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Andere Länder, andere Rituale

Neujahrsbräuche weltweit: So feiern andere Länder

Bleigießen , Fondue  und Feuerwerk – diese Silvester- oder Neujahrsbräuche sind in Deutschland besonders beliebt. Doch wie wird in Frankreich, Russland, Tschechien und Co. eigentlich das neue Jahr begrüßt? SAT.1 wirft einen Blick auf die Rituale, die es weltweit so gibt.

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© dpa - Bildfunk

Neujahrsbräuche weltweit: Europäische Traditionen

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In Frankreich gibt’s Silvester traditionell Stopfleber. Neujahrsbräuche wie große Partys und Feuerwerk konzentrieren sich vor allem auf die Hauptstadt Paris. © Marek Gottschalk - Fotolia

Wie in Deutschland Silvester gefeiert wird, ist klar, doch wie sieht das Neujahrsfest in aller Welt aus? Österreich, die Schweiz und Dänemark haben ähnliche Gewohnheiten wie wir, in anderen Nachbarländern hingegen gibt’s abweichende Rituale und Bräuche. „Bonne Année“ – so begrüßen die Franzosen das neue Jahr. Doch wie feiern die Südländer eigentlich rein? Surprise, surprise: In Frankreich wird nicht viel geböllert. Lieber trifft man sich in geselliger Runde und isst zusammen – am liebsten Stopfleber und Austern, dazu Champagner. Groß gefeiert wird vor allem in Paris, auf der Champs-Elysées, dem Pendant zum Brandenburger Tor in Berlin.

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Aberglaube spielt in Tschechien eine große Rolle. Ähnlich wie beim Bleigießen in Deutschland, schaut man sich hier die Muster von Apfelkernen genauer an. © Bobo - Fotolia

Weiter östlich, in Tschechien, gibt es hingegen allerlei Neujahrsbräuche – darunter Bleigießen, auch in Deutschland ein beliebter Brauch. Noch traditioneller aber ist es, vom Kerngehäuse eines halbierten Apfels das eigene Schicksal abzulesen. Die Deutungen liegen auf der Hand: Bilden die Kerne ein Kreuz, droht Unglück, ergibt sich hingegen das Bild eines Sterns, steht einem glücklichen neuen Jahr nichts im Wege. Dem Glück auf die Sprünge geholfen wird außerdem mit Linsensuppe um Mitternacht – ein echter Glücksbringer  in Tschechien.

Und auch in Bulgarien ist man abergläubisch und pflegt allerlei Neujahrsbräuche. Hier werden die Ruten am Neujahrstag noch einmal rausgeholt und bunt geschmückt. Mit ihnen gehen Kinder dann von Tür zu Tür, schlagen die Bewohner auf den Rücken und wünschen ihnen ein frohes neues Jahr – auch das soll angeblich Glück bringen. Für die Kinder jedenfalls lohnt sich das Ritual, denn als Gegenleistung erhalten Sie Münzen oder Süßes.

Neujahrsbräuche weltweit: Russland, China und Japan

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Auch in Russland lässt man es Silvester richtig krachen – allerdings erst Mitte Januar. © caps_lock - Fotolia

Russland startet später ins neue Jahr als die meisten anderen Länder – nämlich erst am 13. Januar. Denn hier gilt der Julianische, nicht der Gregorianische Kalender wie in Deutschland und im Rest Europas. Doch besser spät als nie – nach diesem Motto lässt man es Neujahr auch in Russland richtig krachen. Väterchen Frost bringt in der Neujahrsnacht Geschenke – wenn das kein Grund ist, am Tag danach zu feiern, und zwar mit der ganzen Familie. Bei den sogenannten Jolka-Festen wird gegessen, gelacht und das neue Jahr begrüßt.

Früher dran als Russland hingegen ist China, das Neujahr – in einigen Regionen – mit einem ungewöhnlichen Brauch feiert: Hier werden Mandarinen ins Meer geworfen. Warum? Mit Pech im Spiel hat das nichts zu tun, nur Glück in der Liebe erhofft man sich davon.

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Ganz unterschiedlich sind die Neujahrsbräuche weltweit: In Japan beispielsweise werden traditionell Reisklöße zubereitet – die sollen Glück bringen. © Kitty - Fotolia

Glück im Allgemeinen wünschen sich auch die Japaner. Und auch hier wird nichts dem Zufall überlassen: Zum Jahreswechsel kommen in Japan nämlich Mochis, Reisklöße, auf den Tisch. Doch was des einen Glück, ist des anderen Leid, denn an einem solchen Kloß ist leider schon so mancher erstickt. Wer unbeschadet ins neue Jahr kommt, für den stehen die Chancen aber gut, dass dieses glücklich wird. Sie sehen: Weltweit gibt’s in puncto Silvesterparty doch die einen oder anderen Unterschiede.

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