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Bahnstreik: Welche Rechte haben Reisende?

Pendler schlagen verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft schon wieder zum Bahnstreik auf! Was nun? Jetzt sind starke Nerven gefragt – und die richtigen Tipps für den Notfall.

05.05.2015 22:20 | 5:27 Min | © Sat.1

#Ticketrückgabe

Der Zug soll erst in einigen Stunden fahren und schon jetzt droht eine Verspätung von über 60 Minuten? Dann ab zum Schalter oder ans Telefon und die Fahrt stornieren! Gebt ihr euer Ticket vorzeitig zurück, wird der komplette Betrag erstattet.

#Auf einen anderen Zug ausweichen

Seid ihr zeitlich flexibel, könnt ihr auch eine andere Verbindung oder Strecke wählen. Denn trotz des Streiks fahren immer noch Ersatzzüge, allerdings nur selten und oftmals nur mit enormer Verspätung. Ein kleiner Wermutstropfen: Fährt kurze Zeit später ein ICE, dürft ihr einfach einsteigen! Selbst mit einem Sparticket kann die Bahn dafür keinen Aufpreis nehmen.

#Ab 60 Minuten Verspätung: Erstattung des Fahrpreises

Ihr lasst es drauf ankommen und wollt den Bahnstreik aussitzen? Ab 60 Minuten Verspätung bekommt ihr 25 Prozent des Fahrtpreises erstattet. Ab zwei Stunden gibt’s 50 Prozent. Maßgeblich für diese Regelung ist die Ankunftszeit an eurem Zielbahnhof – wie oft ihr zwischendurch umgestiegen seid und welche Verspätungen dabei zustande kamen, spielt leider keine Rolle.

#Verspätung von Nachtzügen: Taxi nehmen

Seid ihr nachts zwischen null und fünf Uhr morgens unterwegs und eure Bahn lässt auf sich warten, braucht ihr nicht die ganze Nacht am Bahnhof zu warten. Droht eine Verspätung von mindestens einer Stunde, könnt ihr eure Fahrt einfach mit dem Taxi oder Bus fortsetzen. Kosten bis zu 80 Euro bezahlt die Bahn.

#Totalausfall: Werden die Hotelkosten übernommen?

Kommt ihr gar nicht vom Fleck, sucht euch ein Hotel. „Angemessene” Übernachtungskosten werden übernommen. Ein Fünf-Sterne-Hotel mit freistehender Badewanne und Sauna wäre als Entschädigung mittlerweile zwar gerecht – nur sieht das die Bahn leider nicht so...

#Geld zurück mit einer Zeitkarte?

Die größten Verlierer beim Bahnstreik sind Besitzer von Zeitkarten, also Wochen-, Monats- oder Jahrestickets. Wenn überhaupt, erstattet die Bahn vier Euro – und dafür müsst ihr schon drei Verspätungen von mindestens einer Stunde gehabt haben. Ob sich da überhaupt der Aufwand lohnt?

#Aber ich muss doch zur Arbeit ...

Ja, das ist natürlich ein Problem. Leider tragt ihr als Arbeitnehmer das Wegerisiko. Heißt: Ihr müsst sicherstellen, dass ihr rechtzeitig bei der Arbeit erscheint. Meldet ihr eure Verspätung oder einen Total-Ausfall allerdings rechtzeitig an, wird sicher keine Abmahnung folgen. Allerdings kann euch der Lohn für den Tag gekürzt oder sogar gestrichen werden.

#Alternative für Pendler: Fernbus

Informiert euch am besten rechtzeitig über Alternativen für den Bahnstreik. Insbesondere für Pendler, die zwischen zwei Großstädten fahren, können Fernbusreisen eine Alternative sein – hier spart ihr sicher Geld, müsst allerdings mit längeren Fahrtzeiten rechnen. Wer noch ein Ticket ergattern möchte, muss allerdings schnell sein, schließlich werdet ihr nicht die Einzigen mit dieser Idee sein. Wenn überhaupt wer vom Bahnstreik profitiert, dann sind es die Fernbus-Unternehmen.

Angeber-Fact: Solch einen Lokführerstreik gab es noch nie in der gesamten Geschichte der Deutschen Bahn. Mit 127 Stunden toppt er alles bislang Gewesene – und das sicherlich nicht nur zeitlich gesehen. Vielen Reisenden ist schon längst das Lachen vergangen. Mit diesen  lustigen Bahnansagen  kommt zumindest eure Laune wieder in Fahrt.

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