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Pellet- und Kaminöfen im Test

Rechtzeitig zum Beginn der kalten Jahreszeit hat die Stiftung Warentest Pellet- und Kaminöfen untersucht. Das Ergebnis enttäuschte: Nur sieben der 19 getesteten Heizgeräte bekamen die Note "Gut". Die restlichen Öfen ließen vor allem in Sachen Wirkungsgrad, Abgaswerte und Sicherheit zu wünschen übrig. Den ausführlichen Test gibt's hier.

17.12.2012 17:15 | 2:29 Min |

Gute Öfen haben ihren Preis 

Heizen mit Gas und Öl wird immer teurer. Eine Alternative, mit der sich einiges an Heizkosten sparen lässt, lautet: Heizöfen. Aber sind die wirklich eine gute Alternative? Stiftung Warentest hat 14 Kaminöfen und fünf Pelletöfen - mit und ohne Wasseranschluss - in einer Preisspanne von 200 bis 9.000 Euro bei ihrer Untersuchung unter die Lupe genommen. Das Testurteil war mehr als ernüchternd. Nur die drei teuersten Pelletöfen mit Wasseranschluss (der Calimax Twist 06, Westfeuer Puebla Aqua, Wodtke BM 01), die bei Bedarf auch an ein bereits vorhandenes Heizsystem angeschlossen werden können, erreichten Wirkungsgrade, die mit Öl- und Gaskesseln vergleichbar und damit sehr energieeffizient sind. Alle anderen Öfen heizten relativ viel Energie zum Schornstein hinaus. Vor allem die preisgünstigeren Modelle fielen zudem durch eine schlechte Verarbeitung und durchweg schlechte Abgaswerte auf.

Test zeigt: Pelletöfen vielfach besser als Kaminöfen

Vor allem die Kaminöfen versagten auf ganzer Linie. Nur zwei der 14 getesten Heizgeräte (auch hier handelt es sich um die beiden teuersten Geräte der Kategorie "Kaminofen"), der Hark 44 GT ECOplus und der Hase Jena, bekamen die Note "Gut". Bei zwei Kaminöfen hingegen reichte es nur zu einem "mangelhaft": Beim Thermia Fuego V1 bemängelten die Tester die schlechten Abgaswerte, der Justus Alamo wies dagegen enorme Mängel bei der Brandsicherheit auf.

Eine gute Alternative zu Gas und Öl stellen Pelletöfen dar. Sowohl bei der Wärmeabgabe als auch in den Kategorien Abgaswerte und Energieeffizienz waren sie den Kaminöfen deutlich überlegen.

Welcher Ofen für wen?

Vor dem Kauf eines Kaminofens sollte man sich vergewissern, das man auch über genügend Brennholzquellen und trockene Lagerungsmöglichkeiten verfügt. Enthält das Feuerholz mehr als 15 Prozent Feuchtigkeit, verschlechtern sich die Abgaswerte deutlich.

Bei den Pelletöfen lässt sich die Wärmeabgabe durch die bessere Dosierungsmöglichkeit der kleinen Pillen gut regulieren - allerdings muss man hier auf das romantische Knistern der Holzscheite und auf das angenehme Holzaroma verzichten.

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Alle Ergebnisse:  Öfen im Test

Weitere Tests von Stiftung Warentest gibt es auf  www.test.de

      

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