Ratgeber

Hausmittel für den Garten

Hobbygärtner können einiges an Geld investieren, um ihren Garten aufblühen zu lassen – oder, sie greifen in Omas Trickkiste und sparen dadurch eine Menge Geld. Wir testen günstige Hausmittel für die Gesundheit und das Wachstum von Pflanzen.

07.08.2012 10:00 | 5:49 Min | © SAT.1

Bohnenkraut als Hausmittel gegen Blattläuse im Garten

Welches Mittel ist stärker im Kampf gegen Blattläuse: Bohnenkraut oder ein  Insektizid für fünf Euro? Um das Hausmittel zuzubereiten, muss ein Bohnenkrautbüschel in kochendes Wasser gegeben werden. Deckel drauf und eine Stunde aufkochen lassen. Dadurch werden ätherische Öle freigesetzt, die die Blattläuse auslöschen sollen. Ist der Sud fertig, werden die Pflanzenstücke ausgesiebt und die Flüssigkeit wird in eine Sprühflasche gegossen. Es folgt die Vorbereitung des Insektizids: 10 Milliliter der Flüssigkeit werden auf einen Liter Wasser gegeben. Da das Mittel nicht mit der Haut in Berührung kommen darf, muss während der Anwendung auf Schutzkleidung zurückgegriffen werden. Das Bohnenkraut ist absolut verträglich und umweltfreundlich, spezielle Kleidung ist unnötig. Und das Beste: Das Hausmittel bekämpft Blattläuse im Garten ebenso effektiv wie das gekaufte Präparat.

Im Garten düngen mit einem Hausmittel: Brennnessel-Jauche

Omas Trickkiste der Gartentipps hält auch ein Rezept für Düngemittel bereit. Es tritt an gegen ein gekauftes Produkt für sieben Euro. Für den selbst gemachten Dünger muss ein Kilogramm Brennnesseln mit 10 Liter Wasser vermischt werden. Damit aus der Mischung Jauche entstehen kann, muss sie drei Wochen lang täglich umgerührt werden. Der Nachteil: Schon nach wenigen Tagen beginnt die Suppe unangenehm zu riechen – also lieber in der hintersten Ecke des Gartens verstauen. Ist die Jauche bereit, folgt der Praxistest an Blumen oder anderen Pflanzen, zum Beispiel Salatsetzlingen. Die Brennnessel-Jauche soll dafür sorgen, dass sich die Lebewesen im Boden vermehren. Sie wiederum bilden wichtige Nährstoffe, die das Grün im Garten wachsen lassen. Es funktioniert tatsächlich und steht in seiner Wirkung dem gekauften Dünger in nichts nach.

Hausmittel-Rezept für Tomatenerde im Garten 

Ist es auch möglich, sich die acht Euro für gekaufte Tomatenerde zu sparen? Ja! Die Spezialmischung lässt sich problemlos nachahmen. Für den selbst gemachten Gartenhelfer wird günstige Erde für 1,50 Euro einfach mit einem Esslöffel Guano-Pulver aufgewertet. Das kostet umgerechnet etwa zehn Cent. Hinter dem Begriff Guano verbirgt sich im Prinzip nichts weiter als Vogelkot, der viele wichtige Nährstoffe enthält. Um die Luftdurchlässigkeit der Erde zu erhöhen, werden jetzt noch zwei Hände voll Styropor-Kügelchen untergemischt. Fertig. Schon können die Tomaten wachsen – und zwar genauso gut wie in gekaufter Tomatenerde. 

Das könnte Sie auch interessieren:

SAT.1 Ratgeber auf Google Plus

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Kommentare

Die besten Gartengestaltung-Clips

Fan werden