Trends

Der große MPU Ratgeber – alles Wissenswerte auf einen Blick!

Zu schnell gefahren, Alkohol / Drogen am Steuer oder mit dem Auto einen größeren Unfall gehabt? Es gibt viele Gründe, warum die Führerscheinstelle eine MPU anordnen kann. MPU ist die Kurzform für Medizinisch-Psychologische Untersuchung und im Rahmen dieser soll festgestellt werden, ob eine Person in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen. Die MPU ist dabei nicht nur relativ kostenintensiv, sie entscheidet auch darüber, ob man seinen Führerschein nach einem Verstoß überhaupt zurückbekommt.

geld-fragezeichen
© Pixabay

Ein positives Testergebnis bei der MPU ist also für die meisten Menschen extrem wichtig. Um den Test aber zu bestehen, ist eine intensive Vorbereitung nötig! Nur die wenigsten Personen bestehen die Untersuchung, wenn sie ganz ohne Vorbereitung an´s Werk gehen!

Wir erklären alles Wissenswerte rund um die MPU und geben einige Tipps, wie diese bestanden werden kann!

Was genau ist eine MPU, was kostet sie und wer führt sie durch?

Wie erwähnt ist die MPU eine medizinische Untersuchung bzw. ein psychologisches Gutachten, mit dem die Fahrleistung einer Person begutachtet wird. Die Untersuchung kann dabei in allen staatlich anerkannten Gutachtungsstellen durchgeführt werden.

Die Kosten für die Untersuchung sind gesetzlich geregelt und hängen von der Schwere des Vergehens ab. Eventuelle weitere Kosten für Screenings müssen ebenfalls selbst getragen werden. Die Kosten erhöhen sich nochmals, wenn mehrere Vergehen miteinander verbunden sind.

In Deutschland gibt es die MPU, die im Volksmund auch als Idiotentest bezeichnet wird, bereits seit dem Jahr 1954. Die Untersuchung zielt im Endeffekt darauf ab, die deutschen Straßen sicherer zu machen. Im europäischen Vergleich zur Vermeidung von Unfallopfern, Getöteten oder Verletzen im Straßenverkehr, hat sich die MPU zu einem sehr wichtigen Instrument entwickelt.

Die MPU ist also keine Schikane, sie ist sinnvoll und rettet Leben!

doctor-sign
© Pixabay

Wie funktioniert die MPU?

Die Untersuchung besteht aus drei Teilen, von denen einer die körperliche Untersuchung, der Zweite eine Leistungsdiagnostik und der dritte Teil das psychologische Gespräch sind.  

Medizinischer Teil

Im medizinischen Teil der Untersuchung wird die Person auf Erkrankungen untersucht sowie auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch geprüft. Der Arzt befragt den Patienten hierbei nach seiner Vorgeschichte und wird höchstwahrscheinlich auch auf labormedizinische Verfahren zurückgreifen.

Dies bedeutet, dass der Arzt bei Verdacht beispielsweise Blut abnehmen oder Urin- und Haarproben nehmen wird. Durch diese Maßnahmen können Alkohol - und Drogenmissbrauch nachgewiesen werden. Teilweise lassen sich so auch Missbräuche nachweisen, die Monate zurückliegen.

Psychologischer Teil

Im psychologischen Teil werden früheres Fahr- und Fehlverhalten begutachtet, ebenso werden Fragen gestellt, wie es zu dem aktuellen Fehlverhalten kam und wie die Person sich in Zukunft verhalten möchte.

Das komplette Gespräch wird aufgezeichnet und innerhalb der Unterhaltung wird ein relativ großer Fragenkatalog abgearbeitet. Die Fragen variieren hierbei meist mit dem zugrunde liegenden Delikt.

In der Untersuchung wird die komplette Persönlichkeitsstruktur betrachtet, es reicht also bei weitem nicht, nur zu sagen, dass die Tat bereut wird und man sich zukünftig besser verhalten möchte.

Leistungsdiagnostik
In der Leistungsdiagnostik wird ein standardisierter Reaktionstest durchgeführt, bei welchem unter anderem die Reaktionsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und die Konzentration getestet werden. Auch diese Tests variieren wieder mit dem zugrunde liegenden Fehlverhalten.

Zusätzlich zu diesen Tests kann auch eine Überprüfung beim praktischen Fahrverhalten stattfinden.

Um die MPU zu bestehen, müssen in allen Teilen positive Ergebnisse erreicht werden!

Wie man sich auf die MPU am besten vorbereitet!

Eine gute Vorbereitung ist für das Bestehen der MPU Pflicht! Da wie erwähnt alle Teile von Bedeutung sind, sollte auch für alle Bereiche eine Vorbereitung stattfinden.

Für die laboratorischen Untersuchungen sollte in jedem Fall umgehend auf Drogen und Alkohol verzichtet werden, da diese wie gesagt, über einen längeren Zeitrum im Blut, im Urin oder in den Haaren nachweisbar sind.

Ankreuzfragen und Stifte
© Pixabay

Für die psychologische Untersuchung sollte man sich Unterstützung suchen, um sich ideal auf die Fragen vorbereiten zu können. Mittlerweile gibt es mehrere Dienstleister und Psychologen, die sich auf MPU-Befragungen spezialisiert haben und die Personen gut vorbereiten können. Ebenso gibt es im Internet Fragenkataloge mit möglichen Fragen. Die Fragen zu kennen ist zwar ein Vorteil, aber das alleine ist noch keine Erfolgsgarantie. Die Fragen müssen selbstverständlich auch entsprechend beantwortet werden.

Auch die Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit und die Konzentration können verbessert werden. Mit verschiedenen Übungen und einer Steigerung der körperlichen Fitness kann man sich in allen Punkten verbessern und die Chancen erhöhen, den Test zu bestehen.

Vorsicht vor Betrügern

Viele Menschen wünschen sich nichts sehnlicher als ihren Führerschein zurück, wenn sie diesen verloren haben. Das haben auch einige „schwarze Schafe“ erkannt und bieten Kurse an, mit denen der Test 100%-ig bestanden werden kann. Diese Kurse bringen jedoch häufig nur Geld in die Kassen der Anbieter und für den MPU-ler leider wenig. Eine Erfolgsgarantie kann ohnehin niemand geben!

Bei sehr teuren Anbietern oder wenn ein Erfolg garantiert wird, sollte man deshalb immer vorsichtig sein. Stattdessen sollte man sich lieber an zertifizierte Anbieter wie beispielsweise den TÜV Süd halten.

Auch ausgebildete Psychologen sind in der Regel gute Ansprechpartner, die bei der Vorbereitung sehr gut unterstützen können.

Nur Mut!

Die Durchfallquote bei der MPU liegt etwa bei 35%. Die meisten durchgefallenen Personen sind jedoch ohne Vorbereitung bei den Tests erschienen oder aufgrund der körperlichen Untersuchung durchgefallen. Wird beispielsweise ein fortgeführter Missbrauch von Alkohol oder Drogen nachgewiesen, stehen die Chancen sehr schlecht! Manche Menschen sollten eben auch besser nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

Wenn die körperlichen Untersuchungen aber in Ordnung sind und man sich ausgiebig auf die psychologische und leistungsbezogene Untersuchung vorbereitet hat, ist ein Bestehen der Prüfung relativ wahrscheinlich!

Mehr aktuelle Trends

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentare

Fan werden