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Natursteinmauer bauen: Freistehend oder am Hang

Eine begrünte Terrasse in Hanglage ist nicht nur für Gartenbesitzer mit abschüssigem Grundstück ein toller Blickfang. Eine Natursteinmauer selber bauen – das lohnt sich auch für einen flachen Garten, denn der wirkt durch ein künstlich aufgeschüttetes, bepflanztes Gefälle optisch lebendiger. Tipps für die Gartenplanung gibt der SAT.1 Ratgeber.

07.12.2012 17:15 | 7:25 Min |

Freistehende Natursteinmauer bauen: Wichtige Infos vorab

Um die Terrasse vom übrigen Garten abzugrenzen, um einen Sichtschutz zum Nachbargrundstück zu errichten oder an einer Stelle im Garten für Schatten zu sorgen – eine freistehende Natursteinmauer kann viele Zwecke erfüllen.

Ganz wichtig für den Bau: ein Fundament. Ohne Fundament wird der Bau zwar günstig und geht schnell, doch womöglich fällt die Mauer dann schon beim ersten kräftigen Windstoß um. Außerdem sollte die Basis der Mauer breiter als die Spitze sein. Das sorgt zusätzlich für Stabilität. Tipp: Wird die Mauer einen Meter hoch, ruhig als Basis eine Breite von eineinhalb Metern einplanen.

Mauer selber bauen: Anleitung und Tipps

1. Heben Sie den Boden etwa 20 Zentimeter tief aus, legen Sie ein Sandbett an und große Steine am Rand der Fläche aus.

2. Füllen Sie die Innenfläche mit Sand auf und fahren Sie so Schicht für Schicht fort. Achten Sie darauf, dass sich die Mauer nach oben hin verjüngt und an der Spitze nur noch etwas halb so breit wie unten ist.

3. Den Abschluss bilden große flache Steine. Und noch ein Tipp: Drehen Sie jeden Stein mit seiner Schokoladenseite nach außen, so können Sie kleine Verfärbungen, Risse und Co. am Material ohne viel Aufwand verbergen.

Schöner Garten mit Terrassenhang aus Naturstein

Viele Gartenbesitzer sind alles andere als happy, wenn die grüne Oase scheinbar ungünstig an einem Hang liegt. Dabei lässt sich gerade aus einem abschüssigen Grundstück ein besonders toller und interessanter Garten gestalten, zum Beispiel mit schönen Pflanzterrassen aus Granit- oder Kalksandstein. Aber auch Hobbygärtner mit einem eher flachen Grundstück können sich auf einem aufgeschütteten Erdhügel eine erhöhte Terrasse aus Naturstein in ihrem Garten anlegen.

Für den Garten am Hang: Natursteinmauer selber bauen

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Heben Sie zunächst die Erde aus, um Platz für die Natursteinmauer zu machen.

1. Zunächst müssen Sie möglichst rechtwinklige Terrassen am Hang aus Naturstein anlegen. Die abgetragene Erde kann später als Hinterfüllung der Natursteinmauer genutzt werden. Ist der Boden vollständig ausgekoffert, geht's ans Verlegen der Steine.

2. Achten Sie darauf, dass sich die Stützmauern in einem leichten Anlauf zum Hang neigen, um so den Hangdruck abzufedern. Außerdem sollten die Steine nicht einfach aufeinandergestapelt, sondern leicht versetzt in einer sogenannten Fugenüberbindung gelegt werden.

Experten-Tipp fürs Verfugen: Wer beim Verlegen der Steine Platz für größere Mauerfugen lässt, kann dort später hübsche Staudenpflanzen einsetzen und der Steinmauer so einen noch natürlicheren, idyllischen Look verleihen.

Die Kür bei der Gartengestaltung: Mauer bepflanzen

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Wenn Sie am Hang zwei Mauern hintereinander bauen, haben Sie mehr Platz für Pflanzen – zum Beispiel für Lavendel. Der sieht nicht nur hübsch aus, sondern duftet auch herrlich.

Erst bauen, dann dekorieren: Die Trockenmauer steht, fehlt nur noch was Grünes fürs Auge. Welche Blumen und Pflanzen sich für die Hangterrasse im Garten eignen, bringen Sie am besten beim Fachmann im örtlichen Gartencenter in Erfahrung. Besonders schön sieht es aus, wenn die verschiedenen Etagen unterschiedlich gestaltet sind – etwa bunt blühende Stauden auf der unteren Terrasse und ein kleines Kräuterbeet  auf der Ebene darüber.

Bevor Blumen und Pflanzen in die Steinterrasse gesetzt werden, wird der Boden mit einer Kiesdrainage und nährstoffreichem Pflanzsubstrat angereichert. Zum Bepflanzen der Mauerfugen diese erst mit einer Mischung aus Erde und Kies befüllen, anschließend die Pflanze senkrecht in die Mauerfuge stecken und bis zum Abschluss mit Substrat auffüllen.

Fazit: Ob freistehend oder am Hang – eine Natursteinmauer hat Flair und kann als Sicht- sowie Windschutz dienen. Klar, dass diese ein Fundament braucht und oben schmaler sein sollte als unten. Setzen Sie dafür die ersten Steine auf ein Sandbett und arbeiten Sie sich dann Schicht für Schicht nach oben.

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