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Gartenbewässerung: Sprenger oder Bewässerungscomputer?

Lästiges Von-Hand-Bewässern hat endlich ein Ende – dank automatischer Gartenbewässerung! SAT.1 Gärtner Walter Löffler zeigt, wie man Bewässerungscomputer effektiv einsetzt. Außerdem erfahren Sie, wie viel der praktische High-Tech-Spaß kostet, wann die beste Zeit zum Bewässern ist und welche Alternativen es für Mini-Gärten gibt, bei denen sich komplexe Gartenbewässerungssysteme kaum lohnen.

07.12.2012 17:15 | 4:41 Min |

Bewässerungscomputer – der private Gärtner

Besonders für termingeplagte Gartenbesitzer, die großen Wert auf eine gute Rasenpflege  legen, haben Bewässerungscomputer einen echten Mehrwert. Mit dieser praktischen Form der automatischen Gartenbewässerung lässt sich nämlich ganz einfach bestimmen, wie oft das Grün am Tag gewässert wird, wann genau der Sprinkler angeht und für wie lange er jeweils in Betrieb sein soll.

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Schließen Sie den Bewässerungscomputer zwischen Gartenschlauch und Wasserhahn an und wählen Sie das entsprechende Programm. Um die Gartenbewässerung müssen Sie sich nun nicht mehr kümmern.

Der Bewässerungscomputer wird zwischen Wasserhahn und Gartenschlauch installiert und lässt nur zu den gewünschten Zeiten das Wasser aus dem Hahn ‚passieren‘. Je nach Modell lassen sich mehrere Sprenger an einen einzigen Bewässerungscomputer anschließen und mit diesem steuern. Alles, was Sie selbst noch tun müssen, ist die Platzierung der Rasensprenger an der gewünschten Stelle im Garten. Achten Sie dabei darauf, dass Wege und Straßen dabei nicht mit bewässert werden – das ist schließlich nicht notwendig und damit reine Wasserverschwendung.

Verschiedene Sprenger im Test: Welches Gerät für welchen Garten?

Ob Kreis-, Rechteck- oder Winkelsprinkler – die Auswahl in puncto Gartenregler zur Bewässerung ist groß. Für welchen Sie sich entscheiden, sollten Sie in erster Linie von der Größe Ihres Gartens und der zu bewässernden Fläche abhängig machen. Impulsregner etwa sind für große Gärten mit einer Fläche von mehr als 200 Quadratmetern optimal. Die klassischen Viereckregner hingegen eignen sich schon für Flächen von 25 Quadratmetern.

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Ein Kreisregner eignest sich wunderbar für kleine Gärten, denn der Bewässerungsdurchmesser ist hier recht gering.

Wer noch weniger Rasen zu bewässern hat, für den ist ein Kreisregner perfekt, der das Wasser dicht über dem Boden und in geringem Durchmesser rundherum versprüht. Vielflächenregner wiederum lassen sich auf verschiedene Garten- und Rasenformen einstellen.

Wann ist die richtige Zeit zum Bewässern?

Ist der Zeitpunkt für die Gartenbewässerung egal oder gibt es entsprechende Empfehlungen? Die gibt es: Der Rasen sollte jeweils morgens zwischen sechs und sieben Uhr gegossen werden. So kann das Gras über den Tag hinweg abtrocknen und Sie verhindern, dass sich Schnecken ihren Weg in den feuchten Garten suchen.

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Mittels Tröpfchenbewässerung können Sie jede Pflanze im Garten einzeln und ihren individuellen Anforderungen gemäß bewässern.

Da die Blätter von Blumen zur Vorbeugung von Pilzerkrankungen trocken bleiben sollten, wässern Sie diese am besten nicht mit einem Sprenger. Für Zier- und Nutzpflanzen empfiehlt sich stattdessen ein Tröpfchenbewässerungssystem, das die Blumen direkt an den Wurzeln mit Wasser versorgt. Die Bauteile für solch ein Bewässerungssystem gibt es im Gartencenter als Set.

Es lässt sich aber auch ganz einfach selber bauen. Alles, was Sie dafür benötigen, ist ein alter Gartenschlauch, in den Sie mit der spitzen Seite eines Hammers in gleichmäßigen Abständen kleine Löcher schlagen. Mit diesen kleinen High-Tech-Helferlein im Garten wird die Gießzeit zur Freizeit und Sie können stattdessen auf einer Gartenliege  entspannen und den Garten bewundern, statt ihn zu bewirtschaften.

Automatische Gartenbewässerung dank Regensensor

Damit Sie nicht umsonst oder zu viel wässern – beispielsweise wenn es plötzlich anfängt zu regnen, Sie aber nicht zu Hause sind –, ist ein Regensensor ein praktisches Add-on für einen Bewässerungscomputer, denn er stellt sicher, dass nur dann gewässert wird, wenn das Wetter es erfordert. Ist Regen im Anmarsch, signalisiert der an den Computer angeschlossene Sensor dies, sodass die Bewässerung reduziert oder ganz eingestellt werden kann. Einen Regensensor erhalten Sie ab etwa 30 Euro.

Weniger Aufwand, mehr Geld: Kosten, Verbrauch und Technik

Qualität hat seinen Preis – das gilt auch in puncto Gartenbewässerung durch Bewässerungscomputer. Einfache Modelle gibt es schon für 20 oder 30 Euro, Anschluss und Schlauch noch nicht mit eingerechnet. Wer etwas mehr Komfort möchte – sprich individuell einstellbaren Bewässerungsrhythmus, LCD-Display und mehrere Bewässerungszonen –, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. 70 Euro sind dann schnell ausgegeben. Hinzu kommen noch die Kosten fürs Zubehör.

Zur Orientierung: Ein Vielflächenregner kostet inklusive Hahnanschluss und Schlauch etwa 200 Euro. Echte Luxusgeräte mit geringem Energieverbrauch und mehreren Bewässerungsprogrammen können sogar mehrere hundert Euro kosten. Zu den teuersten Marken zählen übrigens Rain Bird und Hunter, günstigere Modelle gibt es beispielsweise von Gardena.

Gartenbewässerung: Welche Alternativen gibt es?

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Das perfekte Tages-Fitnessprogramm für Arme und Beine: Blumen per Hand gießen. © Alexander Raths - Fotolia

Für wen sich die Anschaffung eines Bewässerungscomputers nicht lohnt, weil nur ein Mini-Garten bewässert werden muss, kann natürlich auch auf die altbewährte Gießkanne zurückgreifen, und damit seinen Garten bewässern.  Sammeln Sie Regenwasser beispielsweise in einer Tonne – das mögen Pflanzen besonders und Sie sparen gleichzeitig Geld.

Noch ein Vorteil: Gießkannen hin- und herschleppen, das ist nichts für Weicheier und daher ein tolles Fitnessprogramm, das sowohl Garten als auch Körper guttut. Wem diese Form der Gartenbewässerung zu anstrengend ist, kann natürlich auch den Gartenschlauch zu Hilfe nehmen.

Fazit: Haben Sie einen kleinen, mittleren oder großen Garten? Davon hängt nämlich ab, ob sich ein Computer für die Gartenbewässerung lohnt oder es auch ein einfacher Sprinkler tut. Natürlich können Sie aus einem alten Schlauch auch ein Bewässerungssystem selber machen. Das spart Geld und ist schnell gemacht.

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