Ratgeber

Blinden Passagier vertreiben

Maulwurf bekämpfen: So vertreiben Sie ihn

Maulwürfe sind zwar niedlich, wenn sie jedoch den ganzen Garten umgraben, werden sie schnell zum Feindbild. Wie Sie den Maulwurf bekämpfen beziehungsweise vertreiben – das kleine Tier unterliegt nämlich der Bundesartenschutz-Verordnung – verrät Ihnen der SAT.1 Ratgeber. Tipp: Hausmittel und Geräusche gelten als besonders effektiv.

mole-13298
© Pixabay.com

Maulwurf im Garten: Nützling und Schädling in einem

Ein junger, motivierter Maulwurf kann täglich bis zu 20 Erdhügel produzieren. Seine Tunnelsysteme zerstören Rasen und Blumenbeete – kein Wunder, dass viele Hobbygärtner das possierliche Tierchen aus Ihrem Garten vertreiben möchten.

Gartengestaltung_2016_03_29_Maulwurf bekämpfen_Bild 1_fotolia_ThKatz
Des Maulwurfs Leibspeise: Dickmaulrüssler – Schädlinge, die sich im heimischen Garten mit Vorliebe an Blättern, Knospen und Trieben zu schaffen machen. © ThKatz - Fotolia

Nicht zu verachten sind jedoch auch seine nützlichen Dienste: So hat der Maulwurf beispielsweise das Image eines eifrigen Schädlingsvertilgers. Gartenpflanzen rührt er nicht an, dafür aber Insekten und deren Larven, die den Pflanzen ihren Lebenssaft rauben. Weiterhin stehen Gartenschädlinge  wie Dickmaulrüssler , Wiesenschnake und Maikäfer auf seinem Speiseplan – wäre da nur nicht sein Hang zu hässlichen Erdhäufchen.

Maulwurf bekämpfen – was ist erlaubt?

Gartengestaltung_2016_03_29_Maulwurf bekämpfen_Bild 2_fotolia_fotogenix
Um einen Maulwurf zu bekämpfen, ist der Einsatz von Fallen erlaubt – aber nur solcher, in denen das Tier lebend gefangen wird. © fotogenix - Fotolia

Maulwurfshügel im Garten nerven. Trotzdem gilt es zu beachten: Ihre Bewohner stehen in Deutschland – ebenso wie in Österreich – unter Naturschutz. Mit Gas, Gift und anderen Mitteln, die zum Tod führen können, dürfen Sie den blinden Passagieren daher nicht zu Leibe rücken. Lebendfallen sind erlaubt, beachten Sie aber, dass ein Maulwurf, der Nahrungspausen von 12 bis 24 Stunden ausgesetzt ist, ebenfalls sterben könnte. Lebendfallen müssen daher regelmäßig kontrolliert werden. Halten wir fest: Töten ist verboten, vertreiben hingegen dürfen Sie Maulwürfe natürlich. Wie, das erfahren Sie im Folgenden.

Bestimmte Hausmittel und Geräusche helfen

Wer einen Maulwurf bekämpfen möchte, muss seine gut ausgeprägten Sinnesorgane stören. Das Tier ist zwar so gut wie blind, doch dafür kann er umso besser riechen und hören. Das können Sie sich bei der Vertreibung zunutze machen. Den Näschen der Maulwürfe sollen allerlei Hausmittel missfallen. Verrühren Sie beispielsweise saure Milch mit Wasser und gepressten Knoblauchzehen, um die Tiere zu vertreiben. Weitere Vergrämungsmittel sollen außerdem Essigessenzen, Hundehaare, Buttersäure sowie Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder Wermut sein. Verteilen Sie die jeweiligen Mittel gleichmäßig auf das Gangsystem, indem Sie alle paar Meter einen Gang öffnen und die Substanz einfüllen.

Gartengestaltung_2016_03_29_Maulwurf bekämpfen_Bild 3_fotolia_Gabriele Rohde
Sowohl einige Hausmittel als auch Gegenstände, die bei Wind Geräusche machen, helfen dabei, Maulwürfe „sanft“ zu vertreiben. © Gabriele Rohde - Fotolia

Auch mit störenden Geräuschquellen, beispielsweise schräg in den Boden eingegrabenen Flaschen, die bei Wind einen Ton von sich geben, können Sie den Maulwurf bekämpfen. Ebenso wirksam: selbst gebastelte, kleine Windräder, die quietschen und deren Schwingungen über einen Metall-Pfosten auf den Boden übertragen werden. Im Grunde genommen eignet sich alles, was die sensiblen Ohren der unwillkommenen Gartenbewohner stört.

Fazit: Um einen Maulwurf zu bekämpfen, braucht es etwas Vorwissen, denn töten dürfen Sie die kleinen Säugetiere nicht. Gegen Vertreiben spricht hingegen nichts. Hierbei helfen sowohl Hausmittel als auch Gegenstände, die Geräusche machen und die Erdbewohner stören.

Wie Sie nicht nur Maulwürfe bekämpfen, sondern auch Wühlmäuse  und andere Schädlinge wie Ameisen , erfahren Sie hier .

Das könnte Sie auch interessieren:

SAT.1 Ratgeber auf Google Plus

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Kommentare

Fan werden