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Stiftung Warentest: Action-Camcorder

Surfen, tauchen, klettern, Fallschirmspringen - viele Adrenalin-Junkies halten ihre sportlichen Höchstleistungen in einem Video fest und stellen es ins Internet. Für solche privaten Actionfilme gibt es kleine, robuste Camcorder, die an Helm, Fahrrad, Surfboard etc. befestigt werden. Die unabhängige Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat 14 solcher Action-Cams getestet. Das Fazit: Bild- und Tonqualität sind oft nur mittelmäßig, dafür liefern die Minikameras viel Live-Atmosphäre und spektakuläre Aufnahmen.

29.10.2013 09:00 | 2:13 Min |

Action-Camcorder: Schwächen bei Ton und Monitor

Ob an Helm, Fahrrad oder Surfboard - die kleinen, zwischen 70 und 230 Gramm leichten  Action-Kameras lassen sich nahezu überall befestigen und liefern hautnahe Videos aus der Sicht des Adrenalin-Junkies. Die Bildqualität allerdings – anders als von manchen Herstellern beworben – ist mit einem gewöhnlichen Camcorder nicht zu vergleichen. Die Videos sind verwackelt (nur etwa jede zweite Action-Cam ist mit einem Bildstabilisator ausgestattet), die Objektive mit starkem Weitwinkel verzerren das Bild, bei schlechten Lichtverhältnissen ‚rauschen‘ die Videos. „Wofür Action-Cams nicht geeignet sind, sind hochwertige Videoaufnahmen und erst recht sind sie nicht für Audioaufnahmen geeignet“, sagt Markus Bautsch von Stiftung Warentest.

Eine weitere Schwäche vieler Actioncams ist der fehlende Monitor. Eine Bildkontrolle ist vielfach nur über ein Smartphone möglich, das den Videostream per WLan empfängt. 4 der von Stiftung Warentest getesteten Modelle verfügen allerdings weder über einen Monitor noch über WLan – hier zeigt sich erst Zuhause, ob die Videos was geworden sind.

Dennoch: Die Action-Cams ermöglichen spektakuläre Aufnahmen und das Gefühl, tatsächlich mittendrin statt nur dabei zu sein.

Stiftung Warentest vergibt nur Befriedigend als Höchstnote

Für die 14 getesteten Action-Cams gab es von der Stiftung Warentest lediglich ein ‚Befriedigend‘ als Höchstnote. Schuld an dem schlechten Ergebnis waren vor allem zwei Mängel: die Tonqualität und die komplizierte Handhabung.

Am besten von allen schnitten die Modelle Drift Innovation HD Ghost (350 Euro, Note: 3,1) Panasonic HX-A 100 (243 Euro, Note: 3,1) und Rollei Bullet 5AS (335 Euro, Note: 3,2) ab.

Die von vielen Fachmagazinen gefeierten GoPro Hero3 Black-, Silver- und White-Edition bekamen von der Stiftung Warentest lediglich allesamt die Gesamtnote 3,3 und schafften es damit mur auf die Plätze 4, 5 und 6.

Schlusslicht im Action-Cam-Test der Stiftung Warentest bildet die Oregon Scientific A TC Chameleon (199 Euro, Note: 4,3). Sie lieferte die schlechteste Videoqualität von allen getesteten Kameras. Außerdem fehlen Internetzugang und Monitor. Eine Fotofunktion gibt es hier ebenfalls nicht.

Alle Ergebnisse zu dem Test gibt es hier .

Weitere Tests von Stiftung Warentest finden Sie auf:  www.test.de .

                 

    

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