Peinlich, peinlich

Edward Snowden blamiert den IS

25.01.2016 16:37 Uhr
Edward Snowden blamiert den IS
Edward Snowden blamiert den IS © dpa

Der sogenannte IS setzt sich für seine Ziele nicht nur mit brutaler Gewalt, sondern auch mit jeder Menge Propaganda im Netz ein. Dabei ist den Terroristen jetzt aber ein peinlicher Fehler unterlaufen. Niemand Geringeres als Whistleblower Edward Snowden führte die Islamisten nun auf Twitter vor.

Geheime Botschaft entpuppt sich als Fake

Im Netz kursierte kürzlich wieder ein Clip des sogenannten IS. Das Video markierten die selbsternannten Gotteskrieger als "PGP message": eine verschlüsselte Botschaft, die westliche Geheimdienste in der Regel nicht entziffern können. Doch tatsächlich entpuppte sich die vermeintliche Geheimnachricht als Luftnummer. Die Urheber sind keineswegs Verschlüsselungs-Cracks, sondern offenbar nur Stümper.

Edward Snowden entlarvt IS

Laien wären womöglich auf den vermeintlich geheimen Code hereingefallen, doch zum Pech der Terroristen schaute sich auch Edward Snowden die Botschaft an und entdeckte ein entscheidendes Detail: Programmierer nutzen normalerweise für verschlüsselte Nachrichten das Hexadezimalsystem: Zahlen von 0 bis 9 und Buchstaben von A bis F. In der vermeintlichen Message des IS entdeckte der ehemalige NSA-Mitarbeiter jedoch den Buchstaben H – ein grober Fehler. Der US-Amerikaner konnte diese Botschaft nicht für sich behalten und teilte einen Screenshot von seiner Entdeckung auf Twitter.

Entwarnung?

Nur weil Edward Snowden den Islamisten in diesem Fall Stümperei nachweisen konnte, heißt es nicht, dass sie gar nicht auf die korrekte Verschlüsselung von Daten und Botschaften zurückgreifen. In diesem Fall handelte es sich aber augenscheinlich nur um eine misslungene Einschüchterungstaktik.

Angeber-Fact: Nicht nur Terroristen verschlüsseln ihre Daten – oder versuchen dies zumindest. Auch beim Online-Banking oder Versand von WhatsApp-Nachrichten kommt die Verschlüsselung zum Einsatz.

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