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Mähroboter-Test: Nutzen, Gefahren, Tipps

Rasen mähen ohne lästige Schnur und sich dabei entspannt auf die Terrasse legen? Kein Problem mit einem Mähroboter. Test sei Dank zeigt sich allerdings: Nicht jedes Modell ist bei der Gartenarbeit auch eine Hilfe. Was Sie beim Kauf beachten sollte, verraten Stiftung Warentest und SAT.1 Ratgeber.

01.06.2014 00:00 | 3:24 Min |

Mähroboter: Test-Kandidaten und -bedingungen

Im Frühjahr wird die Gartensaison eröffnet – Zeit, das erste Mal den Rasen zu mähen. SAT.1 macht den Test und checkt, was allein fahrende Rasenmäher mit Ladestation und ohne Kabel eigentlich so können. Im Mähroboter-Test: Acht verschiedene Modelle von Bosch, Gardena, Honda und Co. – unterschiedlich groß, mit unterschiedlichen Funktionen ausgestattet und unterschiedlich teuer. Die Preisspanne: 1.000 bis 2.600 Euro. SAT.1 schickt alle Mähroboter zeitgleich für drei Monate ins Testrennen – natürlich zu identischen Bedingungen. Das Testgebiet: Eine 300 Quadratmeter große, L-förmige, offene Rasenfläche.

Probleme der Mähroboter

Das Ergebnis zeigt: Nicht für jeden Garten sind Mähroboter geeignet. Hindernisse auf dem Rasen und verwinkelte Ecken machen den Einsatz des Gartenhelfers schwierig. Große Unterschiede zwischen den Modellen im Mähroboter-Test gibt es bei der Anfälligkeit für Störungen. Manche Geräte finden den Weg aus einer verwinkelten Ecke heraus, andere geben einfach irgendwann auf.

Außerdem ignorieren zwei der acht Testgeräte hin und wieder den Begrenzungsdraht. Für Grundstücke, die nicht umzäunt sind, wären diese Modelle daher nicht geeignet. Auch beim Schnittbild zeigen sich Unterschiede: Der Gardena R70Li für 1.650 Euro erzeugt unschöne Spurrillen auf dem Rasen und verletzt die Grasnarbe vor der Ladestation.

Wie sicher sind Mähroboter?

Sind Kinder in der Nähe, sollte der Mähroboter nur unter Aufsicht zum Einsatz kommen. Denn nicht jedes Gerät macht bei Hindernissen umgehend kehrt – das kann ein großer Apfel, ein Kleidungsstück, Spielzeug, aber auch ein Fuß sein. Einige Roboter sind weniger sicher als andere und erkennen Gegenstände nicht zuverlässig. Mangelhaft in puncto Sicherheit: der Ambrogio L75 Deluxe. Zumindest „befriedigend“ schneiden das Gardena-Modell sowie der Honda Miimo 300 und der Bosch Indego ab.

Mähroboter-Test: Das Ergebnis

Qualität – das zeigt der SAT.1 Mähroboter-Test – hat seinen Preis. Der Testsieger von Honda (Miimo 300) kostet rund 2.550 Euro und ist damit etwa zehnmal so teuer wie ein einfacher Rasenmäher. Das Mähergebnis ist aber top und das Mähen selbst funktioniert fast ohne Störungen. Wem das Modell zu teuer ist, ist auch mit dem Bosch Indego für 1.500 Euro gut beraten. Die Handhabung ist nicht ganz einfach, aber auch er schneidet in allen Kategorien gut oder zumindest befriedigend ab.

Tipps für den Mähroboter-Einsatz im Garten

Stellen Sie sich, bevor Sie einen Mähroboter kaufen, folgende Fragen: Ist meine Rasenfläche geeignet? Steigungen, viele Ecken und Hindernisse sind für einen Einsatz eher ungeeignet. Wie nütze ich meinen Rasen? Tannenzapfen, Fallobst, Kinderspielzeug – all das kann den Einsatz des Mähroboters stören, denn diese fahren mitunter mehrere Stunden pro Tag. Die Rasenfläche kann in dieser Zeit nicht genutzt werden. Auch wichtig: Spielen oft Kinder im Garten und ist ausreichend Platz für die Ladestation?

Tipp: Kein Mähroboter sollte ohne Aufsicht zum Einsatz kommen – danebenstehen müssen Sie natürlich nicht, ein Nickerchen auf der Terrasse sollten Sie aber auch nicht machen. Ganz wichtig ist auch, den Mähroboter sauber zu halten und regelmäßig zu warten. Das betrifft vor allem ein gelegentliches Auswechseln der Messer. Wer einen nicht abgegrenzten Garten hat, muss am Übergang zum Nachbargrundstück und um Blumenbeete herum einen Begrenzungsdraht anbringen, damit der Roboter nicht mäht, was er gar nicht soll.

Weitere Gartentipps erhalten Sie im SAT.1 Ratgeber – schließlich ist nicht nur die richtige Rasenpflege wichtig.

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