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Handy ins Wasser gefallen: Was tun?

Auch wenn nicht wenige Menschen denken, dass Ihnen so etwas niemals passieren würde – Handys fallen öfter ins Wasser oder andere Flüssigkeiten, als manch einer denkt. Um das gute Stück zu retten, ist schnelles Handeln angesagt. 

Handy ins Wasser gefallen_dpa
© picture alliance / dpa Themendienst

Wenn das Handy ins Wasser gefallen ist: Retten, Ruhe bewahren und zerlegen

Wenn Ihr Smartphone ein unfreiwilliges Bad nimmt – egal ob in der Toilettenschüssel, einem Bierglas oder im Baggersee – ist als Erstes schnelles Eingreifen gefragt. Holen Sie Ihr Handy sofort aus der Flüssigkeit, um weitere Schäden zu vermeiden. Widerstehen Sie allerdings dem Impuls, sofort auf eine Taste zu drücken, um zu überprüfen, ob das Gerät noch funktioniert. Dadurch könnte die Flüssigkeit erst recht ins Innere des Smartphones geleitet werden und einen Wasserschaden verursachen.

Nach der Rettung aus den wie auch immer gearteten Fluten sollten Sie – falls möglich – zunächst den Akku entfernen, um einen Kurzschluss zu vermeiden. Besitzer von iPhones und anderen Geräten mit fest verbauten Akkus haben leider weniger gute Karten bei der Handyrettung nach Badeunfällen. Alle anderen beweglichen Teile wie SIM- und Speicherkarten sollten Sie ebenfalls entfernen. Das komplette Auseinanderbauen des Geräts würde die Trocknung beschleunigen, führt allerdings zum Erlöschen der Garantie und ist daher nicht empfehlenswert.

Erste Hilfe beim Wasserschaden: Hilfsmittel zur Trocknung

Zunächst trocken Sie alle Teile gründlich mit einem fusselfreien Tuch. Im Inneren des Handys wird sich vermutlich trotzdem noch Flüssigkeit befinden, an die Sie nicht einfach so gelangen. Hier hilft ein altes Hausmittel zur Trocknung: Reis. Die Körner halten nicht nur das Salz im Streuer trocken und klumpenfrei, sondern eignen sich auch zur Trocknung ins Wasser gefallener Handys. Reis saugt nämlich Feuchtigkeit auf und absorbiert sie. Geben Sie einfach ausreichend trockenen Reis in einen verschließbaren Behälter und vergraben Sie Ihr Handy ohne die ausgebauten Teile darin.

Noch besser eignen sich die kleinen Silica-Gel-Päckchen, die häufig in Kartons von Elektrogeräten oder Schuhen zu finden sind. Einzelne Päckchen können auch unterstützend zum Reis gegeben werden. Nach ein bis zwei Tagen sollte das Innere des Handys getrocknet sein. Dann heißt es: Akku einlegen, Daumen drücken und einschalten.

Don'ts bei der Handyrettung

Was Sie besser lassen sollten, wenn Ihr Handy ins Wasser gefallen ist, ist Trocknung durch Hitze. Versuchen Sie nicht, Ihr Smartphone trocken zuföhnen. Die extreme Wärme kann die Hardware ernsthaft beschädigen. Auch das Handy kurz in die Mikrowelle zu legen, ist definitiv keine Option. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie bei einem Wasserschaden vorgehen sollen, ist es besser, einen Fachmann zu Rate zu ziehen oder sich an den Hersteller zu wenden.

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