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Frühe Farbenpracht im Jahr

Kornelkirsche: Nicht nur eine Zierde für den Garten

Bereits im Februar fängt die Kornelkirsche an zu blühen und sorgt bis Ende April für einen wunderbaren Farbklecks im Garten. Doch auch kulinarisch hat der Strauch einiges zu bieten: Verarbeitet sind seine Früchte nämlich schön süß. Sie sehen: Es gibt viele Gründe, eine Kornelkirsche zu kaufen.

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© pixabay.com

Kornelkirsche: Steckbrief

Die Kornelkirsche gehört zur Familie der Hartriegelgewächse. Während der Blütezeit von Februar bis Ende April steht der Baum in goldgelber Blüte. Er verströmt einen süßen, honigähnlichen Duft und lockt damit viele Bienen und Vögel an. Als Strauch oder Baum wächst er sparrig und kann eine Höhe von drei bis acht Metern erreichen.

Übrigens: Wie bei vielen Frühlingsblühern üblich, bildet der Baum erst kurz nach den ersten Blüten seine Blätter aus. Diese färben sich im Herbst leuchtend rot, wodurch die Kornelkirsche nicht nur im Frühjahr ein echter Hingucker ist.

Der ideale Standort

Möchten Sie eine Kornelkirsche kaufen, können Sie sich zwischen verschiedenen Sorten entscheiden. Wünschen Sie sich vor allem eine leckere Frucht, empfiehlt es sich, Hybridarten wie Jolico oder Kasanlak zu kaufen – sie produzieren etwa sechs Gramm schwere Früchte, die durch ihren erhöhten Zuckergehalt ein echter Gaumenschmaus sind.

Am liebsten haben Kornelkirschen viel Sonne oder Halbschatten. Ein feuchter, nährstoffreicher und kalkhaltiger Boden sorgt für die idealen Wachstumsbedingungen. Generell sind die Sträucher jedoch sehr genügsam – auch mit längeren Trockenperioden kommen sie zurecht. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht zwingend nötig, da die Pflanze nur sehr langsam wächst. Möchten Sie sie dennoch in Form bringen, greifen Sie kurz nach der Blüte zur Schere. Dann nämlich kann die Pflanze die Wunden schnell schließen und neue Triebe entwickeln.

Kornelkirsche pflanzen

Auch was die Pflanzung anbelangt, ist die Kornelkirsche sehr robust. Sie können die Sträucher im Herbst oder Frühjahr bis zu einer Höhe von eineinhalb Metern kaufen. Kürzen Sie das Wurzelwerk, sowie die Triebe um rund ein Drittel, bevor die Pflanze Ihren Weg in den Garten findet. Suchen Sie sich einen geeigneten Platz, graben Sie ein Loch und setzen Sie den Baum ein. In den ersten zwei bis drei Jahren müssen Sie geduldig sein, denn die Pflanze wächst in der Zeit nur langsam. Möchten Sie ihr etwas auf die Sprünge helfen, geben Sie der Erde etwas Kompost bei und halten Sie die Erde feucht, aber nicht nass.

Pflege und Schnitt

Eine besondere Pflege ist bei dem Standortspezialisten nicht notwendig. Er hat seine ökologische Nische dort gefunden, wo andere Bäume nicht gedeihen. Saurer, trockener Boden toleriert er und auch Hitze und Wind können ihm nur in seltenen Fälle etwas anhaben. Es ist also nicht nötig, einen speziellen Dünger zu kaufen.

Möchten Sie die Kornelkirsche hingegen in Ihre Hecke integrieren, können Sie sie durch einen gezielten Schnitt in Form bringen. Halten Sie jedoch konkurrenzstarkes Gehölz wie etwa Spitz-Ahorn oder Birke von ihr fern. Denn gegen das starke Wurzelwachstum dieser Pflanzen kommt sie auf lange Sicht gesehen nicht an.

Vermehren: Alternative zum Kaufen

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Kornelkirsche zu vermehren. Während eine Vermehrung durch Aussaat sehr mühsam ist und auch nur in wenigen Fällen klappt, können Sie bei der Vermehrung durch Absenker oder Stecklinge gute Ergebnisse erzielen. Schneiden Sie beispielsweise einen kräftigen Trieb ab, entfernen Sie das untere Ende von Blättern und stecken Sie ihn in feuchten, nährstoffarmen Boden. Bilden sich neue Triebe, hat die Vermehrung funktioniert.

Rezepte mit der Kornelkirsche

Bei vielen Menschen hat sich der Glaube manifestiert, Kornelkirschen seien giftig. Tatsächlich betrifft dies nur den Hautkontakt mit der Pflanze. Feine Härchen auf den Blättern und Früchten können dazu führen, dass Rötungen und Juckreiz entstehen.

Ansonsten findet die Kornelkirsche auch als Nutzpflanze Verwendung. Der Strauch trägt sauer-herbe Früchte, die einen hohem Vitamin C-Gehalt aufweisen und nicht nur für Vögel eine wahre Delikatesse sind. Beispielsweise zu Marmelade oder Saft verarbeitet, werden die Früchte süßer und erfreuen die Geschmacksknospen der Tester. In einem gut sortierten Einkaufladen oder online gibt es diese Varianten sogar zu kaufen.

Ganz besonders: Nicht nur die roten Früchte, die im August ihren Reifehöhepunkt haben, sind verzehrbar. Auch die gelben Knospen sind sehr saftig und geschmackvoll. Als Zutat in einem Salat sind sie sehr beliebt. Tipp: Wenn Sie die Knospen bereits vor der Blüte ernten, sind sie besonders schmackhaft.

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