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Handwerkerleistungen: Welche Rechte haben Sie?

Wenn Haushaltsgeräte kaputt gehen, müssen nicht selten Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden. Richter Hold erklärt die Rechtslage rundum Kostenvoranschläge und Arbeitszeiten.

01.12.2011 00:00 | 3:01 Min | © Sat.1

Muss der Kunde einen Kostenvoranschlag für Handwerkerleistungen bezahlen?

Folgendes Szenario: Die Spülmaschine ist kaputt und der Fachmann muss ran. Für Ersatzteile und Arbeitszeit stellt der Handwerker eine Rechnung von 125 Euro auf. Noch wurde nichts repariert und bereits jetzt ist ein Kostenvoranschlag für 35 Euro fällig – müssen Sie das bezahlen? SAT.1-Rechtsexperte Richter Alexander Hold erklärt die Rechtslage. Seit 2002 ist die Frage im BGB klar geregelt. Grundsätzlich ist ein Kostenvoranschlag für Handwerkerleistungen kostenlos, es sei denn Kunde und Handwerker haben sich vorab über eine Vergütung dafür geeinigt.

Darf der Handwerker Kosten bei der geleisteten Arbeitszeit aufrunden?

Das Ersatzteil ist innerhalb einer Dreiviertelstunde eingesetzt, statt die genaue Zeit abzurechnen, rundet der Handwerker auf eine Stunde auf. Zeit ist bekanntlich Geld, darf er dabei schummeln? Hier gilt das, was mit dem Handwerker vereinbart worden ist. Ist eine Abrechnung nach Arbeitszeit für Handwerkerleistungen festgelegt, kann es ortsüblich sein, nach Stundenverrechnungssätzen abzurechnen. Man kann auch vorab mit dem Handwerker vereinbaren, dass bei Handwerkerleistungen auf viertel, halbe oder volle Stunde aufgerundet wird. Ohne ausdrückliche Vereinbarung geht das jedoch nicht. Schließlich kann so eine Abrechnung auch sehr unfair werden, etwa wenn der Handwerker zufällig genau nach einer Stunde und einer Minute fertig ist und dann zwei Stunden abrechnen möchte. Der Stundensatz muss also notfalls auf 45/60 heruntergerechnet werden.

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