn alles mal wieder etwas langsamer abläuft oder der Browser gelegentlich ohne erkennbaren Grund abstürzt.

Der ehemals meistgenutzte Browser

Früher war der Internet Explorer ohne Zweifel der meistgenutzte Browser, das stimmt aber schon lange nicht mehr. Der Softwareriese aus Redmond ist sich dessen bewusst und bessert ständig nach. Mit dem Internet Explorer 10 hat Microsoft bereits im Jahr 2012 die Trendwende eingeleitet. Schneller, sicherer und besser soll ihr moderner Browser sein. Ein erweiterter Datenschutz (gegen Tracking), eine integrierte Rechtschreibkorrektur und weitere Features bringen den IE im Vergleich zur Konkurrenz fast auf Augenhöhe. Nachteil: Microsoft bietet den IE ausschließlich für Windows an. Alle Nutzer eines anderen Betriebssystems bleiben komplett außen vor.

Kein Browser ist innovativer

Kein Hersteller bringt seinem Produkt bei jedem Update mehr neue Funktionen bei, als der von Opera. Auch beim Geschwindigkeitsvergleich liegt der Browser gut im Mittelfeld. Lediglich Safari und Chrome sind noch etwas schneller. Wem die vorinstallierten Funktionen nicht ausreichen, wird hingegen nicht immer fündig.

Wegen der vergleichsweise kleinen Community, gibt es bei Opera merklich weniger Erweiterungen. Leider werden zudem manche Webseiten nicht korrekt angezeigt. Wer kein Fetischist unzähliger Add-ons ist, aber eine sichere und schnelle Software benutzen möchte, kommt hier dennoch auf seine Kosten.

Fazit

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Das gilt auch hier ohne Einschränkung. Den einen Leitwolf, der die Mitbewerber in allen Punkten abhängen würde, gibt es schlichtweg nicht. Ihr Favorit wird am Ende der Browser sein, der Ihren Bedürfnissen am ehesten gerecht wird.

Experte: Martin Römhild, onlinefacts.de

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