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Erster Laden fordert Eintrittsgebühr fürs Bummeln

Rein gehen, umschauen, und wieder raus: Eine Shopping-Tour kann auch dann Spaß machen, wenn es am Ende nur beim Gucken bleiben. Der eigene Geldbeutel freut sich dabei am meisten, nicht jedoch die Kasse der Einzelhändler. Ein Geschäftsmann aus Essen kam deshalb auf eine ungewöhnliche Idee.

07.04.2016 10:00 | 4:35 Min |

Kostenlose Dienstleistung für Bummler

Für Michael Pütz ist das eigene Geschäft manchmal richtig frustrierend: Bis zu 50 Kunden betreten an einem Tag seinen Laden „ideenreich“ in der Essener Kapuzinergasse, um kurze Zeit wieder zu verschwinden – und das größtenteils ohne einen Cent dazulassen. Das ist unfair, meint Pütz, schließlich berät er die Menschen und teilt seine wertvolle Expertise. Eine Dienstleistung, die doch eigentlich auch honoriert werden müsste. Und genau das fordert Pütz nun auch ein.

Du kommst hier nicht rein – zumindest nicht umsonst

Um auch die Bummler zur Kasse zu bitten, führte Pütz jetzt eine Eintrittsgebühr ein. „Nur bummeln kostet ab sofort 2 Euro pro Person, natürlich werden diese mit ihrem Einkauf verrechnet!“, heißt es auf einem Zettel, den er an seine Ladentür klebte. Die geforderte Abgabe ist für Pütz eine Notwendigkeit, denn hohe Miete und fehlende Kaufkraft könnten ihn in naher Zukunft zur Schließung seines Geschäfts zwingen.

Gespaltene Reaktion auf Eintrittsgebühr

Nachdem Pütz ein Foto seines Infozettels auf Facebook gepostet hatte, dauerte es nicht lange, bis die ersten negativen Kommentare folgten. Mit Sätzen wie „Du hast sie nicht mehr alle“ oder „Absolut schlechte Idee“ machten einige User klar, was sie von Pütz‘ Eintrittsgebühr halten. Der Geschäftsmann erhielt aber auch Zuspruch. Im Gespräch zeigten sich viele Kunden verständnisvoll. „Wenn man mit den Menschen redet und ihnen erklärt, warum das notwendig ist, verstehen sie das auch“, zitiert „RP Online“ den Ladenbetreiber. Noch läuft das Geschäftsmodell nur als Test. Aber wer weiß, vielleicht werden schon bald die Großen nachziehen und ebenfalls an der Tür Eintritt fordern.

Angeber-Fact: Ohne Ziel durch Geschäfte bummeln und eventuell spontan etwas eintüten: Nur 3,46 Prozent der im Rahmen einer Studie befragten Personen gaben an, dass diese Aussage voll und ganz ihrem Shopping-Profil entspricht.

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