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Bischofsmütze, Türkenturban, Aladdin, Kardinalshut

Bischofsmütze: Kürbis mit besonderem Aussehen

Die Bischofsmütze zählt zu den dekorativsten Kürbissorten. Ihr auffälliges Aussehen verschafft ihr viele verschiedene Namen: Türkenturban, Aladdin und Kardinalshut sind nur einige davon. Ob der Kürbis essbar ist und wie Sie ihn anpflanzen, lesen Sie hier, im SAT.1 Ratgeber.

Bischofsmütze: Beschreibung

Die Bischofsmütze ist ein Kürbisgewächs, unterscheidet sich optisch aber sehr von seinen Artgenossen: Es ist rund, aber recht flach und hat einen Durchmesser von etwa 45 Zentimetern. Im unteren Teil schließt sich ein mützenartiger, grün-orangefarbener Aufsatz an. Während seines Wachstums bildet der Blütenansatz nämlich einen Ring aus, woraufhin sich das Fruchtfleisch als Wulst drum herum entwickelt.

Ist der Kürbis Bischofsmütze essbar?

Ist die „Mütze“ vom restlichen Kürbis abgetrennt, lässt sich das Fruchtfleisc...
Ist die „Mütze“ vom restlichen Kürbis abgetrennt, lässt sich das Fruchtfleisch herausschälen. © emuck - Fotolia

Normalerweise sind Kürbisse entweder schmackhaft oder dekorativ – beides vereinen nur wenige Sorten. Die Bischofsmütze gehört jedoch zu den wenigen Exemplaren, die hübsch aussehen und genießbar sind. Das verdanken wir zahlreichen Züchtungen. In seinem Wildvorkommen war der Türkenturban nämlich sehr bitter und damit nicht wirklich genießbar. Heute schmeckt er süßlich bis würzig und ist zu einer beliebten Delikatesse in der Küche geworden. Außerdem wird ihm eine entwässernde Wirkung auf den Körper nachgesagt.

Einziger Nachteil: Es ist schwer, das Fruchtfleisch aus dem Bischofskürbis zu schneiden. Denn: Nur das Fruchtfleisch, nicht die Schale ist essbar. Daher wird er oft ausgehöhlt und die Schale als Terrine verwendet.

Den Kürbis pflanzen

Möchten Sie die Bischofsmütze in Ihrem Garten kultivieren, suchen Sie zunächst einen geeigneten Standort. Der Kürbis benötigt viel Sonnenlicht, um prächtig gedeihen zu können. Aber auch die Bodenbeschaffenheit spielt eine große Rolle. Bereiten Sie die Erde vor, indem Sie diese auflockern und mit Humus und Kompost anreichern.

Tipp: Geben Sie nicht direkt die Samen in den Boden, sondern ziehen Sie ab April die Jungpflanzen auf der Fensterbank oder in einem Gewächshaus vor. Erst nach den Eisheiligen im Mai sollten Sie die Kürbisgewächse ins Beet umsetzen, da sie keinen Frost vertragen. Bedenken Sie beim Pflanzen, dass Bischofsmütze ausreichend Platz benötigt. Setzen Sie die Keimlinge also nicht zu dicht aneinander. Decken Sie diese anschließend mit etwas Gartenvlies ab, in das Sie Belüftungsschlitze schneiden. So erhält die Pflanze ausreichend Sauerstoff und wird gleichermaßen vor Feuchte und Fäule geschützt. Setzen Sie den Türkenturban übrigens vor einen Maschendrahtzaun, geben Sie ihm die Möglichkeit, zu ranken.

Bischofsmütze richtig pflegen

Bereits nach acht Wochen können Sie die ersten Kürbisse ernten.
Bereits nach acht Wochen können Sie die ersten Kürbisse ernten. © Pixabay

Die Bischofsmütze ist ein pflegeleichter Kürbis. Reichern Sie den Boden nach und nach mit etwas Kompost an. Auf diese Weise düngen Sie den Boden ganz natürlich und sorgen dafür, dass die Pflanze ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Achten Sie darauf, dass der Kürbis gut bewässert wird und insbesondere an warmen Tagen nicht austrocknet. Für eine optimale Pflege können Sie auch von Zeit zu Zeit zur Gartenschere greifen. Indem Sie regelmäßig alte und vertrocknete Triebe abtrennen, fördern Sie ein gesundes Wachstum.

Gut zu wissen: Bereits rund acht Wochen nach der Aussaat steht die erste Ernte an. Die Kürbisse können Sie anschließend mehrere Monate kühl und trocken lagern.

Die Pflanze vor Schädlingen schützen

Der größte Feind der Bischofsmütze ist die Schnecke. Sie hat es auf das Kürbisgewächs abgesehen, weshalb es wichtig ist, einem Befall vorzubeugen. Kontrollieren Sie die Blätter und Blüten der Pflanze regelmäßig. Zeigen sich Bissspuren der Weichtiere, gilt es, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wie Sie Schnecken bekämpfen, lesen Sie hier .

Fazit: Die Bischofsmütze ist ein besonderer Kürbis: Sie ist nicht nur dekorativ, sondern auch äußerst schmackhaft – die Schale zwar nicht, dafür aber besticht das Fruchtfleisch mit einer süß-würzigen Note. Um sie zu pflanzen, werden im Frühjahr Keimlinge vorgezogen, die Sie nach den Eisheiligen in das Beet setzen können. Dann dauert es nur noch etwa acht Wochen bis zur ersten Ernte.

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