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Wohnungsbrand zu Silvester vorbeugen

Es ist die Horrorvorstellung eines jeden Mieters: ein Wohnungsbrand. Insbesondere Silvester verzeichnet die Feuerwehr viele Einsätze. Aber wer haftet im Fall des Falles und wie sollten Sie sich verhalten? Viele hilfreiche Tipps lesen Sie hier, im SAT.1 Ratgeber.

30.12.2013 10:00 | 5:31 Min | © Sat.1

Damit es Silvester nicht zum Wohnungsbrand kommt

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Gefahrenquelle Nummer eins an Silvester: Raketen. © Pixabay

Gerade Silvester ist das Risiko von Feuerschäden an und im Haus erhöht. Die Ursachen sind vielfältig: Zuweilen kommen betrunkene Gäste auf die Idee, Böller in der Wohnung zu zünden und setzen so die gesamte Bude in Brand, oder eine Rakete verirrt sich über den Balkon in die eigenen vier Wände. Ganz wichtig: Haben Sie als Gastgeber einen Blick auf Ihre Gäste und unterbinden Sie waghalsige Ideen, bevor sie umgesetzt werden. Außerdem ist es empfehlenswert, die Fenster zum Jahreswechsel geschlossen zu halten – so behalten Sie die Funken umherwirbelnder Raketen sicher außerhalb Ihrer Wohnung.

Wohnungsbrand: Ein Experiment

Das Frühstücksfernsehen wagt im Video ein Experiment: Was passiert, wenn plötzlich die Räume in Flammen stehen? Der SAT.1 Reporter begibt sich in ein sogenanntes Feuerhaus. Hier übt die Feuerwehr für ihre Einsätze. Brände können kontrolliert ausgelöst und ein echter Wohnungsbrand so simuliert werden. Und plötzlich geschieht es: Die Küche steht in Flammen. Binnen kürzester Zeit kann der Reporter aufgrund massiver Rauchentwicklung nicht einmal die Brandquelle identifizieren. Dementsprechend schwer ist es, den Ausgang zu finden. Tipp für den Notfall: Halten Sie sich möglichst nah am Boden. Hier atmen Sie oft nur wenig der giftigen Dämpfe ein und finden sich meist besser zurecht.

Was tun bei einem Wohnungsbrand?

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Ist der Wohnungsbrand ausgebrochen, verlassen Sie möglichst schnell die Räume und rufen Sie die Feuerwehr. © Pixabay

Ist bei Ihnen, Silvester oder wann auch immer, die Wohnung in Brand geraten, müssen Sie schnell handeln. Ist die Brandquelle nur klein, können Sie Löschversuche mit einem Feuerlöscher oder einer Decke unternehmen. Entwickelt sich jedoch starker und dichter Rauch und wird die Flamme immer größer, hilft nur noch eins: die Tür zum betroffenen Raum schließen, die Wohnung verlassen und den Notruf „112” rufen.

Gesundheitliche Schäden

Ein Wohnungsbrand ist nicht nur aufgrund der möglichen Verbrennungen gefährlich. Vor allem die Rauchgasentwicklungen können dazu führen, dass ein Wohnungsbrand tödlich ausgeht. Je nach Intensität des Brandes werden Betroffene oft schon nach drei bis fünf Atemzügen ohnmächtig. Die Substanzen, die hier eingeatmet werden, sind hochgiftig. Fallen Betroffene schließlich in Ohnmacht, können sie nicht mehr aus der Wohnung flüchten – der sichere Tod, wenn keine sofortige Hilfe vor Ort ist.

Wer haftet bei einem Wohnungsbrand?

Demolierte Wände durch Böller, Brandschäden – in vielen Fällen haftet die Versicherung. Aber nur, wenn sie auch abgeschlossen wurde. Denn hierfür benötigen Sie den Schutz einer Hausratversicherung. Sie zahlt die Schäden, die durch einen Wohnungsbrand entstanden sind. Anders verhält es sich jedoch, wenn die Fassade oder das Dach nach Silvester beschädigt ist. Um hier finanzielle Unterstützung von der Versicherung zu beanspruchen, müssen Sie nämlich eine Gebäudeversicherung haben. Sie ist für Schäden an der Hauswand, am Dach und an der Garage zuständig.

Wer zahlt jedoch die Schäden, die durch unüberlegte Handlungen zustande gekommen sind? Wer an Silvester gern Schabernack treibt, sollte unbedingt eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Sie zahlt sogar für den Unsinn, bei dem Sie beobachtet wurden – vom explodieren Böller in der Wohnung bis hin zu Schäden im Hausflur des Mietshauses. 

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