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Lustiges im Advent

Loriot – Advent in der Satire

Loriot – Advent in der Satire: Die Vorweihnachtszeit inspirierte schon immer Autoren, sich über all den Rummel, aber auch die Rituale lustig zu machen.

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Loriot – Advent in der Satire

Die Vorweihnachtszeit mit ihrer feierlichen Getragenheit inspirierte schon immer Autoren, sich über all den Rummel, aber auch die Rituale lustig zu machen. Die vielleicht bekannteste Verballhornung eines Adventsgedichts ist wahrscheinlich der kleine Zusatz „...und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast du Weihnachten verpennt!“ für das Kindergedicht „Advent, Advent ein Lichtlein brennt“. Für einige scheint er sogar schon fast zum Gedicht zu gehören und sorgt trotz seiner Jahre immer noch für Lacher. So harmlos er daherkommt, so ist er doch schon eine echte Satire, die das kultische Zählen der Sonntage vor Weihnachten ad absurdum führt. Das ist typisch für die humoristischen Gedichte der Vorweihnachtszeit. Sie greifen bekannte Gedichte oder Texte auf, formen sie um und verändern so ihren Sinn. Auch neue Texte für bekannte Lieder sind bei den Autoren sehr beliebt.

Adventssatire bei Loriot & Co

Das Gedicht „Weihnachten, chemisch gereinigt“ von Erich Kästner aus dem Jahr 1928 ist eine Umdichtung des Weihnachtsliedes „Morgen, Kinder wird’s was geben!“ und entstand in der Weltwirtschaftskrise. Kästner kritisiert nicht das Weihnachtsfest oder die Traditionen sondern den Konsum, der mit Weihnachten verbunden ist und die Armut vieler Menschen zu dieser Zeit. In dieser Tradition stehen auch viele heutige Kabarettisten wie zum Beispiel Dieter Nuhr, der in seinem Programm unter anderem das Verhalten auf den Weihnachtsmärkten kritisiert. Heinz Erhardts Gedicht „Die Weihnachtsgans“ stellt eine tiefgefrorene Weihnachtsgans in den Mittelpunkt und lässt die Leser über neue Aspekte des Weihnachtsfestes nachdenken.

Loriot – Advent, ein Kriminalgedicht

Ganz anders ist das Gedicht „Advent“ von Loriot. Besonders in der Zeichentrickversion ist sie ein satirisch-ironischer Genuss. Ein Erzähler sitzt in guter, alter Märchenonkel-Manier in einem Sessel und liest getragen ein Gedicht vor. Die Förstersfrau hat in der Adventszeit ihren Mann erschlagen und erweist eine unerwartete kriminelle Energie beim Entsorgen der Leiche. Sollten Sie dieses Gedicht noch nicht kennen, lesen Sie es oder schauen Sie es sich an – Gruselfaktor garantiert! Loriot ist und bleibt der deutsche Meister der Weihnachtssatire, und unvergessen ist natürlich sein Sketch über das Weihnachtsfest bei der Familie Hoppenstedt, einschließlich Reaktorexplosion. Jedes Jahr zu Weihnachten wiederholen die Fernsehsender diesen Klassiker. Wenn Sie ein wenig Lust auf Weihnachtssatire bekommen haben, es gibt unzählige lustige Sammlungen mit Weihnachtsgedichten und Adventsgeschichten oder auch Comicbücher, die eines gemeinsam haben: Die Adventszeit und das Weihnachtsfest nicht allzu ernst zu nehmen – so wie Loriots „Advent“. 

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