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Silvester sind wir alle Berliner!

Berliner Pfannkuchen: Zubereitung der Silvesterkrapfen

Berliner Pfannkuchen, kurz Berliner genannt, sind nicht nur Karneval , sondern auch Silvester ein beliebtes Süßgebäck. Doch aufgepasst: Unter den Berlinern tummeln sich auch einige mit Senf-Füllung. Woher die Tradition stammt und wie Sie das Gebäck zubereiten können, verrät Ihnen der SAT.1 Ratgeber.

Berliner Krapfen_pixabay.com
© Pixabay.com

Berliner Pfannkuchen – ein Gebäck wie Kanonenkugeln

Berliner Pfannkuchen gehören zu Silvester wie der Tannenbaum zu Weihnachten . Das beliebte Süßgebäck wird das ganze Jahr über geschlemmt, in der Silvesternacht aber in besonderem Maße. Um der hohen Nachfrage nachzukommen, schieben Bäcker vor der Nacht der Nächte Extra-Schichten, damit auch jeder zu seiner süßen Ware kommt. Der süße Hefeteig, der in siedendem Fett ausgebacken wird, lädt einfach zum Naschen ein. Die Bällchen sind klassisch mit Pflaumen- oder Erdbeermarmelade gefüllt. Es gibt jedoch regionale Unterschiede in der Zubereitung, die sich auch sprachlich äußern. In Hessen heißen die Berliner beispielsweise Kreppel und in Teilen Baden-Württembergs sowie in Österreich spricht man von Krapfen.

Und wer hat sie erfunden? Hierzu gibt es mehrere Geschichten. Die legendärste dreht sich um einen Berliner Zuckerbäcker, der im Regiment Friedrich des Großen tätig war. Ursprünglich wollte der mysteriöse Unbekannte als Kanonier dienen. Leider floppte der Wunsch und er wurde in die Feldbäckerei versetzt. Die Kanonenkugeln gingen ihm scheinbar nicht aus dem Kopf, denn der Zuckerbäcker kreierte seine Berliner Pfannkuchen in Form des tödlichen Geschosses. Da kein Backofen vorhanden war, buk er die Goldstücke einfach in siedendem Fett aus. Dank sei dem einfallsreichen Zuckerbäcker!

Zutatenliste für die Silvesterkrapfen

Wer sich den Gang zum Bäcker sparen und Silvesterkrapfen selber zubereiten möchte, benötigt für 20 Portionen folgende Zutaten: 150 Milliliter Milch, zwei bis drei Esslöffel Öl, 500 Gramm Weizenmehl, einen Esslöffel Zucker, einen Würfel Hefe à 42 Gramm, einen halben Teelöffel Salz sowie zwei bis drei Eier, ein Eiweiß, etwas Mehl zum Ausformen, Frittierfett, drei bis vier Esslöffel feinen Zucker zum Bestreuen und 20 Teelöffel Himbeer- oder Aprikosenkonfitüre.

Berliner Pfannkuchen backen: So geht’s

Geben Sie zunächst das Mehl mit dem Öl und Salz in eine Schüssel und vermischen Sie die Zutaten. Nun die Milch erwärmen und Hefe und Zucker sowie die Eier hinzugeben, miteinander vermengen und hinzufügen. Damit eine homogene Masse entsteht, alles mit den Knethaken des Handrührgeräts verkneten. Lassen Sie den Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen. Anschließen den Teig nochmal gut durchkneten und auf einer bemehlten Fläche rechteckig und etwa einen Zentimeter dick ausrollen. Damit das Kanonenfutter zu seiner Form kommt, ein Glas mit sechs bis sieben Zentimeter Durchmesser zur Hand nehmen und circa 40 Kreise ausstechen.

Bepinseln Sie dann die Teigränder der einen Hälfte mit Eiweiß und geben Sie jeweils einen Teelöffel Konfitüre in die Mitte. Wer Pflaumenmus oder andere Marmelade lieber mag, kann auch diese verwenden. Nach guter, alter Silvester-Tradition sollten außerdem einige mit Senf gefüllt werden. Die andere Hälfte der Kreise fungiert als Deckel. Klappen Sie diese auf die Teigkreise mit Konfitüre und drücken Sie die Ränder gut zusammen. Gut Ding will Weile haben: Bedecken Sie die Berliner Pfannkuchen daher noch einmal mit einem Tuch und lassen Sie diese einige Minuten gehen.

Traditionell werden die Berliner in Fett gebadet. Erhitzen Sie also das Fett auf 180 Grad und frittieren Sie jeweils zwei bis drei Silvesterkrapfen von jeder Seite etwa drei Minuten. Dann noch einmal wenden und eine Minute backen. Lassen Sie die heiße Ware erst auf einem Gitter und anschließend auf einem Küchenpapier abtropfen. Zu guter Letzt noch in Zucker wälzen – fertig sind Ihre Berliner!

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