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Kung Fu oder Fußball: Sepak Takraw

Wer glaubt, er hätte in Sachen Sport schon alles gesehen, der sollte unbedingt einmal nach Thailand reisen. Was dort auf zahlreichen Plätzen im ganzen Land gespielt wird, lässt einen die Luft anhalten: Sepak Takraw – ein Sport, der eine Mischung aus Fußball, Volleyball und Kampfsport zu sein scheint.

25.05.2012 18:00 | 9:38 Min | © SAT.1 Ratgeber

Sepak Takraw: ungemein beliebt in Asien

Sepak Takraw ist nach Thaiboxen die beliebteste Sportart in Asien, Thailänder sind die asiatischen Meister. Aus welchem Land der Sport allerdings genau stammt, ist nicht geklärt. Darüber streiten die Asiaten bis heute. Sicher ist jedoch, dass Sepak Takraw früher vor allem bei Tempelfesten gespielt wurde. Sepak Takraw bedeutet übersetzt „einen Rattanball treten“, entsprechend wurde das Spiel einst mit einem solchen Ball gespielt. Im 19. Jahrhundert begannen die Thais es auf Badmintonfeldern der britischen Kolonialherren auszutragen. Bis heute hat sich diese Tradition erhalten.

Der Ball beim Sepak Takraw

Ballgefühl ist Grundvoraussetzung beim Sepak Takraw. Der Ball ist sehr viel kleiner als ein Fußball und mittlerweile nicht mehr aus Rattan, sondern aus einem Kunststoffgeflecht. Das macht den Ball sehr elastisch. Der Umfang beträgt nur 43 Zentimeter, das Gewicht 180 Gramm.

Die Regeln beim Sepak Takraw

Die Regeln des Sepak Takraw ähneln den Volleyball-Regeln. Über das Badmintonfeld ist ein Netz gespannt, auf beiden Seiten stehen die Mannschaften. Jetzt wird der Ball mit den Füßen auf die gegnerische Seite gespielt. Wie beim Volleyball darf er auch beim Sepak Takraw im eigenen Feld nur drei Mal berührt werden, bevor der Ball übers Netz muss. Da die Hände den Ball nicht berühren dürfen, müssen die Beine enorm hoch geschleudert werden – ein eindrucksvolles Schauspiel, das auch nicht ganz ungefährlich ist. Prallt der Ball auf das gegnerische Feld, gibt es Punkte für die aufschlagende Mannschaft.

Der Aufschlag beim Sepak Takraw

Besonders spektakulär sieht beim Sepak Takraw schon der Aufschlag aus. Dazu muss der Spieler sein Bein in einer Kreisbewegung nach oben schwingen – und zwar bis in ein Spagat hinein. Natürlich muss er dabei auch noch den Ball treffen. Das verlangt viel Übung, doch wer es richtig beherrscht, dessen Aufschlag und Spielzüge können sich wahrlich sehen lassen.

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