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Ratgeber

Urlaubsanspruch für den Resturlaub

Das Arbeitsrecht umfasst alle Regelungen zur Erwerbstätigkeit. Richter Alexander Hold klärt die Frage, wie lange man Resturlaub ins nächste Jahr mitnehmen darf – und unter welchen Umständen.

14.05.2012 09:20 | 3:25 Min | © SAT.1

Urlaubsanspruch: Wann verfällt der Resturlaub?

Die allgemeine Regelung besagt: Der Urlaubsanspruch aus dem vergangenen Jahr verfällt jeweils im März. Aber stimmt das eigentlich? Grundsätzlich gilt laut Arbeitsrecht, dass Urlaub im laufenden Kalenderjahr genommen und entsprechend auch genehmigt werden muss. Genau genommen heißt das: Nur bei dringenden betrieblichen Erfordernissen, zum Beispiel dringenden Projekten oder großen Aufträgen sowie bei Krankheit des Arbeitnehmers, kann der Urlaub überhaupt mit ins nächste Jahr genommen werden. Dann muss der Resturlaub aber auch wirklich bis zum 31. März vollständig genommen sein – sonst verfällt er. Über Ende März hinaus besteht auch dann kein Urlaubsanspruch für den Resturlaub mehr, wenn der Arbeitnehmer ihn bis dahin wegen Krankheit nicht in Anspruch nehmen konnte.

Resturlaub auszahlen?

Sie möchten sich den Resturlaub auszahlen lassen? Keine gute Idee: Es besteht laut Arbeitsrecht kein Abgeltungsanspruch in Geld. Im Tarifvertrag können allerdings andere Regelungen zum Resturlaub getroffen werden und im Einzelfall kann auch mit dem Arbeitgeber eine Sondervereinbarung getroffen werden. Mussten Sie Ihren Urlaub aus betrieblichen Gründen verschieben, haben Sie gute Karten. Den Resturlaub sammeln und vor sich herschieben, um beispielsweise im Folgejahr eine mehrmonatige Weltreise machen zu können, funktioniert aber nicht. Gönnen Sie sich also lieber zwischendurch ein paar Tage Urlaub und machen eine Kurzreise, zum Beispiel an die Ostsee oder Nordsee.

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