Neue Lösungen im Bereich Drucken - was wird bald möglich sein?

Kabelloses Drucken per Bluetooth, immer schnellere und leistungsfähigere Tintenstrahldrucker – was gestern noch als neuester Trend galt, ist heute bereits Standard. Mit fortschreitender Digitalisierung entwickelt sich auch der Druckbereich immer weiter. Auf der einen Seite wird Drucken durch die 3D-Drucker immer mehr zu einer Art Produktionsmethode für allerlei Güter - auf der anderen Seite verändern sich jedoch auch die herkömmlichen Drucker für das Bedrucken von Papier. Doch welche Änderungen sind dabei eher unter dem Motto „technische Spielerei“ einzuordnen und welche sorgen für tiefgreifende Änderungen in der Nutzung von Druckern? In diesem Artikel soll ein kleiner Überblick geboten werden, damit potenzielle Nutzer eine Kauforientierung haben.

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Auch Drucker entwickeln sich weiter - und die Zukunft hält große Möglichkeiten bereit. © Pixabay

Druckerkontrolle per Cloud

Digitalisierung bedeutet, dass elektronische Datenverarbeitung für zunehmend mehr Prozesse eine Rolle spielt. Die Kontrolle einzelner Produktionsschritte durch RFID ist nur ein Beispiel.

Heute bietet sich aber auch die Möglichkeit, durch die Digitalisierung ein effizientes und kostengünstiges Management der Verbrauchsmaterialien für Drucker zu erreichen. Tinte und Toner sind zwei der wichtigen Komponenten, deren Fehlen unternehmerische Prozesse erschweren kann.

Über die Einbindung der Geräte in die „Cloud“ lässt sich dieses Ziel erreichen. Einige Anbieter haben diese Lücke erkannt und ein Full-Service-Angebot entwickelt.

Hierbei wird der Drucker über ein WLAN-Modul in die Cloud angebunden und liefert Daten für die Auswertung der aktuellen Bestandswerte. Entsprechend der für jedes Gerät individuell einstellbaren Rahmendaten wird entsprechend Verbrauchsmaterial nachbestellt. Die Kriterien für die Bestellung neuer Tinte lassen sich dabei individuell festlegen und können von Gerät zu Gerät im Unternehmen variieren.

Der Vorteil: Es ist immer Tinte und Toner dann verfügbar, wenn benötigt. Und dem Unternehmen entstehen keine zusätzlichen Kosten durch die Anschaffung bzw. Lagerung größerer Bestände vor Ort. Darüber hinaus lassen sich jederzeit Daten über die Nutzungsintensität einzelner Geräte und eventuelle Wartungsschritte erzeugen.

Die Vorteile einer solchen Lösung im Überblick:

  • Geringe Kosten für die Gerätekontrolle
  • Keine Engpässe mehr bei Tinte oder Toner
  • Sofortige Nachbestellung fehlender Utensilien
  • Leichte Auswertung der Druckernutzung
  • Durch die automatisierte Bestellung lassen sich Rabatte realisieren

Drucker als digitale Assistenten - nur Zukunftsmusik?

Immer mehr Dokumente liegen nur in digitaler Form vor. Für die Hersteller der Drucker ist dieser Trend eine Herausforderung. Und es muss nach neuen Wegen gesucht werden, das Produkt als solches konkurrenzfähig zu halten - und den Grundfunktionen treu zu bleiben.

Vor diesem Hintergrund ist es schwierig, zukünftige Trends zu erkennen. Der 3-D-Druck ist wahrscheinlich eine bahnbrechende Erfindung vergangener Jahre. Was werden Drucker in 5 Jahren oder 10 Jahre können? Gerade die zunehmende Entwicklung der KI bietet hier sicher Potenzial. Vielleicht wird künstliche Intelligenz im Drucker irgendwann den gesamten Prozess – von der Auswahl der richtigen Qualität bis zum Drucken von Briefkuverts übernehmen.

Oder Drucker werden in Zukunft mit intelligentem Dokumentenmanagement versehen – und sind dann vollwertige Assistenzsysteme. Aktuell steht eines sehr stark im Vordergrund: Die mobile Nutzung der Geräte. Dies bedeutet einerseits, dass Dokumente unterwegs an den Drucker im Büro geschickt werden. Aufgrund der starken Verbreitung der Smartphones – die 44 Mio. Deutsche nutzen - in der Bevölkerung (Quelle: BITKOM ) sicher verständlich. Auf der anderen Seite steigt die Nachfrage nach handlichen Geräten, die nicht größer als eine PC-Maus sind und damit in jede Tasche passen.

Multifunktion: Scannen, Drucken und Finishing

Durch das elektronische Datenmanagement wird es für die Hersteller der Tinten- und Laserdrucker immer schwieriger, ihre Position am Markt zu behaupten. Im Sektor der privaten Haushalte macht sich diese Entwicklung weniger stark bemerkbar, da Haushalte auch in Zukunft auf einen stationären Drucker setzen werden .

Im Unternehmensbereich sieht die Situation anders aus. Hier steht für die Firmen immer die Option einer Kostenminimierung im Vordergrund. Daher sind digitale Managementsysteme für Dokumente ab einer gewissen Unternehmensgröße interessant. Druckerhersteller versuchen, hier mit dem Bündeln mehrerer Funktionen in einem Gerät gegenzusteuern.

Beispiel: Viele moderne Laserdrucker sind heute 3 in 1 Geräte, die:

  • Scannen
  • Drucken
  • kopieren.

Sofern der Drucker auch als Faxgerät verwendet werden kann, wird vom 4 in 1 Gerät gesprochen. Diese Funktionalität hat sich in letzter Zeit erweitert – um sogenannte Finisher.

Damit ist es möglich, Dokumente direkt nach dem Druck zu bearbeiten – etwa in Bezug auf das Lochen und Heften.

Tipp: In gewissen Situationen kann auch eine Kombination aus Drucker, Scanner und Schneideplotter sehr interessant sein. Auf diese Weise lassen sich wunderschöne 3D- Bildschnitte erzeugen. Zahlreiche Unternehmen im Bereich Ingenieurwesen kommen um Plotter sowieso nicht herum.

Zukunftstrends: Mobile Drucker und Papier löschen

Drucker sind bisher vor allen Dingen eines – ans Büro oder Arbeitszimmer gebunden. Beispiel Laserdrucker: Je nach Gerätetyp sind die Drucker schnell 40 cm x 40 cm x 40 cm groß. Und passen damit natürlich in keine Tasche oder ins Gepäck für eine Geschäftsreise.

Wer unterwegs Dokumente drucken will, muss Kompromisse eingehen. Aber: Entwickler arbeiten daran, mobile Drucker zu entwickeln, die sprichwörtlich in die Hosentasche passen. Erste Entwürfe für entsprechende Geräte von der Größe einer PC-Maus liegen vor. Die Serienreife ist allerdings noch nicht erreicht.

Eine weitere Entwicklung, die in Zukunft für weniger Papiermüll sorgen kann, sind sogenannte Re-Use-Toner. Hierbei handelt es sich um ein besonderes Verfahren bzw. einen besonderen Toner. Unter Hitzeeinwirkung ist es möglich, eine bereits bedruckte Seite zu löschen und diese anschließend wieder zu beschreiben. Bleibt abzuwarten, wann dieses Konzept tatsächlich serienreif ist und wie oft sich das Papier wiederverwenden lässt.

Fazit: Die Digitalisierung macht vor Druckern nicht halt

In den letzten Jahren hat sich gerade im Bereich der digitalen Medien und im IT-Segment sehr viel verändert. Zunehmend mehr Prozesse verlagern sich in die Cloud und immer mehr Dokumente werden elektronisch verwaltet. Diese Trends wirken sich nachhaltig auf die Druckerhersteller und deren Geräte/Entwicklungen aus. Wer konkurrenz- und wettbewerbsfähig bleiben will, muss neue Funktionen erarbeiten und mit den Trends Schritt halten. Auf der anderen Seite bietet die Digitalisierung zum Beispiel beim Management der Verbrauchsmaterialien viele interessante Ansätze, die gerade in Unternehmen dafür sorgen, dass die Kosten sinken können.

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