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Immergrüne Gartenpracht mit Nachteilen

Kirschlorbeer kaufen, pflanzen und pflegen: Für & Wider

Als Sichtschutz und top Grundstücksbegrenzung gilt der Kirschlorbeer, auch als Lorbeerkirsche bekannt, denn er kann mehrere Meter hoch werden und wächst schön dicht. Sie möchten eine Hecke pflanzen? Warum das nicht ganz unproblematisch ist, erfahren Sie hier.

Kirschlorbeer
© Pixabay.com

Was ist ein Kirschlorbeer und wie sieht er aus?

Weshalb der Kirschlorbeer heißt? Weil seine Früchte an Kirschen erinnern und seine Blätter an den echten Lorbeer. Übrigens: Aus diesem Grund wird das Gewächs inkorrekterweise auch als Kirschlorbeer bezeichnet. Sein richtiger Name: Lorbeerkirsche. Allerdings hat sich der ‚Kirschlorbeer‘ allgemein durchgesetzt.

Besonders beliebt ist die Pflanze als Zierstrauch oder Hecke, denn sie wächst schnell, wird mehrere Meter hoch, wenn man sie lässt, und ist immergrün. Ihre Blätter verliert sie erst, wenn in kalten Wintern die Temperaturen auf -20 Grad sinken. In der Regel bilden sich danach aber wieder neue Triebe. Und wann blüht der Kirschlorbeer? Von April bis in den Sommer hinein, oftmals bis Juni.

Auch Früchte bildet die Pflanze – sind diese reif, schmecken sie süßlich-bitter und können unter anderem zu Marmelade verarbeitet werden. Die Samen und Blätter der Lorbeerkirsche hingegen sind giftig, da sie zerkaut im Magen Blausäure bilden und die kann im schlimmsten Fall zu Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfen und sogar Atemstillstand führen kann. Für einen kindgerechten Garten eignet sich das Gewächs daher nicht.

Kirschlorbeer: Giftig und ökologisch problematisch

So beliebt die Lorbeerkirsche bei Hobbygärtnern auch ist – der Naturschutzbund (NABU) hält nicht viel von dem immergrünen Gewächs, denn es ist nicht nur giftig, sondern bietet auch keinerlei Lebensraum für Tiere und verdrängt andere Pflanzen, wenn es nicht regelmäßig zurückgeschnitten wird. Ein weiteres Problem: Der Strauchschnitt lässt sich nur schlecht kompostieren. Einen Kirschlorbeer kaufen? Davon rät der NABU daher ab. Besser geeignet für alle, die sich eine immergrüne Hecke wünschen, ist hingegen die Eibe. Die ist zwar auch giftig, doch an diese hat sich die heimische Tierwelt mittlerweile gewöhnt.

Wichtige Voraussetzungen für den Kirschlorbeer

Sie möchten dennoch eine Lorbeerkirsche in Ihrem Garten pflanzen? Dann haben Sie sicher schon gehört, dass alle Sorten des Lorbeers, die sich vor allem im Blattwerk unterscheiden, in puncto Standort keine hohen Ansprüche haben. Hauptsache sonnig? Das ist kein Muss, denn auch Halbschatten und Schatten vertragen die Gewächse gut. Auf eine spezielle Bodenbeschaffenheit müssen Sie ebenfalls nicht achten, wenn Sie einen Kirschlorbeer pflanzen möchten, denn ob locker, sandig oder lehmig: Der Lorbeer wächst fast überall – vorausgesetzt es bildet sich keine Staunässe .

Doch leichte Standortwahl hin oder her – nicht für jeden Garten eignet sich das Rosengewächs. Denn zwar wird es an entsprechender Stelle schnell zum Sichtschutz, allerdings gilt es dem unermüdlichen Wachstum der Pflanze auch durch regelmäßiges Zurückschneiden Einheit zu gebieten. Für Grundstücksbesitzer mit nur kleiner Gartenfläche eignet sich die Lorbeerkirsche nicht, denn sie wächst und wächst und wächst – und zwar nicht nur nach oben, sondern auch in die Breite.

Kirschlorbeer pflanzen und schneiden

Möchten Sie mehrere Pflanzen als Hecke anlegen, achten Sie auf ausreichenden Abstand zwischen ihnen. Aufgrund des enormen Wachstums sollte dieser mindestens 80 Zentimeter betragen, wenn möglich, sogar ein bisschen mehr.

Ist der Kirschlorbeer gepflanzt, ist ein regelmäßiger Rückschnitt sehr wichtig. Bleibt die Frage: Wann schneiden Sie das Gewächs am besten? Tipp: Nehmen Sie im Frühjahr ruhig ordentlich Grün weg – so startet die Pflanze nach kurzer Zeit mit neuen Trieben in die Gartensaison. Tipp: Möglichst nicht an sehr nassen und heißen Tagen schneiden, um die Pflanze vor Sonnenschäden und Krankheiten zu schützen. Wie oft Sie Ihre Kirschlorbeerhecke dann im Laufe der kommenden Monate stutzen muss, hängt von ihrem Wachstum ab. Spätestens ab September sollten Sie die Gartenschere aber wegpacken, denn dann bereitet sich die Pflanze schon langsam auf den Winter vor.

Die richtige Pflege: Kirschlorbeer düngen und gießen

Übrigens gilt ab Ende August auch: Düngen Sie die Lorbeerkirsche nicht mehr, denn sonst bilden sich zum Herbst hin neue Blätter, die im Winter leicht erfrieren. Davor gilt: Hornspäne oder -mehl eignen sich wunderbar als Dünger.

Aber natürlich reicht die Gabe von Nährstoffen allein für eine optimale Pflege nicht aus – sowohl im Sommer als auch im Winter braucht der Kirschlorbeer nämlich ausreichend Flüssigkeit. Der Grund: Über die immergrünen Blätter verdunstet viel Wasser, das der Pflanze zugeführt werden muss. An trockenen Tagen gilt daher: Gießen Sie die Lorbeerkirsche regelmäßig, im Winter sollten Sie dies allerdings nur tun, wenn der Boden nicht gefroren ist.

Tipp: Haben Sie das Gießen versäumt und bilden sich daraufhin braune Blätter an der Pflanze, können Sie diesen Makel im Frühjahr mit einem Rückschnitt beseitigen.

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