Ratgeber

Amaryllis blühen im Winter und ruhen im Herbst

Amaryllis: Richtige Pflege und Tipps zum Überwintern

Bei der Amaryllis geht die Pflege kinderleicht von der Hand. Allerdings müssen Sie einige Dinge beachten, damit die schöne Blume optimal gedeiht und später richtig blüht. Vor allem die Ruhepausen spielen dabei eine wichtige Rolle. Wie Sie die Pflanze überwintern und was Sie sonst noch wissen müssen, verrät der SAT.1 Ratgeber.

Besonders zu Weihnachten ist die Amaryllis ein echter Hingucker.
Besonders zu Weihnachten ist die Amaryllis ein echter Hingucker. © pixabay

Amaryllis – ein kurzer Steckbrief

Der Ritterstern gehört zur Gattung er Amaryllisgewächse. Es gibt etwa 80 Sorten und 600 Zuchtformen. In der Pflege oder Art, wie sie überwintern, unterscheiden sich die Amaryllis nicht großartig. Der nachfolgende Steckbrief gibt eine Übersicht der wichtigsten Fakten:

  • Die Amaryllis ist eine Zwiebelpflanze, sie hat zwar Samen, diese bilden aber nicht sofort eine Pflanze, sondern zunächst eine Zwiebel aus.
  • Sie ist äußerst giftig – das gilt für jeden Teil dieser auffälligen Blume.
  • Der Ritterstern stammt aus Südamerika und ist lange Trockenzeiten gewohnt.
  • Diese Pflanze durchläuft drei Vegetationsphasen: Wachstum, Blüte und Ruhe
  • Aus der Zwiebel entwickelt sich zunächst der Blütenschaft, dann wachsen die Blätter.
  • Die Farben der Blüte können von Weiß über Gelb, Orange bis hin zu Rot variieren.

Ritterstern pflanzen: So geht’s

Pflanzen sollten Sie die Amaryllis zwischen Dezember und Februar, also dann, wenn andere Blumen überwintern. Da die Erde hierzulande dann meist gefroren ist, müssen Sie die Zwiebel im Warmen einpflanzen. Im Topf ist die Pflege nicht nur einfach, der Ritterstern gedeiht auch prächtig. Am besten nehmen Sie dafür ein Gefäß aus Ton. Achtung: Niemals die gesamte Blumenzwiebel mit Erde bedecken. Die obere Hälfte sollte immer zu sehen sein. Nach dem Pflanzen kräftig angießen. Ihr Exemplar blüht nicht? Keine Sorge, erst fünf bis acht Wochen nach der Pflanzung können Sie die bunte Pracht bewundern.

Ruhepause ist bei der Pflege besonders wichtig

Während andere Pflanzen nach der kalten Jahreszeit blühen, ist die Blütezeit der Amaryllis im Winter. Von Frühjahr bis Sommer befindet sie sich in der Wachstumsphase, in der sich Blütenschaft und Blätter ausbilden sowie neue Blüten angelegt werden. Im Herbst sollte der Rittersporn ruhen – eine ganz eigene Art zu „überwintern“. Versuchen Sie, die Pflanze entgegen ihrem natürlichen Rhythmus zum Blühen zu bringen, zum Beispiel im September oder Oktober, schaden Sie ihr und werden nur wenig Erfolg haben.

Die Amarylliszwiebel braucht in der Ruhephase nicht viel Pflege. Lagern Sie s...
Die Amarylliszwiebel braucht in der Ruhephase nicht viel Pflege. Lagern Sie sie einfach an einem trockenen Ort. © pixabay

In der Ruhephase braucht die beliebte Blume keine Pflege. Lagern Sie die Zwiebel ruhig ohne Erde und hängend in einem dunklen, kühlen Raum. Perfekt sind Temperaturen um die 15 Grad. Kurzzeitig verträgt die Amaryllis auch 10 Grad, aber das ist kein Dauerzustand.

Bevor Sie die Zwiebeln wieder einpflanzen, können Sie Ihren Ritterstern selbst vermehren. Dazu einfach die Zwiebel teilen. Achtung: Immer von unten nach oben. Ziehen Sie Handschuhe an und reinigen Sie Arbeitsfläche sowie Werkzeug von dem giftigen Saft der Zwiebel. Es sollte an jedem Stück ein wenig Wurzelfläche vorhanden sein. Dann einzeln einpflanzen und die Erde feucht halten. Nach drei Monaten sollten sich die ersten Blätter zeigen, bevor die Blüte wächst. Tipp: Eine Tüte über dem Topf sorgt dafür, dass die Luft schön feucht ist – so kann sich die Zwiebel optimal regenerieren.

Standort ändert sich je nach Pflanzenphase

Die Amaryllis ist zwar in puncto Pflege und Überwintern recht anspruchslos, braucht allerdings einige Standortwechsel im Laufe des Jahres. In der Blütezeit sollte der Ritterstern hell und warm bei 18 bis 20 Grad stehen. Ab Mitte Mai können Sie die Blume bei Ihrer Gartenplanung  ruhig mit einbeziehen. Sie steht gern schattig, damit ihre Blätter nicht verbrennen. Ende August holen Sie die Pflanze wieder ins Haus zum Überwintern.

Überwintern mal anders: Weihnachtsdeko im Topf

In einem Blumentopf fühlt sie die Amaryllis besonders wohl. Hier sind Pflege...
In einem Blumentopf fühlt sie die Amaryllis besonders wohl. Hier sind Pflege und Überwintern auch kein Problem. © pixabay

Besonders zu Weihnachten ist die Amaryllis eine Blume, die in fast jedem Haushalt zu finden ist. Überwintern ist hier ein irreführender Begriff, denn zu diesem Zeitpunkt ist sie nicht verblüht, sondern am schönsten anzusehen und braucht natürlich Pflege. Denn winterhart ist sie noch lange nicht. Im Freien würde sie schnell eingehen. Als Deko wird der Ritterstern auf der Fensterbank aber zum echten Hingucker. Sie können die Blüte auch in Wachs gießen – so hält sie sich länger.

Gießen und Zurückschneiden nach der Blütezeit

Gegossen wird nach Pflegeanleitung wie folgt:

  • Nach dem Angießen erst wieder Wasser geben, wenn sich Blütenknospen zeigen.
  • Anfangs genügt es, einmal pro Woche zu gießen.
  • Passen Sie die Gießmenge der Pflanzengröße an. Staunässe  aber vermeiden!
  • Ab August das Gießen einstellen.
Passen Sie die Gießmenge der Größe der Pflanze an. Anfangs genügt eine kleine...
Passen Sie die Gießmenge der Größe der Pflanze an. Anfangs genügt eine kleine Menge bei richtiger Pflege. © pixabay

Nach der Blüte müssen Sie den Stiel, aber nicht die Blätter abschneiden. Die halten sich bis etwa September. Dann können Sie die Amaryllis ganz zurückschneiden. Da alles bis auf die Zwiebel vertrocknet, ist das aber nicht unbedingt notwendig.

Umtopfen  sollten Sie die mehrjährige Blume nur alle drei bis vier Jahre. Dafür empfiehlt es sich allerdings regelmäßig zu düngen – eine perfekte Ergänzung zur normalen Pflege der Amaryllis.

Fazit: Die Amaryllis braucht nicht viel, lediglich einen warmen und hellen Standort, ein wenig Dünger und eine Ruhephase im Herbst. Dann blüht sie im Winter prächtig. Klassisches Überwintern ist bei ihr nicht nötig, da sie zumeist ohnehin als Deko ins Haus geholt wird.

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