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Lebkuchen-Test: Ist teuer besser als billig?

Lebkuchen gehören in der Vorweihnachtszeit einfach dazu. Aber schmecken teure besser als günstige Lebkuchen? Test sei Dank lässt sich auf diese Frage schnell eine Antwort finden. Im Vergleich der Weihnachtsleckereien kommt es zum Battle – Königs- gegen Mittelklasse und Billigbackware.

17.12.2013 20:15 | 11:47 Min | © kabel eins

Lebkuchen auf dem Prüfstand

Mit Oblaten oder Schokolade, mit Nüssen oder ganz pur? Wie bei Plätzchen gilt auch bei Lebkuchen: Das ist Geschmackssache. Eines aber steht fest: Lebkuchen gehören zur Weihnachtszeit  wie Schokoeier zu Ostern. Und das sind die drei Testkandidaten: Nürnberger Elisen für 93 Cent pro 100 Gramm, die Discount-Variante, Lebkuchen ohne Oblaten aus dem Supermarkt für 1,15 Euro und teure Nürnberger Elisen für 1,99 Euro aus dem Fachhandel.

Der Riech- und Geschmackstest: Teuer versus billig

Doch welcher Lebkuchen riecht nicht nur gut, sondern fühlt sich auch gut an und gewinnt den Geschmackstest? Das Ergebnis ist unentschieden: Wer es nussig liebt, kommt mit dem teuren Lebkuchen ganz auf seine Kosten, denn der duftet wunderbar nach Nüssen und schmeckt auch danach. Wem Nüsse egal sind und es ‚weich‘ und ‚schokoladig‘ besser mundet, für den sind die Lebkuchen aus dem Supermarkt die richtige Wahl. Nicht überzeugen hingegen kann die Discount-Variante im Lebkuchen-Test.

Doch woher kommt eigentlich der Unterschied bei den einzelnen Lebkuchen? Ganz klar: vom Nussanteil. Die Billigvariante hat 3,5 Prozent Nussanteil, die feinen Oblaten-Lebkuchen 12,5 Prozent, die feinsten Lebkuchen aber, die sogenannten Elisen-Lebkuchen, bestehen zu ganzen 25 Prozent aus Nüssen – Rekord! Kein Wunder, dass sich das auch auf Geschmack und Geruch auswirkt und bei den meisten Essern gut ankommt.

Lebkuchen-Test im Labor

Doch wie sieht es mit Inhalten und Schadstoffen in den Lebkuchen aus, Cumarin zum Beispiel? Dieser Pflanzenstoff ist fast immer in Lebkuchen enthalten und in hohen Konzentrationen gesundheitsgefährdend. Der Grenzwert für Cumarin liegt bei 50 Milligramm pro Kilogramm. Der Lebkuchen-Test zeigt: Im teuren Produkt ist der Cumarin-Wert zwar 15 Mal höher als bei den beiden anderen Lebkuchen, liegt mit 15 Milligramm aber immer noch weit unter dem kritischen Grenzwert. Fazit: Alle Proben sind chemisch einwandfrei, aufgrund des etwas höheren Cumarin-Gehalts gewinnt die Ware aus dem Fachhandel hier jedoch nicht den Lebkuchen-Test.

Alles in allem zeigt der Vergleich: Außer der Discount-Variante sind alle Lebkuchen ihren Preis wert –geschmacklich als auch in Sachen Duft lässt sich aber auch bei der Supermarkt-Variante ohne Oblaten nichts beanstanden. Eine Alternative für alle, die Selfmade den Vorzug geben: Lebkuchen  selber machen – so haben Sie selbst in der Hand, was hinein kommt und was nicht.

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