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Guerilla Gardening: Was steckt dahinter?

Neuer Trend, neue Möglichkeiten: Großstädter aufgepasst, denn Guerilla Gardening bietet jede Menge Entfaltungsmöglichkeiten für Hobbygärtner. Doch: Was ist das eigentlich und wie funktioniert das urbane Gärtnern? Diesen Fragen geht der SAT.1 Ratgeber nach.

12.08.2014 10:00 | 6:40 Min | © Sat.1

Definition: Was ist Guerilla Gardeining?

Betonburgen, Straßen, Lärm und wenig Grün – der Großstadtalltag ist hart für alle, die auch gern in der Natur sind, denn Grünflächen zur Erholung muss man hier oft suchen. Die Lösung: Guerilla Gardening, eine Form des städtischen Gärtnerns auf wenig Raum. Ziel: die Verschönerung städtischer Tristesse in Form einer Begrünung ungenutzter Flächen. Unbepflanzte Bauminseln und Co. werden so nicht länger als Abstellplatz für Fahrräder oder Mülleimer missbraucht.

Woher kommt der Trend und ist das nicht strafbar?

Ursprünglich war Guerilla Gardening ein politischer Protest gegen fehlende Begrünung in Form einer heimlichen Bepflanzung öffentlicher Flächen. Heute hat sich diese Form des städtischen Gärtnerns in vielen Metropolen etabliert. Dabei ist Guerilla Gardening zwar eigentlich strafbar, wenn öffentliche Flächen ohne die Zustimmung der Gemeinde begrünt werden, mit Sanktionen müssen Gärtner aber nur in seltenen Fällen rechnen, denn oft kommt den Behörden die kostenfreie Bepflanzung aufgrund fehlender eigener Mittel sogar entgegen.

Unterwegs im Großstadtdschungel: Unkraut raus, Kräuter und Blumen rein!

Sie leben in einer Großstadt? Dann schnappen Sie sich eine Schaufel, Erde und ein paar Blumen, suchen Sie sich eine Brachfläche und leben Sie das Motto „Hauptsache grün und bunt“. Aber Achtung: Nicht jede Fläche ist geeignet. Voraussetzung sind ein lockerer Boden und nicht allzu viele Wurzeln im Erdreich. Tipp: Fragen Sie zur Sicherheit den Besitzer der freien Fläche, die Sie bepflanzen möchten, vorher um Erlaubnis. Dann kann’s losgehen.

So funktioniert Guerilla Gardening

1. Schritt: Unkraut vernichten , denn das lästige Grün hat in einem Beet nichts verloren. Schritt 2: frischen Mutterboden auf der Fläche verteilen. Dann kann die Fläche bepflanzt werden. Geeignete Pflanzen sind im Übrigen alles, was duftet und schön aussieht – eine Mischung aus Stauden, Kräutern und duftenden Blumen zum Beispiel, Lavendel , Thymian und, und, und: Erlaubt ist, was gefällt.

Damit die Pracht aber auch weiter gut gedeiht, noch zwei Tipps für die Nachsorge: Gießen nicht vergessen – besonders, wenn’s lange nicht regnet – und den Bereich am besten mit Pflöcken und Seil absperren, damit keine Hunde ins Beet rennen und die Arbeit zunichtemachen.

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