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Outdoor-Handys: Das sagt die IP-Schutzklasse aus

Beim Kauf eines Outdoor-Handys bietet die IP-Schutzklasse – im Gegensatz zu den recht schwammigen Angaben mancher Hersteller – verlässliche Informationen darüber, wie widerstandsfähig das Gerät ist.

Outdoor-Handys
© picture alliance / dpa Themendienst

IP-Schutzklasse: Vier aussagekräftige Zeichen

Die Schutzklasse eines Outdoor-Handys wird durch vier Zeichen dargestellt: dem Kürzel IP, gefolgt von zwei Zahlen. Das IP steht für Ingress Protection, also den Schutz gegen Eindringen. Im Fall von Outdoor-Handys geht es dabei um das Eindringen von Staub und ähnlichen Fremdkörpern sowie Wasser in das Gehäuse. Über den Grad des Schutzes gegen Fremdkörper gibt die erste Ziffer Auskunft, die zweite klassifiziert den Schutz vor Wasser – wie wasserdicht das Mobilgerät also tatsächlich ist. 

Für Outdoor-Handys gilt: Je höher die Zahlen, desto besser

Die Klassifizierung des Schutzes gegen Fremdkörper reicht von 0 (kein Schutz) bis 6 (staubdicht). Ein mit 5 klassifiziertes Outdoor-Handy ist lediglich staubgeschützt, aber nicht komplett staubdicht.  Die Klassen von 1 bis 4 bieten lediglich Schutz gegen das Eindringen fester Fremdkörper in Größenabstufungen von 50 Millimetern (Klasse 1) bis 1 Millimeter (Klasse 4). Der Schutz gegen Fremdkörper sollte bei einem Outdoor-Handy mindestens bei 5 liegen.

Wasserdichtigkeit ist an der zweiten Ziffer ablesbar

Die zweite Ziffer der IP-Schutzklasse gibt an, wie gut ein Handy gegen das Eindringen von Flüssigkeiten geschützt ist. Hierbei gibt es acht Abstufungen. Klasse 0 bedeutet, dass ein Smartphone gar nicht gegen Wasser geschützt ist, 1 bietet Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser, 2 bis zu einem Neigungswinkel bis 15 Grad. Die Klasse 3 sagt aus, dass das Gerät gegen fallendes Sprühwasser bis zu einem Winkel von 60 Grad gegen die Senkrechte geschützt ist, bei Klasse 4 kann auch allseitiges Spritzwasser dem Handy nichts anhaben. In den Klassen 5 und 6 ist ein Handy gegen sogenanntes normales Strahlwasser, also Wasser, das im Strahl aus einer Düse kommt, und starkes Strahlwasser geschützt. Handys mit den beiden höchsten Klassifizierungen überstehen sogar Untertauchen – in der Klasse 7 nur zeitweilig bis zu 30 Minuten bei einer Wassertiefe von einem Meter, in der Klasse 8 auch dauerhaft.

Beispiele für IP-Schutzklassen

Ein Handy mit der Schutzklasse IP57 ist also beispielsweise staubgeschützt und beim Untertauchen in einem Meter Tiefe 30 Minuten lang vor eindringendem Wasser sicher. Am geläufigsten ist bei Outdoor-Handys der Standard  IP67, hierunter fallen beispielsweise das Motorola Defy, das Samsung Galaxy S4 Active und das Sony Ericsson Xperia Active. Smartphones mit der bestmöglichen Schutzklasse IP68 sind hingegen extrem selten.

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