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Mit diesem provokanten Plakat sucht eine Metzgerei neue Azubis

Diese Metzgerei in Laufen am Neckar hat ein sexy Fleischerei-Fachverkäuferinnen-Experiment am Start...

27.04.2016 10:00 | 3:36 Min | © Sat.1

Auf der Suche nach Frischfleisch

Auf den ersten Blick sieht das Plakat, das Metzgerin Annette Kopf in den Händen hält, wie eine Werbeanzeige für Bikinis aus. Das zumindest lässt die abgebildete Blondine vermuten, die auf dem Bild in Badebekleidung vor der Kamera posiert. Erst bei näherem Hinsehen wird klar, was es mit dem Foto auf sich hat. Die leicht bekleidete Dame trägt ein Stück Fleisch auf der Schulter. Daneben ein Gesuch und die Worte: „Wenn Sie diese Voraussetzungen mitbringen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung als Fleischereifachverkäufer/in“.

Keiner will die Stelle haben

„Wir wollten einfach mal was Knackiges machen“, begründet die 43-Jährige die außergewöhnliche Motivwahl. Die Idee zum Plakat ist letztendlich aber aus der Not heraus entstanden. „Bestimmt zwei Jahre“ sagt Annette Kopf, sei sie bereits auf der Suche nach einem/einer angehenden Fleischereifachverkäufer/in. Zwar habe sie in der Vergangenheit schon Azubis eingestellt, doch die wurden durch die körperliche und teils schmutzige Arbeit abgeschreckt und warfen nach wenigen Wochen wieder hin.

Geteilte Meinung zum Bikini-Plakat

„Also ich finde es total daneben“, schimpft eine Userin unter einer Abbildung des Plakates, das Annette Kopf auf Facebook geteilt hat. Anders scheint die Meinung bei der Männerwelt zu sein: „Gebt bitte Bescheid, wenn im Bikini verkauft wird. Dann mach ich gern wieder einen Umweg zum Einkaufen“ oder „Ich nehm' 500g von dem Fleisch unter dem Schinken“ ist beispielsweise im Kommentarbereich zu lesen. Am Ende könnte Kopfs Stellenausschreibung nach hinten losgehen. Denn wer solche Kunden bedienen muss, wird es sich mit einer Bewerbung wohl zweimal überlegen.

Angeber-Fact: Nicht nur Annette Kopf beklagt mangelndes Interesse an der Branche – das Problem ist deutschlandweit bekannt. Wie ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit erklärte, ist die Zahl der Auszubildenden seit 2010 um mehr als ein Drittel zurückgegangen.

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