Gesundheit


Sommerkrankheit Sonnenallergie

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4:57 / 10.08.2012 10:00 , © SAT.1

Ratgeber

Quaddeln und Pusteln, die unglaublich jucken: Menschen die unter einer Sonnenallergie leiden, haben im Sommer wenig zu lachen. Nur kurze Zeit in der Sonne und die Pickelchen kommen. Doch was steckt eigentlich hinter der Allergie und wie kann man sich schützen?

Sonnenallergie ist eine Hautkrankheit mit vielen Gesichtern

Polymorphe Lichtdermatose – dieser Fachbegriff steckt in der Regel hinter der Sonnenallergie. Fast 90 Prozent der Betroffenen leiden an dieser vielgestaltigen Hautkrankheit. Verantwortlich für sie ist die UV-A-Strahlung, die uns auch braun werden lässt. Versagt bei hoher Strahlung der Schutzmechanismus unserer Haut, kann das Immunsystem überreagieren. Die Bläschen entstehen. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit hellerem Hauttyp sowie Kinder und Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren.

Mallorca-Akne: Sonderform der Sonnenallergie

Eine Sonderform der Lichtdermatose ist die Mallorca-Akne. Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich dabei um eine akneähnliche Erkrankung, von der besonders Menschen mit öliger, fettiger Haut betroffen sind. Sie entsteht durch die Interaktion der Talgdrüsen mit dem UV-Licht. Wer darunter leidet, sollte unbedingt darauf achten, Kosmetikprodukte mit möglichst wenig Fett zu verwenden. Ebenfalls von der Sonne ausgelöst werden können photoallergische Reaktionen. In diesem Fall gibt es Stoffe, die den Hautausschlag auslösen sollen. Besonders in Kombination mit den Inhaltsstoffen in Earl-Grey-Tee, Parfum, Antibiotika oder Johanniskraut-Arzneimitteln sollen sie die Haut irritieren. 

Schutz vor und Hilfe bei Sonnenallergie

Wenn eine Sonnenallergie erst einmal ausgebrochen ist, bieten kühle Hautgele oder -sprays eine erste Linderung der Symptome. Günstiger ist es, ein Handtuch in schwarzen Tee zu tunken und auf die Hitzepickel zu legen. Das hält die Haut feucht und kühl. Darüber hinaus sollte man sich unbedingt im Schatten aufhalten und in der Sonne auf Schutz, etwa einen Schirm, zurückgreifen. Besser ist es natürlich, es gar nicht erst zur Allergie kommen zu lassen. Die Haut sollte langsam an die Sonne gewöhnt werden. Zudem sollten Sonnencremes mit hohem UV-A- und UV-B-Schutz verwendet werden. Sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamin E und C in einigen Cremes bieten zusätzlichen Schutz: Die Antioxidantien in ihnen fangen die freien Radikale ab, die sich durch das UV-Licht in der Haut bilden und in Verdacht stehen, Sonnenallergien auszulösen.  Einige Sonnenhungrige schwören zudem auf Calcium: Brausetabletten oder täglich zwei Scheiben Edamer, Joghurt oder ein viertel Liter Milch versorgen Sonnenanbeter mit der ausreichenden Menge.

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