Ratgeber

Meditatives Raja Yoga

Raja Yoga: Grundidee und Übungen

Beim Raja Yoga werden mit verschiedenen Übungen die geistigen Fähigkeiten des Menschen in den Vordergrund gerückt. Es geht darum, die Gedanken zu sammeln und durch tiefe Meditation zur Ruhe zu kommen und sich zu konzentrieren. Weitere Infos zur Definition und einige Übungen gibt's hier, im SAT.1 Ratgeber.

Raja Yoga: Definition

Raja kommt von Rajan, das soviel wie „König“ oder „Herrscher“ bedeutet. Dabei geht es darum, die Herrschaft über den Geist zu erlangen. Durch tiefe Meditation und Selbstbeobachtung lernen Sie individuelle Muster kennen – so erfahren Sie, was Sie einschränkt und was Sie wiederum stärkt. Ziel ist es, alle acht Glieder der zugrundeliegenden Philosophie zu durchlaufen.

Im ersten, dem Yamas, wird das Verhältnis zur Umwelt geklärt. Danach widmen Teilnehmer sich der eigenen Person (Niyamas), lernen eine gute Körperhaltung (Asanas), die Energiekontrolle (Pranayama), das Sich-nach-innen-Richten (Pratyahara) und üben sich schließlich in Konzentration (Dharana). Abgeschlossen wird der Prozess durch die Meditation (Dhyana) und einer anschließenden Verschmelzung (Samadhi), in der das Alltagsbewusstsein überwunden und in eine neue Dimension des Seins überführt wird.

Übungen für den Geist

Vegetarische Ernährung entspricht dem Lebensstil der meisten Yogis.
Vegetarische Ernährung entspricht dem Lebensstil der meisten Yogis. © pixabay

Raja Yoga basiert somit auf einem ganzheitlichen Konzept, bei dem es in großem Maße um die Ausbildung geistiger Fähigkeiten geht. Teilnehmer üben sich in geistiger und körperlicher Reinlichkeit und Askese. Dazu gehört zumeist auch der Verzicht auf Fleisch. Diese Maßnahme basiert auf dem Grundgedanken, dass Tiere Geschehnisse im Voraus spüren. Durch eine anstehende Schlachtung empfinden sie Todesangst, was wiederum Angst- und Stresshormone im Körper ausschüttet. Diese würden wiederum im Fleisch verbleiben und durch den Menschen aufgenommen – etwas, das Yogis verhindern wollen. Zu den weiteren Übungen gehören beispielsweise das Studium spiritueller und philosophischer Schriften.

Körperliche Übungen

Aber auch die körperliche Beherrschung soll erlernt werden. Diese basieren in großem Maße auf der Kontrolle des Atems . Über diesen Weg lernen Yogis die Kontrolle über ihren Geist zu erlangen und ihre inneren Kräfte zu stärken. Sie ziehen sich dabei in ihr Innerstes zurück und konzentrieren sich voll auf die Tätigkeit ihrer Lungen.

Dies führt über in die Meditation und Entspannung. Dabei wird zuerst die Aufmerksamkeit auf äußere Geräusche gerichtet und genau hingehört. Wie weit sind die akustischen Reize entfernt, wie sind sie beschaffen? Durch diese Übungen zieht sich der Yogi nach und nach in seinen „inneren Raum“ zurück und konzentriert sich auf die Geräusche, die der Körper von sich gibt, wie beispielsweise den eigenen Herzschlag. Darüber hinaus werden klassische Hatha Yoga-Übungen  praktiziert, um Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Fazit: Raja Yoga ist spirituell ausgerichtet. Es geht weniger um einzelne Übungen, die die Muskulatur stärken oder die Sehnen dehnen, sondern vielmehr darum, herauszufinden, wozu der Geist fähig ist. Daher sind Meditation und Selbstbeherrschung wesentliche Bestandteile der Lehre.

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