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Frigga, der germanischen Liebesgöttin, sei Dank

Unterm Mistelzweig küssen: Woher stammt der Brauch?

Verliebte Paare, die sich unterm Mistelzweig küssen, sind zur Weihnachtszeit  keine Seltenheit. Manchmal erwischt es auch zwei völlig Fremde, die sich für einen Moment näher kommen. Doch woher stammt der Brauch eigentlich? Der SAT.1-Ratgeber verrät es Ihnen.

Mistelzweig küssen_dpa
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Unterm Mistelzweig küssen bringt Glück

Unter so manch einem Türrahmen lässt er sich dieser Tage bewundern: der Mistelzweig. Küssen ist für Darunterstehende ein Muss. Steht eine junge Frau unter dem Gewächs, darf sie es dem Brauch zufolge nicht ablehnen, geküsst zu werden. Warum auch ablehnen, schließlich soll die Lippengymnastik unterm Zweig Glück bringen.

Es gibt mehrere Theorien darüber, wie das Küssen unterm Mistelzweig zum Brauch geworden ist. Die wohl romantischste hat die Menschheit der germanischen Liebesgöttin Frigga zu verdanken. Der Mistelzweig war ihre heilige Pflanze. Dazu kam es jedoch nur durch eine Tragödie – typisch Göttersage eben.

Mistelzweig auf mörderischen Abwegen

Der böse Gott Loki wollte Friggas Sohn Baldur töten. Daraufhin verlangte Frigga jedem Tier und jeder Pflanze das Versprechen ab, ihrem Sohn keinen Schaden zuzufügen. Sie vergaß dabei jedoch eine Pflanze, den Mistelzweig. So nahm die Tragödie ihren Lauf: Baldur wurde von einer Pfeilspitze des in den Bäumen wachsenden Grüns getötet. Der Sage nach sollen sich die Tränen, die Frigga um ihren Sohn vergoss, in die weißen Beeren des Mistelzweiges verwandelt haben.

Happy End gefällig? Gern: Nach drei Tagen gelang es Frigga, ihren Sohn ins Leben zurückzuholen. Darüber war sie so glücklich, dass sie jeden küsste, der unter dem Baum mit dem verhängnisvollen Mistelzweig entlangschritt. Die Misteln mussten Frigga außerdem versprechen, niemandem mehr Schaden zuzufügen und all jenen, die unter ihnen verweilen würden, einen Kuss zukommen zu lassen.

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