Ratgeber

Pflegeplan für die Eibenhecke

Eibenhecke richtig pflanzen und schneiden

Möchten Sie einen kindgerechten Garten anlegen, sollten Sie lieber auf eine Eibenhecke verzichten. Obwohl sie ein wahrer Hingucker ist, muss sie mit Vorsicht behandelt werden, denn sie ist sehr giftig! Möchten Sie dennoch den immergrünen Nadelbaum in Ihren Garten bringen, erfahren Sie hier alles zum Thema Pflanzen, Schneiden und sonstige Pflege.

Eibe
© Pixabay.com

Steckbrief der Eibe

Die Eibe ist ein Nadelbaum, der eine Höhe von bis zu 20 Metern erreicht. Seine Nadeln sind weich und recht breit. Zudem unterscheiden sich die Pflanzen im Geschlecht: Es gibt sowohl Bäume mit weiblichen als auch solche mit männlichen Blüten. Die männlichen sind gelb und stehen in den Kerben der Nadeln, die weiblichen hingegen haben nur eine Samenanlage.

Die Blütezeit der Eibe dauert von März bis April. Die giftigen Samen der Eibe verstecken sich in einem fleischigen Mantel, der gern als Frucht bezeichnet wird. Dieser Mantel reift im Herbst von einem grünen zu einem leuchtend roten Früchtchen heran. Nichtsdestotrotz ist die Eibe als Hecke ebenso beliebt wie als Einzelpflanze.

Die richtige Eibe kaufen

Haben Sie sich entscheiden, eine Eibe zu kaufen, müssen Sie sich nur noch für die richtige Sorte entscheiden. Im Laufe der Jahre haben sich viele verschiedene Formen entwickelt, die von gelben bis zu dunkelgrünen Nadeln reichen. Mittlerweile gibt es sogar solche, die sich durch ihren flachen, aber breiten Wuchs zur flächigen Unterpflanzung von größeren Bäumen eignen. Auch für die Eibenhecke gibt es spezielle Sorten, die stark in die Höhe wachsen. Entscheiden Sie sich also für eine Wuchsform und Farbe, bevor Sie eine Eibe kaufen.

Standort und Pflanzung

Es gibt kaum eine Pflanze, die anspruchsloser ist als eine Eibe. Sofern der Boden durchlässig und nicht von Staunässe  betroffen ist, kann die Eibe gedeihen. Ideale Bedingungen findet sie in kalkhaltigem, lehmigem Boden. Stark saure Moorböden hingegen machen es der Eibe schwer. In puncto Lichtverhältnisse eignen sich halbschattige Orte besser als vollsonnige Bereiche. Und: Obwohl Eiben winterhart sind, leiden sie gelegentlich unter der Wintersonne und dem austrocknenden Ostwind.

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Die Eibenhecke gehört nicht zu den schnellwachsenden Heckenarten, sie wächst dafür aber schön dicht. Gelegentliches Schneiden für die Form genügt als Pflege. © LianeM - Fotolia

Möchten Sie eine Eibenhecke pflanzen, ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Dieser liegt zwischen Herbst und Frühjahr. Im tiefen Winter sollten Sie jedoch vorsichtig sein. Bei milder Witterung, aber feuchtem Klima wachsen die Nadelbäume am besten an. Wenn Sie eine Eibe kaufen, werden Sie zumeist Pflanzen mit einer Lieferhöhe zwischen 20 und 60 Zentimetern finden. Die Eibenhecke ist besonders beliebt: Sie wächst sehr dicht und verhindert selbst im Winter neugierige Blicke in Ihren Garten. Pflanzen Sie hierfür etwa drei bis fünf Exemplare pro Meter.

Eibenhecke schneiden

Die Pflanzen sind sehr robust und genügsam und benötigen keine aufwendige Pflege. Bei sandigem Boden empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen etwas Komposterde  beizufügen, damit der pH-Wert stabil bleibt. Regelmäßiges Düngen ist ansonsten nicht notwendig.

Auch ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich. Es genügt durchaus, einmal im Jahr die Schere anzusetzen. Grundsätzlich gilt: Eine Eibenhecke können Sie jederzeit in Form bringen. Die Eibe ist schnittverträglicher als jedes andere Nadelgehölz. Selbst wenn Sie starke Äste radikal entfernen, wird sie schon nach kurzer Zeit neu austreiben. Allerdings ist dann Geduld gefragt: Mit etwa 20 Zentimetern Wuchs pro Jahr liegt sie in puncto Schnelligkeit nicht gerade auf den vorderen Rängen.

Safety first

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Vorsicht vor den Früchten der Eibe! Sie sehen zwar aus wie genießbare Beeren, sind aber hochgiftig. © 7monarda - Fotolia

Auch wenn die hübschen Früchte mit ihrer olivenähnlichen Form zum Naschen einladen, lassen Sie sich nicht verleiten! Selbst die Nadeln sollten Sie in Ruhe lassen und sich nach dem Schneiden der Eibenhecke am besten die Finger waschen. Sie enthalten das gefährliche Gift Taxin, das lebensgefährlich für den Menschen ist. Neben den Nadeln findet sich dieses Gift auch in den Samen. Sie verstecken sich in der Mitte der roten „Frucht”. Schon der Verzehr von wenigen Samen oder Nadeln genügt mitunter, um schwere Vergiftungserscheinungen hervorzurufen.

Das Gift kann Kreislaufstörungen, Blässe, Übelkeit, Leibschmerzen, Hautausschlag , Schwindel, Mundtrockenheit und Krampfanfälle auslösen, die mitunter zum Tode führen. Halten Sie vor allem Kinder, die nichts davon wissen, von der Pflanze fern oder verbannen Sie die Eibenhecke ganz aus Ihrem Garten.

Das ist Ihnen zu unsicher? Im SAT.1 Ratgeber finden Sie viele weitere Heckenarten , die Sie vor lästigen Blicken schützen.

Fazit: Die Eibenhecke ist genügsam in der Pflege – zusammen mit ihrer hübschen Optik Grund genug für viele Gartenbesitzer, sich eine Eibe als Grundstücksbegrenzung anzuschaffen. Schneiden müssen Sie diese nämlich nicht regelmäßig, ein leichter Formschnitt hin und wieder genügt. Wegen ihrer Giftigkeit ist sie jedoch nicht für den kindgerechten Garten geeignet.

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