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Bunte Pracht für den Balkon

Blumenkästen bepflanzen: Tipps für den Saisonstart

Die Vögel zwitschern, die ersten Frühblüher zeigen sich, die Temperaturen steigen – höchste Zeit für die Balkonbegrünung. Blumenkästen bepflanzen. Was leicht klingt, bedarf einiger Kenntnisse bezüglich Zeitpunkt, Erde, Blumen und Bewässerung. No idea? Tipps gibt’s hier, im SAT.1 Ratgeber

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© Pixabay.com

Blumenkästen bepflanzen: Der richtige Zeitpunkt

Sobald Krokusse, Osterglocken und andere Frühlingsblumen  zu sehen sind, die ersten Pflanzen in die Blumenkästen setzen? Keine gute Idee, denn um Ostern  herum kann es nachts noch einmal richtig kalt werden. Besonders Geranien und Begonien sind sehr kälteempfindlich, daher der Tipp: Frühestens ab Mai die Blumenkästen bepflanzen – ganz sicher gehen können Sie, wenn Sie die Eisheiligen abwarten. Dann alle Blumenkästen mit einem Handfeger von Schmutz befreien und befüllen. Womit, erfahren Sie im Folgenden.

Erde, Blähton und Dünger

Nur Erde in die Blumenkästen geben und dann Blumen einpflanzen? Ganz so einfach ist es leider nicht, denn zuerst sollten Sie eine Schicht Blähton in die Kästen geben. Warum? Die Drainageschicht verhindert, dass sich Gießwasser in der Erde staut und es zu Schimmelbildung kommt. Die Tonschicht speichert aber auch Feuchtigkeit, die sie an heißen Tagen an die Pflanzen wieder abgibt. Tipp: Decken Sie den Blähton mit einem Trennvlies ab, sodass die Erde später bleibt, wo sie ist.

Apropos: Nun können Sie die Kästen mit Blumenerde füllen. Damit die Pflanzen möglichst lange und kräftig blühen, einfach noch etwas Langzeitdünger oder Hornspäne zur Erde dazugeben – beides im Bau- oder Gartenmarkt erhältlich. Für diese Gartensaison  war’s das mit Düngen.

Blumen mit oder ohne Blüten?

Sie haben keinen blassen Schimmer, mit welchen Blumen Sie Ihre Blumenkästen bepflanzen sollen? Kein Wunder – einfach kaufen und ab in die Erde, so einfach ist es nämlich nicht. Nicht alle Pflanzen vertragen sich nebeneinander, zu so einer ungünstigen Kombi gehören beispielsweise Geranien und Petunien. Optisch ein echter Hingucker, konkurrieren die Blumen mit den großen Blüten miteinander, wenn nichts anderes zwischen ihnen steht.

Tipp: Setzen Sie zum Beispiel eine Schneeflockenblume oder einen Duftsteinrich dazwischen – so kommen sich die Blüten nicht in die Quere. Auch gute Kombis: Strauchmargerite und Löwenmäulchen sowie Fuchsie und Gauchheil. Perfektionisten kombinieren hingegen blühende Blumen mit Nicht-Blühern, Gräsern mit langen Halmen beispielsweise.

Blumenkästen bepflanzen: Blumen einsetzen

Die Auswahl ist getroffen? Dann können Sie nun die Blumen in die Erde setzen. Hierfür zunächst den Wurzelballen jeder Pflanze in Wasser tauchen, bis keine Luftbläschen mehr erscheinen, dann aus dem Plastikbecher lösen. Wie? Indem Sie diesen an mehreren Stellen leicht eindrücken, den Pflanzenstrunk mit der anderen Hand festhalten, die Pflanze umdrehen und aus dem Becher ziehen. Gegebenenfalls die Wurzelballen etwas entfilzen und dann ab in die Erde damit. Den Bereich zwischen den einzelnen Pflanzen mit Erde auffüllen, aber unbedingt bis zum Blumenrand zwei Zentimeter Platz lassen, damit das Wasser beim Gießen nicht überläuft.

Tipps zum richtigen Gießen

Blumenkästen bepflanzen – damit ist es natürlich noch nicht getan, denn besonders lange Freude an den Blumen werden Sie haben, wenn Sie diese auch regelmäßig gießen. Hier gilt: Balkonpflanzen am besten morgens und abends wässern, damit das Gießwasser gut aufgenommen werden kann und nicht in der Mittagshitze verdunstet. Außerdem wichtig: Pflanzen mögen am liebsten warmes und kalkarmes Regenwasser. Sie können aber auch Leitungswasser nehmen und dieses mindestens einen Tag stehen lassen, anschließend damit die Erde (nicht Blätter und Blüten) gießen.

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