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Aus diesem unfassbaren Grund wanderte eine Frau in den Knast

Um hinter schwedischen Gardinen zu landen, muss man es sich schon ziemlich mit dem Gesetz verscherzen. In diesem Fall wanderte eine Frau jedoch wegen einer Ordnungswidrigkeit ins Gefängnis, die für viele nicht mehr als ein Kavaliersdelikt darstellen dürfte.

06.04.2016 10:00 | 3:28 Min | © Sat.1

Plötzlich stand die Polizei da

Sieglinde Baumert aus dem thüringischen Geisa bestückte gerade an ihrem Arbeitsplatz, einem Metallbetrieb, einige Platinen, als der überraschende Anruf kam. Sie solle sich sofort ins Hauptgebäude begeben. Dort angekommen warteten bereits zwei Polizisten und ein Gerichtsvollzieher auf die gelernte Krippenerzieherin. Der Grund für den unerwarteten Besuch: Nicht gezahlte GEZ-Gebühren.

Sechsmonatige Haftstrafe

Der Gerichtsvollzieher forderte eine Vermögensauskunft von Baumert, doch die wollte sich partout nicht kooperativ zeigen. Und das blieb nicht ohne Folgen: Die 46-jährige Frau wurde festgenommen und sitzt seitdem im Frauengefängnis der JVA Chemnitz in Erzwingungshaft, wo sie insgesamt sechs Monate absitzen muss.

Eine Frage des Prinzips

Für Baumert geht es bei der ganzen Angelegenheit nicht um Kosten, die sie sich nicht leisten kann, sondern ums Prinzip. „Mit meiner Unterschrift würde ich die Rechtmäßigkeit der Zwangsgebühren bestätigen. Das will ich nicht. Ich kann nicht verantworten, dass ich diesen Rundfunk mitfinanziere”, erklärte die GEZ-Verweigerin ihre Haltung der Zeitung „Die Welt”. Und offensichtlich steht sie mit ihrer Meinung nicht alleine da. Im Gefängnis hat Baumert von Unterstützern schon zahlreichen Zuspruch per Post erhalten.

Angeber-Fact: Die GEZ ist zwar verhasst, aber dennoch sehr erfolgreich. Die Gebühreneinzugszentrale für öffentlich-rechtliche Sender konnte im vergangenen Jahr über fünf Milliarden Euro einnehmen.

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