Ratgeber

Immergrüner Sauerdorn

Berberitze: Sauerdorn pflanzen und pflegen

Immergrüne Hecken haben viele Vorteile: Sie sind beispielsweise ein top Sichtschutz – selbst im Winter. Die Gemeine Berberitze, auch Sauerdorn oder Essigbeere genannt, macht da keine Ausnahme. Wie Sie eine Berberitzenhecke am besten pflanzen und was Sie beim Schneiden und Düngen beachten sollten, erfahren Sie hier, im SAT.1 Ratgeber – Bilder inklusive.

Berberitze
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Optik und Eigenschaften

So farbenfroh leuchtet die Gemeine Berberitze im Herbst – ein schöner Hinguck...
So farbenfroh leuchtet die Gemeine Berberitze im Herbst – ein schöner Hingucker im Garten. © pixabay

Erinnern Sie sich noch an all die Jünglinge, die Dornröschen aus ihrem Jahrhundertschlaf wecken wollten und an der gemeinen Dornenhecke gescheitert sind? So ähnlich wäre das Ganze wohl auch abgelaufen, wenn den jungen Männern statt Rosen Berberitzen den Weg versperrt hätten, denn diese sind ebenfalls übersät mit spitzen Dornen. Vorteil: So wird Ihre Hecke nicht nur blickdicht, sondern auch undurchdringlich. Vor Einbrechern müssen Sie sich also nicht mehr fürchten – vor Bewunderern hingegen umso mehr, denn optisch macht die Berberitze einiges her. Im Sommer bildet sie gelbe Blüten und im Herbst werden die Blätter schön rot.

Medizin aus dem Garten: Die Beeren vom Sauerdorn lassen sich unter anderem zu...
Medizin aus dem Garten: Die Beeren vom Sauerdorn lassen sich unter anderem zu Tee verarbeiten, der gegen Grippe und Erkältungen sowie viele weitere Beschwerden hilft. © sabyna75 - Fotolia

Übrigens: Die Berberitze kommt ursprünglich aus südlichen Gefilden sowie aus Asien. Mittlerweile fühlt sie sich aber auch hierzulande wie zuhause, denn sie übersteht selbst harte Winter ohne Probleme. Doch so beliebt die Berberitze auch ist – für einen kindgerechten Garten  eignet sie sich nicht. Warum? Die Pflanze ist in großen Teilen giftig. Einzige Ausnahme: Ihre Beeren sind trink- beziehungsweise essbar – ob getrocknet, zu Tee oder Berberitzensaft verarbeitet. Sie stärken das Immunsystem, aber nicht nur das! Die Beeren sind sogar richtig gesund. Vor allem bei Erkältungen sowie Beschwerden an Galle und Leber entfalten sie ihre Heilwirkung.

Welche Sorten eignen sich als Heckenpflanzen?

Rund 450 verschiedene Berberitzensorten gibt es. Davon sind nicht alle immergrün, aber einige. Besonders beliebt sind die Arten Berberis Thunbergii und Berberis julianae, die sehr dicht wachsen und über das Jahr verteilt ihre Farben mehrmals wechseln. Auch als Sauerdorn oder Essigbeere bekannt ist die Berberis vulgaris. Sie kann bis zu zwei Meter hoch werden und ist daher ebenfalls ein guter Sichtschutz . Die immergrüne Kissen-Berberitze hingegen eignet sich vor allem für kleine Hecken, da sie nicht so hoch wächst.

Wann und wo Sie Berberitzen pflanzen können

Pflanzen sollten Sie Ihre Berberitzenhecke am besten im Spätsommer oder Herbst, denn dann ist es in der Regel nicht mehr ganz so heiß und gelegentlicher Regen versorgt die Pflanzen mit allem, was sie zur Wurzelbildung brauchen. Von Ende August bis Ende Oktober ist ein guter Zeitpunkt. Im Frühjahr, wenn es noch nicht allzu warm ist, können Sie den Sauerdorn aber ebenso gut anlegen.

Bei Gartenbesitzern ist die Berberitzenhecke sehr beliebt, weil sie blickdich...
Bei Gartenbesitzern ist die Berberitzenhecke sehr beliebt, weil sie blickdicht und schön anzusehen ist. © finkandreas - Fotolia

„Wohin?“ lautet nun die Frage. Am besten gefällt der Berberitze ein sonniger oder halbschattiger Standort sowie kalkhaltiger Boden, der leicht feucht ist. Tipp: Pflanzen können Sie die Berberitze auch mit anderen Gewächsen zusammen – zum Beispiel mit Liguster , Wildrosen und Schlehen, denn sie stellen alle ganz ähnliche Anforderungen an Lichtverhältnis und Boden.

Sträucher kaufen, pflanzen und pflegen

Sie haben im Gartencenter Sauerdorn gekauft? Dann ab in den Garten und die Sträucher gleich einpflanzen. Die optimale Pflanztiefe entspricht der im Topf, also nicht zu tief in die Erde setzen und etwas Kompost als Dünger beimischen. Achten Sie auch darauf, zwischen den Pflanzen ausreichend Abstand zu lassen, damit sich diese nicht gegenseitig im Wachstum behindern.

Und dann? Ist die Berberitze gepflanzt, heißt es: gießen, gießen, gießen – und zwar so lange, bis sich tiefe Wurzeln entwickelt haben. Dann braucht sie nur noch selten Wasser. Das Gute: Auch eine Trockenperiode übersteht die Hecke unbeschadet – Sie können also unbesorgt in den Sommerurlaub   aufbrechen.

Eine spezielle Pflege braucht die Berberitze praktischerweise nicht. Wer einen Kompost im Garten hat, kann seine Berberitzenhecke damit gelegentlich düngen, ansonsten macht diese aber nicht viel Arbeit. Ein gelegentlicher Formschnitt verhindert, dass sich der Sauerdorn zu sehr ausbreitet und andere Pflanzen behindert. Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Immergrüne Hecken werden unmittelbar nach der Blüte gestutzt, alle anderen im späten Winter.

Was Sie beachten müssen, wenn Sie Ihre Hecke schneiden  möchten, erfahren Sie im SAT.1 Ratgeber.

Fazit: Die Berberitze sieht nicht nur hübsch aus, sie ist auch praktisch, denn dank ihres dichten Wuchses eignet sie sich wunderbar als Hecke. Aber Vorsicht: Mit Ausnahme der Beeren ist die Pflanze giftig – für Familien mit Kindern also eher keine Option in Sachen Gartengestaltung.

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