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Tipps zur Igelfütterung in unserem Video

Igel-Futter

IgelFutter
© Bild: Vishnevskiy Vasily/shutterstock.vom

Jedes Jahr im Herbst sind auffallend viele Igel auch tagsüber unterwegs. Da Igel eigentlich nachtaktive Tiere sind, gehen viele Menschen davon aus, dass die niedlichen Stacheltierchen Hilfe benötigen. Das muss aber nicht immer der Fall sein. Deshalb ist die Fütterung der Igel nur in Ausnahmefällen notwendig.
                                                   

Wann Igel menschliche Hilfe benötigen

Igel, die im Herbst auch tagsüber angetroffen werden, sind in der Regel Jungtiere, die erst im September geboren wurden. Für sie wird die Zeit, sich bis zum Winterschlaf das nötige Polster anzufressen, knapp. Das Video zum Thema Winterschlaf von Igeln fasst alle wichtigen Fakten zusammen, die dem  Igel das Überwintern ermöglichen . Hilfe durch den Menschen ist nur in Ausnahmefällen nötig.

  • Gesunde Igel sollten nur dann gefüttert werden, wenn es sich um Jungtiere handelt, die noch nicht das zum Überwintern notwendige Gewicht von 500 bis 600 Gramm erreicht haben. Die herbstlichen Temperaturen erschweren den Igeln die Futtersuche. Wer einen solchen Igel findet, kann durch Fütterung zum Überleben des Igels beitragen ( mehr ).
  • Auch kranke, geschwächte oder verletzte Igel benötigen die Hilfe des Menschen. Bevor der Igel aber in Pflege genommen wird, sollte ein Tierarzt oder ein Igelzentrum die fachgerechte Erstversorgung übernehmen.

Auf die richtige Fütterung kommt es an

Als Insektenfresser bevorzugen Igel eine fett- und eiweißreiche Nahrung. Hierfür eignet sich am besten Katzennassfutter, das mit Ballaststoffen wie Haferflocken oder Weizenkleie angereichert ist. Rührei oder hart gekochte Eier sind für Igel ein Gaumenschmaus. Im Handel erhältliches Igelfutter eignet sich nur als Futterbeimischung. Auch Igel ernähren sich gern abwechslungsreich. Gekochte Hühnerflügel oder -hälse ohne Haut sorgen zudem dafür, dass das zur Zahnsteinbildung neigende Gebiss des Igels gereinigt wird.

Diese Nahrungsmittel bitte nicht füttern

Übrig gebliebene Essensreste des Menschen sind als Igelfutter ungeeignet. Gebratene oder gewürzte Speisen schaden dem Igel mehr, als dass sie ihm helfen. Die folgende Liste gibt noch einmal einen Überblick darüber, mit welchen Nahrungsmitteln der Igel nicht gefüttert werden darf:

  • Wurst oder Fisch aus Konserven sind gewürzt und somit als Igelfutter ungeeignet.
  • Nüsse, Rosinen, Äpfel, Birnen, Bananen, Möhren, Avocados und ähnliches werden von einigen Ratgebern fälschlicherweise immer wieder als mögliche Nahrung für Igel genannt. Pflanzliche Nahrung kann der Magen-Darm-Trakt des Igels aber nur sehr schwer verdauen. Igel, die sich an Fallobst zu schaffen machen, suchen in der Regel nach daran befindlichen Würmern oder Insekten. Vegetarisch ernährte Igel würden über kurz oder lang sterben.
  • Die Verabreichung von Mehlwürmern, Schnecken oder Regenwürmern ist gut gemeint, aber ebenso falsch. Diese Nahrung überträgt Parasiten und kann beim Igel zu Krankheiten führen.
  • Den in Milchprodukten enthaltenen Milchzucker kann das Verdauungssystem des Igels nicht verarbeiten. Milch verursacht so beim Igel Durchfall, was zu hohem Wasserverlust und Tod führen kann. Der Flüssigkeitsbedarf der Tiere sollte also ausschließlich mit Wasser gedeckt werden.

Alles Wissenswerte zum Thema Igel beleuchten die entsprechenden Videobeiträge noch einmal ausführlich. Interessierte erfahren hier, was man tun sollte, wenn man einen Igel gefunden hat, wie sie auch harte Winter überleben und wie die richtige Fütterung aussieht.

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