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Wann und Wie Sie Ihren Rhododendron schneiden

Rhododendron schneiden - mit dieser Anleitung

Hübsch anzusehen, groß und pflegeleicht ist er, der Rhododendron. Schneiden müssen Sie ihn eigentlich nicht regelmäßig. Bilden sich unten aber bereits kahle Stellen oder wird die Pflanze zu buschig, führt an einem Verjüngungsschnitt kein Weg vorbei. Klingt komplizierter, als es ist: Hier eine Anleitung, wie’s geht.

Rhododendron schneiden
© Pixabay.com

Rhododendron schneiden – aber wann?

Bevor Sie sich an die Arbeit machen, ist zunächst wichtig zu wissen, wann. Schneiden Sie Ihren Rhododendron entweder vor oder nach der Blüte, also entweder nach dem Winter im Februar oder im Herbst. Aber Vorsicht: Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist das Beschneiden von Bäumen und Hecken  laut Bundesnaturschutzgesetz verboten, da dann Vögel darin brüten. Einzige Ausnahme: sanfte Schnitte, die die Pflanze nur in Form bringen.

Anleitung und Tipps für Form- und Pflegeschnitt

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Mit einer kleinen Gartenschere können Sie Ihren Rhododendron in Form bringen. © CandyBox Images - Fotolia

Ohne richtiges Werkzeug, kein schonender Schnitt. Greifen Sie hier am besten zu einer kleinen Rosen- statt zur großen Heckenschere. Mit dieser können Sie Verzweigungen und Aststummel kappen. Tipp: Ein schräger Schnitt sorgt dafür, dass Regenwasser am besten abfließen kann. Wer Angst hat, etwas falsch zu machen, braucht sich nur zu merken: Solange die Triebe an der Schnittstelle noch zwei bis drei Zentimeter dick sind, ist alles im grünen Bereich.

Radikale Verjüngung für den Rhododendron

Rhododendren wachsen und wachsen – von Zeit zu Zeit ist daher ein richtiger Rückschnitt notwendig. So bleibt die Pflanze kompakt und kann neu austreiben. Tipp für Ihren Rhododendron: Schneiden Sie ihn ordentlich zurück, indem Sie Zweige und Co. maximal einen halben Meter über dem Boden stehen lassen. So können sich neue Knospen bilden. Ist die Pflanze schon etwas älter – nur Mut: Trauen Sie sich auch an dicke Äste heran und kürzen Sie diese radikal. Diese treiben hinterher ebenfalls neu aus.

Allerdings gilt: Nicht alle Pflanzen vertragen einen radikalen Rückschnitt gleich gut. In der Regel kein Problem ist dies bei stecklingsvermehrten Sorten, wenn diese gesund sind. Edelsorten nehmen einen Verjüngungsschnitt hingegen oft nicht ganz so gelassen hin.

So geht’s richtig: Rhododendron schneiden

Wer sich an einen Radikalschnitt nicht herantraut, kann auch step by step seinen Rhododendron schneiden und den Verjüngungsschnitt auf zwei Jahre verteilen. Das ist im Übrigen auch für die Pflanze angenehmer, da sie so nicht von jetzt auf gleich alle Blätter verliert. Im ersten Jahr schneiden Sie etwa die Hälfte der Äste zurück, im zweiten die andere Hälfte.

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Von Zeit zu Zeit ist ein Verjüngungsschnitt unumgänglich. Rücken Sie die Äste und Blätter am besten mit einer großen Heckenschere zu Leibe. © Horticulture - Fotolia

Tipp in Sachen Pflanzenpflege: Sorgen Sie bei dicken Ästen für gerade Schnittflächen und behandeln Sie diese abschließend mit einem Wundverschlussmittel – so verkraftet der Rhododendron den Rückschnitt besser.

Erst den Rhododendron schneiden, dann pflegen, denn nach dem Verjüngungsschnitt braucht dieser besonders viel Zuwendung. Tipps zum  Pflanzen, Pflegen und Düngen – Letzteres ist auch nach einem Rückschnitt noch einmal wichtig –, erhalten Sie im SAT.1 Ratgeber.

Fazit: Rhododendren sind zwar pflegeleicht – gelegentlich brauchen aber auch sie einen Verjüngungsschnitt. Dank Anleitung kein Problem. Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt und greifen Sie dann zu Säge und Gartenschere. Wer die Pflanze nur in Form bringen will, kann das jederzeit tun, sollte dann aber besonders auf brütende Vögel Acht geben.

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