Ratgeber

Von wegen Glücksbringer!

Klee im Rasen entfernen: Schmetterlingsblütler ade

Vierblättrige Kleeblätter sollen Glück bringen – sprießen diese jedoch überall im Garten, macht das nicht glücklich, sondern viel Arbeit. Denn Klee ist Unkraut, das sich überall breit macht. Warum das im Garten eher ungünstig ist und wie Sie die unnützen Pflanzen verhindern und entfernen können, verrät Ihnen der SAT.1 Ratgeber.

So hübsch ein einzelnes Kleeblatt auch ist: Für Gartenbesitzer ist das Unkrau...
So hübsch ein einzelnes Kleeblatt auch ist: Für Gartenbesitzer ist das Unkraut alles andere als ein Glücksbringer. © Pixabay.com

Warum Klee im Rasen problematisch ist

So hübsch ein einzelnes Kleeblatt auch ist: Für Gartenbesitzer ist das Unkraut alles andere als ein Glücksbringer. Im Nu breitet sich Klee im Rasen aus und verdrängt die Gräser. Eltern verbinden mit dem Grünzeug zudem noch eine andere Sorge, denn dessen Blüten locken von Juni bis September jede Menge Wespen, Bienen und Hummeln an – ökologisch gesehen schön und gut. Spielen allerdings kleine Kinder auf der Wiese oder laufen barfuß darüber, kommt es schnell zum einen oder anderen Insektenstich. Eine schmerzhafte und nervenzehrende Angelegenheit, zumal viele Kinder Angst vor den Insekten haben.

Das Gute: Handelt es sich um sogenannten Weißklee, was meistens der Fall ist, lässt sich dieser in der Regel verhindern oder zumindest schnell entfernen. Einen Überblick über verschiedene Methoden und Mittel erhalten Sie im Folgenden.

Klee im Rasen vorbeugen statt entfernen – mit Dünger

Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge. Ist Ihr Grün gesund, hat es Klee im Rasen deutlich schwerer.

Tipp: Versorgen Sie Ihren Rasen daher mit Nährstoffen. Ums regelmäßige Düngen kommen Sie also nicht herum, wenn Sie sich vor Klee im Rasen schützen wollen. Am besten hierfür geeignet ist Hornmehl, denn das enthält besonders viel Stickstoff, aber kein Phosphat, was das Kleewachstum fördern würde.

Auch wichtig: regelmäßiges Besprenkeln des Rasens an heißen Tagen. Denn das verhindert, dass die Gräser schwächeln.

Wenn’s zu spät ist: Was hilft gegen Klee im Rasen?

Ist Ihr Rasen bereits von einem dichten Kleeteppich übersät, hilft Düngen nicht mehr, denn dann ist der Nährstoffmangel bereits so groß, dass Sie schwerere Geschütze auffahren müssen. Vertikutieren  heißt das Zauberwort.

Radikal, aber nützlich: Mit einem Vertikutierer können Sie Klee im Rasen zuve...
Radikal, aber nützlich: Mit einem Vertikutierer können Sie Klee im Rasen zuverlässig entfernen. © dpa picture alliance

Dadurch entstehen zwar kahle Stellen im Gras, dafür ist der Klee passé. Tipp: Auf den braunen Rasenstellen einfach neu aussäen und anschließend düngen. Das tut dem Rasen gut und stoppt neue Kleebildung. Die beste Zeit dafür ist übrigens das Frühjahr – danach wird es allerdings eine Weile dauern, bis sich Ihr Rasen von der rabiaten Unkrautentfernung erholt hat. Aber besser als Unkraut im Garten ist das für viele Gärtner allemal!

Chemiekeule gegen Garten-Klee?

Auch eine Möglichkeit, wenngleich umwelttechnisch nicht ganz unbedenklich, ist die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels. Spezielle Unkrautvernichter zerstören zweikeimblättrige Pflanzen wie den Klee, während einkeimblättrige verschont bleiben. So bleibt der Rasen erhalten, das Unkraut aber verschwindet.

Wichtige Hinweise: Mähen Sie vor dem Aufbringen des Pflanzenschutzmittels möglichst nicht, denn dieses wird über die Blätter aufgenommen. Achten Sie außerdem ein wenig auf das Wetter – das sollte möglichst stabil sein. Droht Regen, warten Sie lieber, bis dieser vorbei ist, da sonst der Unkrautvernichter einfach wieder abgewaschen wird. Zu trockener Rasen ist für die Anwendung allerdings auch nicht gut – in diesem Fall das Grün am besten mit ordentlich Wasser versorgen. Und noch ein letzter Tipp: Etwas Wellness nach der Chemiekeule wird Ihrem Rasen guttun. Düngen Sie ihn daher anschließend.

Wie eine Plastikplane gegen Klee im Rasen hilft

Pflanzenschutzmittel sind ökologisch problematisch, Vertikutieren hingegen hilft nicht gegen alle Kleearten. Die Alternative: Das großflächige Abdecken des Klees mit einer Plastikfolie. Für ein paar Wochen wird diese über den Pflänzchen ausgebreitet, sodass sie im Dunkeln stehen. Ohne Licht geht der Klee ein.

Nachteil: Auch der Rasen leidet unter dieser Methode, kann sich aber wieder erholen. Im Anschluss auch hier das Düngen nicht vergessen, denn wo sich einmal Klee gebildet hat, kann er auch wieder kommen – und für eine solche Pechsträhne sollte der Glücksbringer nun wirklich nicht verantwortlich sein, oder?

Fazit: Handelt es sich um weißen Klee, lässt sich dieser glücklicherweise durch regelmäßiges Düngen vermeiden oder zumindest einfach entfernen. Mit einem Vertikutierer beispielsweise rücken Sie der Glücksbringer-Plage zu Leibe – achten Sie hier aber auf die richtige Jahreszeit. Das Frühjahr ist ideal, denn so hat der Rasen ausreichend Zeit, sich von der Radikalkur zu erholen.

Wem vertikutieren zu aufwendig ist, kann natürlich auch zur Chemiekeule, sprich Pflanzenschutzmittel, greifen. Für diese Methode sollte aber das Wetter stabil sein. Umwelttechnisch unbedenklicher ist die dritte Variante: den Klee im Rasen mit einer Plastikfolie abdecken. Denn ohne Licht kein Klee. Damit der Rasen sich hinterher wieder erholen kann, diesen unbedingt düngen.

Weitere Infos darüber, wie Sie – auf natürlichem Wege oder chemisch – Unkraut vernichten können, erhalten Sie im SAT.1 Ratgeber. Klee ist schließlich bei vielen nicht das einzige Problem.

Das könnte Sie auch interessieren:

SAT.1 Ratgeber auf Google Plus

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Kommentare

Fan werden