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Fensterrahmen streichen: Erst aufarbeiten, dann bemalen

Alte Fenster, die von der Witterung gezeichnet sind, sehen unschön aus und sind schimmelgefährdet. Wenn Sie Ihre Fensterrahmen streichen, können Sie Schlimmeres verhindern. Hier erfahren Sie mehr zum Renovieren.

22.10.2012 00:00 | 5:19 Min |

Fensterrahmen abschleifen

Bevor Sie Ihre Fensterrahmen streichen können, müssen Sie alte Fenster erst einmal richtig aufarbeiten. Mocca Leifeld ist der Experte, was Handwerkerleistungen angeht. Um wirklich in jeden kleinen Winkel zu kommen, montiert er zunächst die Fensterflügel ab. Schimmeliges oder poröses Silikon können Sie vorsichtig mit einem Tapetenmesser oder ebenfalls mit einem Spachtel herauskratzen. Anschließend geht es an das Abschleifen der Holzprofile.

Um das alte, verwitterte Holz möglichst gleichmäßig und großflächig abzutragen, benutzt Mocca Leifeld einen Elektroschleifer, einen sogenannten Rotex, mit Sandpapier in 100er Körnung. Für kleinere Flächen eignet sich ein Deltaschleifer optimal. Damit das Glas durch das Schleifpapier nicht beschädigt wird, sollten Sie den Aufnahmeschuh des Dreieckschleifers ringsherum mit Malerkrepp abkleben.

Schäden in alten Fenstern behandeln

Feuchtigkeit und Sonne können dafür sorgen, dass sich die Fasern im Holz aufrichten und ganze Holzstücke einfach herausbrechen. So entstandene kleine Löcher im Holz lassen sich aber mit spezieller Holzspachtelmasse schnell und einfach ausbessern.

Dazu wird mit einem Spachtel zunächst die Masse auf die beschädigte Stelle aufgetragen und mit einem Schleifklotz plan gemacht. Anschließend kann der Fensterrahmen ganz normal gestrichen werden.

Fensterrahmen streichen: So geht‘s

Bevor alte Fenster mit Holzschutzlasur behandelt werden, klebt man das Glas entlang des Rahmens mit Malerkrepp ab. Tipp vom Profi: Beim Abkleben etwas Luft zwischen Rahmen und Glas für das Silikon lassen, das sich so exakt auftragen lässt. Anschließend mit Holzlasur oder Beize gleichmäßig und dünn die Fensterrahmen streichen – idealerweise in Richtung der Maserung. Verwendet man Lacke, empfiehlt es sich, beim Streichen von oben nach unten zu arbeiten und nach dem Pinsel noch einmal mit einem Lackroller darüber zu gehen. So bekommt man eine gleichmäßig glatte Oberfläche ohne hässliche Tropfnasen. Zum Schluss wird der Fensterkitt mit einer Silikonkartusche erneuert und mit einem Silikonspachtel gleichmäßig abgezogen.

Bis der Lack am Fensterrahmen vollständig getrocknet ist, sollten Sie das Fenster am besten offen lassen oder zumindest kippen – so kann der Flügel nicht am Rahmen festkleben.

Wenn Sie nicht Jahr für Jahr den Fensterrahmen streichen möchten, bringen Sie am besten an den unteren, besonders gefährdeten Stellen des Fensterflügels Flügelabdeckprofile an, die das Holz vor Regen und Sonne schützen.

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