Gartengestaltung


Sträucher und Bäume schneiden

Gartengestaltung
6:04 / 07.12.2012 17:15 , © SAT.1

Ratgeber

Garten-Experte Walter Löffler zeigt, wie man Bäume und Sträucher schneidet, damit sie im nächsten Jahr gesund sprießen können.

Damit Sträucher und Bäume mehr Kraft bekommen und dichter wachsen, empfiehlt es sich, einmal im Jahr einen sogenannten "Winterschnitt" zu machen. Die beste Zeit dafür ist zwischen Anfang Dezember und Mitte März - die Pflanzen vertragen das Ausdünnen jetzt besonders gut und die Gefahr ist gering, dass man Vögel und andere Tiere, die sich in den Sträuchern und Bäumen eingenistet haben, stört.

Was beim Schneiden von Sträuchern und Bäumen noch zu beachten ist, verrät der Sat.1-Garten-Experte Walter Löffler.

Sträucher schneiden - so geht's

Beim Stutzen der Gartensträucher sollte man nicht wie die Axt im Walde vorgehen und einfach mit der elektrischen Heckenschere draufhalten. Denn nicht jeder Strauch verträgt so einen Radikalschnitt wie etwa die klassische Thuja-Hecke. Hecken, die sich zum Beispiel aus verschiedenen Sträuchern zusammensetzen, sollten besser nur von innen und möglichst an der Basis beginnend, also in Bodennähe, geschnitten werden, rät der Fachmann. Kürzt man die Hecke nur von oben, besteht die Gefahr, dass sie unten zu dicht wächst und immer weniger Licht und Sauerstoff durch die Hecke dringen kann. Die Folge: Die Sträucher gehen kaputt.

Für den sogenannten Verjüngungsschnitt, der den Strauch gesund hält und verhindert, dass unschöne Löcher in der Hecke entstehen, werden alle toten Äste mit einer Gartenschere oder einer Handsäge abgeschnitten. Auch Äste, die zu eng stehen und aneinander reiben könnten, sollten beim Ausdünnen der Sträucher gekürzt werden. Die Äste könnten sich sonst bei starkem Wind gegenseitig an der Rinde verletzen, was vor allem bei nassem Wetter schädlichen Pilzbefall fördert.

So ein Verjüngungsschnitt sollte etwa alle zwei bis drei Jahre gemacht werden, damit die Sträucher optimal gepflegt sind und gesund wachsen können.

Verjüngungsschnitt bei Bäumen

Wie bei den Sträuchern gilt auch beim Baumschnitt: Störende Äste, die zu weit in den Garten ragen, sollten möglichst nah am Stamm abgeschnitten werden. Auch hier wird der Baum mit einer Astschere oder einer Säge zunächst von allem toten Geäst befreit. Die anderen Äste werden dann um etwa ein Drittel gestutzt. Bei Obstbäumen ist jedoch Vorsicht angesagt: Das sogenannte "Fruchtholz", also Äste, die später Früchte tragen, sollte stehen gelassen und nicht abgeschnitten werden.

Damit der Baum vor Fäulnis und Pilzbefall geschützt ist, werden die Schnittwunden abschließend noch versiegelt. Entsprechende Pasten sind in Gärtnereien und Baumärkten erhältlich.

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