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Blaumachen für die WM?

Jörg Klehr warnt: Wer für die Fußball-WM blaumacht oder seine Arbeit vernachlässigt, der riskiert seinen Job.

13.06.2014 10:00 | 6:42 Min | © Sat.1

Blaumachen für die WM?

Vier Jahre haben Fußballfans darauf gewartet. Jetzt dürfen sie wieder vier Wochen lang mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien mitfiebern. Laut einer Umfrage würde jeder Zehnte in Deutschland sogar blaumachen, um ja kein wichtiges WM-Spiel zu verpassen.

Damit sollte man allerdings vorsichtig sein, warnt Jörg Klehr, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Blaumacher müssen fürchten, im schlimmsten Fall sogar fristlos entlassen zu werden. Dann nämlich, wenn man unentschuldigt der Arbeit fern bleibt. Hat man jedoch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, ist der Arbeitgeber in der Pflicht, bei Verdacht ein Blaumachen stichhaltig nachzuweisen.

Livestream tabu, Radio ok

Kein Krankenschein, kein Urlaub - und jetzt? Wer auf die Idee kommt, sich das Spiel stattdessen per Livestream auf dem Arbeitscomputer anzuschauen, sollte diesen Gedanken gleich wieder verwerfen. „Das Schauen von Fußballspielen während der Arbeitszeit würde der Arbeitsleistung und Arbeitserfüllung entgegenstehen – und ist somit nicht erlaubt“, weiß Klehr. Anders ist es bei Liveübertragungen im Radio.

Grundsätzlich darf man die WM im Radio mitverfolgen – allerdings auch nur, solange es sich nicht störend auf die eigene Arbeit auswirkt oder eventuell Kunden oder Kollegen daran Anstoß nehmen.

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