Christvesper und Christmette

Weihnachtsgottesdient: Wie Christen ihn feiern

Für viele Familien, selbst wenn diese nicht sehr religiös sind, ist der Weihnachtsgottesdienst ein fester Bestandteil des Heiligen Abends. Katholiken und Protestanten feiern die Messen jedoch nicht gleich. Welche Unterschiede es gibt und wie der katholische wie der evangelische Weihnachtsgottesdienst gestaltet wird, hier im SAT.1 Ratgeber.

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Weihnachtsgottesdienst: Zeit der Besinnlichkeit

Wer sich nach Besinnlichem zur Weihnachtszeit sehnt, ist in der Kirche sicher gut aufgehoben. Die Atmosphäre dort ist etwas ganz Besonderes. Kinder singen in Chören mit engelsgleichen Stimmen, das Krippenspiel ist zu bestaunen, die Kirche ist festlich geschmückt mit allerlei Blumen und womöglich regt die Weihnachtspredigt zum Nachdenken an. Vielleicht trifft man den einen oder anderen lieben Bekannten, der ebenfalls den Weihnachtsgottesdienst besucht.

Neben der Christmette und Christvesper – um die es gleich noch gehen wird – gibt es Kinder- und Jugendgottesdienste zu Weihnachten. Hier geht man auf die Kleinen und jungen Erwachsenen mehr ein, nicht nur die düstere Orgelmusik hallt durch den großen Raum, sondern auch modernere Lieder bestimmen das festliche Geschehen.

Christvesper und Christmette: Unterschiede

Evangelische Christen feiern am Heiligen Abend die Christvesper. Das lateinische Wort „vesper“ bedeutet nichts anderes als Abend und deutet somit darauf hin, wann die evangelische Weihnachtsmesse stattfindet – in der Regel zwischen 16 und 18 Uhr, wenn es langsam dunkelt. Üblicherweise wird die Vesper ohne Abendmahl gefeiert. Im Vordergrund steht die Geburtsgeschichte nach Lukas, es werden oftmals ein Krippenspiel geboten und gern Bach-Choräle gesungen. Nach der Vesper ist vor der Bescherung – das ist zwar keine Regel, aber viele Familien halten sich an diesen Ablauf.

Katholiken feiern zu Heiligabend die Christmette. Mette kommt vom lateinischen Wort „matutinus“ – der katholische Weihnachtsgottesdienst findet nämlich um Mitternacht statt und dauert bis in die frühen Morgenstunden. Auch hier steht die Ankündigung und Geschichte der Geburt Jesu Christi im Mittelpunkt, die von vielen Chor- und Gemeindegesängen unterbrochen wird.

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