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Fitness-Armband-Test: Stiftung Warentest vergleicht

Ein Fitness-Armband verspricht digitalen Support beim regelmäßigen Workout. Doch was taugt das Gadget? Im Fitness-Armband-Test untersuchte Stiftung Warentest ein Dutzend der beliebten Fitnesstracker. Nur zwei der zwölf Armbänder konnten im Vergleich ein gutes Ergebnis erzielen.

07.01.2016 10:00 | 1:58 Min | © Stiftung Warentest

Das Fitness-Armband: Sinnvoll für Sporttreibende

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Der Fitness-Armband-Test von Stiftung Warentest vergleicht verschiedene Geräte. © Syda Productions - Fotolia

Das Fitness-Armband liegt im Trend. Allein für das Jahr 2015 rechneten Experten mit 46 Millionen Verkäufen. Grund genug für Stiftung Warentest zwölf Geräte von Herstellern wie Jawbone, Garmin und Co. in einem Fitness-Armband-Test genauer unter die Lupe zu nehmen. Die günstigsten Modelle starten mit einem Preis von etwa 25 Euro. Das teuerste Modell bringt es dagegen auf stolze 180 Euro.

Zur Grundausstattung aller zwölf Geräte im Test gehört die Errechnung des Kalorienverbrauchs mit Schrittzähler. Sechs Modelle punkten jedoch zusätzlich mit Herzfrequenzmessung – bei zwei Modellen mit, bei vier Modellen ohne Brustgurt. Die Herzfrequenzmessung ermöglicht es den Sportwilligen, zu trainieren, ohne sich zu überanstrengen. Geräte mit Pulsmessung integrierte Stiftung Warentest bei diesem Fitness-Armband-Test nicht. 

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Die meisten Geräte lassen sich durch ein Smartphone auslesen. © rasstock - Fotolia

Für die Auslesung der Daten ist bei allen Geräten ein Smartphone mit Bluetooth 4.0 nötig. Mit der App des jeweiligen Anbieters ausgestattet, können User die Daten, die das Fitness-Armband gesammelt hat, auswerten. Die Ergebnisse werden für den Kunden anschaulich optisch dargestellt. Die Betriebsdauer variiert stark: Während schwache Geräte nach zwei Tagen schlappmachen, müssen andere erst nach über dreißig Tagen wieder aufgeladen werden. Der Akku hält in der Regel aber länger als bei vielen Smartwatches.

Testsieger und großer Verlierer im Fitness-Armband-Test

Sowohl bei den Geräten mit als auch ohne Herzfrequenzmessung liegt der Hersteller Garmin vorne. Die Modelle „Garmin Vivosmart“ und „Garmin Vivofit“ überzeugen bei Stiftung Warentest mit guten Fitnessfunktionen und einem unkritischen Datensendeverhalten sowohl bei iOS als auch bei Android. Daneben punkten die Geräte mit einer hochwertigen Qualität bei den Materialien. Ganz anders als der große Verlierer im Fitness-Armband-Test: Die Fitness-Armbänder von Jawbone (UP2 & UP3) sind nach Angaben der Prüfer mit dem Weichmacher DEHP belastet. Die Schadstoffbelastung führte automatisch zu einer Abwertung der Geräte bei Stiftung Warentest, da die giftigen Inhaltsstoffe die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen können. Das ist besonders deshalb gefährlich, weil Sportler das Armband in der Regel rund um die Uhr tragen. Da ist es fast positiv zu werten, dass sich die Armbänder von Jawbone unfreiwillig öffnen. Das ernüchternde Ergebnis für die zwei Geräte der Marke Jawbone: mangelhaft.

Weitere Ergebnisse von Stiftung Warentest

Die Ergebnisse von Stiftung Warentest sind insgesamt durchwachsen. Im Fitness-Armband-Test konnten alle Geräte nur beim Laufen und Gehen aussagekräftige Ergebnisse liefern. Schon Alltagsbewegungen wie Staubsaugen oder das Abwischen eines Tisches können die Daten der Geräte stark verfälschen. Doch selbst andere sportliche Tätigkeiten wie Radfahren und Schwimmen konnten beim Fitness-Armband-Test von keinem Gerät richtig ausgelesen werden. Aus diesem Grund liegen den Kalorienverbrauchsmessungen nur sehr grobe Schätzungen zugrunde.

Auch bei der Messung der Herzfrequenz kam es laut Stiftung Warentest teilweise zu ungenauen Ergebnissen. Das war vor allem bei den vier Geräten der Fall, die über Sensoren am Handgelenk funktionieren. Die Geräte mit Brustgurt sind hingegen verlässlich. Allerdings ist der Gurt nur gegen einen Aufpreis erhältlich.

Nur mit Smartphone und App zu benutzen

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Viele Menschen motiviert das Tragen eines Fitness-Armbandes. © Pixabay

Lediglich sieben der von Stiftung Warentest untersuchten Modelle zeigen die Daten auf einem integrierten Display oder einer LED-Matrix an. Für genauere Auswertungen ist ein Smartphone wie zum Beispiel ein iPhone  unerlässlich. Bei fünf der Modelle lassen sich ohne Smartphone gar keine Daten ermitteln. Nutzer können das Fitness-Armband ohne Smartphone also nicht nutzen. Als bedenklich empfindet Stiftung Warentest zudem, dass der Datenschutz bei dem Gerät von Fitbit mangelhaft sei.

Laut Stiftung Warentest motivationsfördernd

Alles in allem sieht Stiftung Warentest jedoch durchaus die Vorteile der Fitnesstracker – auch wenn im Fitness-Armband-Test nicht alle gleich gut abschneiden konnten. Immerhin machen die Geräte durch Vibration  oder eine ähnliche Aufforderung auf einen Bewegungsmangel aufmerksam. So werden Sportmuffel – ganz unabhängig von den Funktionen der Geräte – in Bewegung gebracht. Das ist in jedem Fall ein positiver Effekt der Geräte.

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Die ausführlichen Ergebnisse zum Test sehen Sie  hier .

Weitere Tests von Stiftung Warentest finden Sie auf  www.test.de

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