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Heilige Drei Könige Feiertag

Heilige Drei Könige - Feiertag und Brauchtum

Heilige Drei Könige - Feiertag in vielen christlichen Glaubensrichtungen, aber jedes Land feiert anders. Oft singen Sternsinger für einen guten Zweck.

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© dpa

Das Fest der Heiligen Drei Könige – jedes Land feiert anders

Warum feiern wir die Heiligen Drei Könige am 6. Januar, wenn sie doch schon am Heiligen Abend nach Bethlehem gekommen sind, um dem Christkind ihre Gaben zu bringen? Und warum wird der Dreikönigstag in vielen europäischen und internationalen Ländern ganz anders gefeiert als bei uns, teilweise sogar an einem anderen Datum? Grund sind die vielfältigen Überlieferungen und Auslegungen der Weihnachtsgeschichte im evangelischen und katholischen Glauben und anderen christlichen Glaubensrichtungen.

Der sechste Januar, ein hoher Feiertag im katholischen und orthodoxen Glauben

Weihnachten, wie wir es heute feiern, existierte in den Anfängen des christlichen Glaubens nicht. Frühe Überlieferungen um 330 n. C. zeigen, dass die Geburt Jesu Christi und der Feiertag der Heiligen Drei Könige ursprünglich gemeinsam am sechsten Januar als Fest der Erscheinung des Herrn gefeiert wurde. Erst später wurden diese Feiertage in den Tag Christi Geburt (Christtag oder Weihnachten) am 25. Dezember und in den Dreikönigstag am sechsten Januar geteilt. Länder wie Russland, in denen der orthodoxe Glaube vorherrscht, feiern auch heute noch das Weihnachtsfest am sechsten Januar. Auch in katholisch geprägten Ländern wie Spanien oder Italien hat der Dreikönigstag eine viel größere Bedeutung als Heiligabend – erst am sechsten Januar wird gefeiert und erst dann gibt es die Geschenke.

Singen und Spenden – typische Bräuche zum Feiertag der Heiligen Drei Könige

In Deutschland steht der Dreikönigstag auch für das Ende der Weihnachtszeit. Die Zeit „zwischen den Jahren“ ist nun endgültig vorbei. Viele Familien warten mit dem Abschmücken des Weihnachtsbaums bis zum sechsten Januar. Der Brauch des Sternsingens, der ursprünglich in ganz Deutschland verbreitet war, hat sich bis heute in einigen Bundesländern wie zum Beispiel im Rheinland gehalten. Meist Kinder oder Jugendliche ziehen als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und singen kirchliche Lieder oder traditionelle, überlieferte Sternsinger-Lieder. Früher wurden die Kinder zum Dank mit Äpfeln und Leckereien beschenkt, heute geben viele Menschen auch Geld. Daraus hat sich der neue Brauch entwickelt, dass die Sternsinger ihre „Einkünfte“ an wohltätige Organisationen spenden.

Der Heischebrauch zum Dreikönigstag: Singen für einen guten Zweck

Die ehemalige Bischofsstadt Hildesheim ist ein Beispiel für ein besonders lebendig gebliebenes Sternsinger-Brauchtum. Ursprünglich vom Bischof als Privileg für ein kleines Zubrot an die Pflastersetzer verliehen, ziehen heute Gemeindemitglieder aller Berufsgruppen, häufig auch Jugendliche, von Haus zu Haus und bitten um Spenden für wohltätige Organisationen. Diese Sternsinger werden von den Kirchen organisiert und versehen die Häuser der großzügigen Spender mit dem Kreidezeichen „C.M.B“, einem Kürzel für den traditionellen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ oder „Gott segne dieses Haus“.

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